Man Down

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Man Down“ (2015) könnte die Fortsetzung des spannenden Films „American Sniper“ (2014) sein, in dem man zwar umfangreiches Trauerbewältigungs-Theater sieht, aber keine Antwort auf die Frage: Warum wurde der amerikanische Scharfschütze Chris Kyle von einem Veteranen erschossen? Der Regisseur Clint Eastwood verweigert sich dabei sogar historischer Genauigkeit. In „Man Down“ wird der Betrachter dann leider durch die mißlungene Erzählstruktur gründlich in die Irre geführt: Zuerst (noch) ein post-apokalyptischer Zukunfts-Film, den man sowieso nicht ernstnehmen kann, dann (noch) ein realistisch wirkender Afghanistan-Film und zum Schluß (noch) ein Psycho-Thriller, der erst ganz am Ende verdeutlicht, wie man vom Regisseur verwirrt wurde. Das schadet der Darstellung des ernsten Themas PTSD sehr – trotz brillianter schauspielerischer Leistung und Kameraführung. Weniger reißerische Filme setzen den Erzähler an Anfang und Schluß und springen auf der Zeitschiene nicht ständig hin und her. Wenn dazu die schizophrenen Vorstellungen des unter PTSD leidenden Veteranen – zwar mit durch Nachbearbeitung reduzierter Farbigkeit, aber für den Betrachter doch real wirkend – vorgeführt werden, ist die erzählerische und optische Konfusion perfekt.
Für den, der auch heimtückische und psychisch wie materiell ruinöse Aktivitäten seiner Partnerin im Internet entdeckt hat, bekommt der Film noch eine weitere Flashback-Bedeutung: Ein Mann braucht nicht unter PTSD zu leiden, um auszurasten.

Joe: „Did you ever love me?“
Emma: „We had a laugh, Joe. I’m sure there were moments, but you have to make it some it wasn’t.“
Joe: „Which was what?“
Emma: „A lie! You know, we’re not God’s children … I’m free, Joseph!“
Joe: „I don’t wonna be free.“
Emma: „O, come on! That’s all we ever wanted!“
Joe: „That’s what YOU wanted – and now you got it . – Good bye, Emma.“
Live by Night“ (2016)

Geliebter Karfreitach

kelinci

„One day, my son asked me: ‚Where is heaven in the sky?‘
I told him what Loretta told me: THIS is heaven – right here. We’re in it now.“
Live by Night“ (2016)

Ich liebe Karfreitach! Er iss SOO ruhich. Die Schweine sind verstummt weil tot, die Hunde versuchen, nich auf sich aufmerksam zu machen und hoffen auf anhaltenden Fisch-Verzehr. Denn DAS wird sogar im mikro diskutiert, wie die Katholiken am angeblichen „Good Friday“ nur Fisch futtern. Damals in Hildesheim die ganz harten sogar JEDEN Freitach. Was essen dort eigentlich die Salatisten?
Hier auf Nordsulawesi Hundertausende im Zustand geistiger Verwirrung. Angeblich liebe ihr erfundener Gott die Welt. Der Tod seines Sohnes lösche die Sünden der Menschen für immer, phantasiert Pastorin Herolina, und der Journalist verwechselt ihr Personal-Pronomen in den englischen „Antara News„, weil es im Indonesischen nur eins für alle Geschlechter gibt. Pastor Nico, „one of Gods soldiers“, unterstützt Herolinas Show-Wahnsinn mit der Behauptung, Jesu Tod gäbe den Sündern eine Gelegenheit, ihre Missetaten zu bereuen. Vielleicht sind es jene, die das Internet im Stau zusammenbrechen lassen, denn jeder betrügt hier jeden, sofern er nich gerade betet. Und daß einer den 10 Geboten folgt, iss mir noch nich aufgefallen. Von den Frauen, über die ich intensiver berichtete, sitzen die meisten bereits im Gefängnis oder haben es schon hinter sich. Die Chancen waren noch nie so real, daß ich jenes auch noch persönlich erlebe – als Besucher!
Doch am Freitach, Samstach und sogar Sonntach Vormittag nur vereinzelt gröhlende Besoffene. Sehrlautsprecher verkündeten nich, wer wieviel gespendet hat, oder sendeten christliche Popmusik. Die Kinda, die nich singen können, demonstrierten ihr Geplärre nich in Live-Übertragung. Es war geradezu esoterisch still, und wenn nich überall Saurier-Eia vor Plastikfolien-Höhlen rumliegen würden, erhärtete sich schon deshalb der Verdacht, daß wieda Ostan mit seinen Auferstehungs-Terror-Parties drohte. Mit der größten nicht nuklearen Bombe vanichteten engagierte Christen vorher noch schnell die Höhlen, wo kein Jesus drin, doch nachdem sie innenpolitisch weitgehend entmachtet und unfähig sind, Andersdenkende zu verbrennen, durfte ein weiteres Mal zu Friede, Liebe und Eiakuchen aufgerufen werden. Danach sündicht man wieda eine Weile – bis zum nächsten Event. Inzwischen schleichen sich die christlichen Fake-Followers vermehrt an meine Blogs und versuchen ihren Schwachsinn auf die Bühne zu bringen. Es iss deprimierend, wenn ansich zum Denken befähigte Erwachsene nur noch rumstammeln über ihre selbst etablierte, ganz persönliche Kommunikation mit dieser göttlichen Triade – mit Maria quadrophonisch!
Und nachdem am Freitach Jesus gestorben, war’s am Sonnabend meine Telefon-Leitung. Passiert jeden Monat mindestens 1x. Das letzte Mal verschwanden einfach ~20m Kabel. Da brach die totale Stille aus – und wenn ich aufgebe, wie der Prachtreiher sein Nest in meiner Sago-Palme, bleibt es dabei.
Sonntach Nachmittag wurden die Wilden dann zunehmend unruhich, weil Jesus nich mehr in seinen Höhlen drin war. Ich hab Bambus verbrannt, der dabei imma mit heftigem Knall explodiert. Ein kleines Stück iss mir innen Hemdausschnitt geflogen, von da unter Hinterlassung einer Brandwunde glühend im Hemd nach unten gerutscht und von meinem Schweiß gelöscht worden. So lernt man Tanzen.
Danach brach das eifernde Mikrofon-Gelalle, die ganze notorische Luftverschmutzung los, begleitet vom Geheul der Hunde, und hielt an bis nach Mitternacht.
Doch kein Ostahase breit und quer. Das da oben sind kelinci (Kaninchen). Neulich happich ein weißes vorbeihoppeln sehn, obwohl ich total nüchtern war. Und meine weiße Katz hat zum 1.Mal Kinda gekricht: 2 totgeborene und 3 richtige. 1 happich gekillt, die anderen hat wascheinlich ein Waran zu Ostan gefressen. Und dann isse innen Teich gefallen. Es gibt da eine Stelle, wo jede neue Katz 1x versucht mein Haus zu entern. Es geht aba nich. Statt dessen rutschense ab und plumpsen innen Teich. Das iss imma schön anzusehn. Wie im Seeräubafilm.
So wa das Ostan.

Halbmond

LIVER TURCX DAN PAUS
Niederländisches Medaillon (16. Jahrhundert) für den Widerstand gegen Spanien

Nigger Rap

niggerbus

Ich bin ganich so allein, wie man imma denkt, und Körperkontakt happich auch. Wenn allerdings die Schülerin auf dem Foto ihren übakräftigen Untaschenkel langsam gegen den meinigen drückt, hat das nix zu bedeuten. Sie iss nur eingeschlafen. Männer tun das auch. Auf die Signale ihres Handföns reagierte sie nich mehr. Man kann schon froh sein, wenn ihr Kopf nich auf meina Schulter ruht, und ihre schönen langen Haare im Fahrtwind mein Gesicht kitzeln.
In dem Schrott-mikro gab es keinen mit Plastikkrokodilhaut bezogenen Sitz, der nich von Schülern hinten aufgeschlitzt, die hier genauso blödsinnich sind wie in D. Meist iss der mikro-Himmel noch flächenfüllend mit Filzstift bekritzelt. Da Freitach Nachmittach, befanden sich die Moslems schon inner Moschee, und der Bus leert sich normalerweise, je näher wir meinem Dorf kommen, das so ziemlich das Letzte iss.
Auf dem Rückweg von Manado, wo ich mich ma wieda sattgegessen, begann mich ein schräg hinta mir sitzender penetranter Wilder in schwer verständlichem Indonesisch und noch schwerer zu verstehendem Englisch auszufragen: Nationalität, Vorname, Nachname, Beruf – das Übliche eben. Donald Trump sei ja auch deutscher Abstammung, meinte er. Der wär aba doof, erwiderte ich. „Wär iss jur schörts?“ fragte er weiter. Wieso? Das hatte ich doch an. Ich wollte schon antworten, daß ich zuhause noch ein paar im Schrank hätte, als mir bewußt wurde – er meint „church„! Natürlich, die wichtigste Frage für die christlichen Heuchler, die morgens beten und abends betrügen. Nachdem ich mich als Buddhist geoutet hatte, war ich nich mehr so interessant.
Als ich in Manado einstieg und neben der Schülerin platznehmen wollte, lag ihr Ohrstöpsel-Kabel auf dem Sitz. Sie entfernte es aba noch rechtzeitich. Dann schlief sie ein. Mir iss auch früher schon von Frauen bestäticht worden, daß ich eine sehr beruhigende Wirkung auf sie hätte. Wenn ich mich allerdings hier öffentlich rumtreibe, reagieren sie oft ziemlich fickerich und rufen „OH MY GOD!“ und solche Sachen. Weiß nich, woran das liegt. Da ich aufgrund der letzten Terror-Jahre nun so alt aussehe, wie ich wirklich bin, müßte das eigentlich ma aufhören. Neuerdings stellen sie fest, wenn ich mich mit meinem Rucksack den Berg raufquäle: „Aduh kasian! Ach-jeh! Da geht der arme Mann alleine einkaufen!“ Iss ja schon schlimm, daß ich keinen öffentlichen Platz zum Beten hab.
Der Fahrer, ein mickriger Mann mittleren Alters, paßte ganich zu der „Musik“, mit der er seine Fahrgäste mittels Sehrlautsprechern massierte: Ein Rap, in dem jeder Satz mindestens einen der Begriffe „nigger“, „bitch“, „dick“ oder „fuck“ enthielt. Mit Sicherheit hatte der Schrumpfkopf keine Ahnung von dem ordinären Inhalt, aber es tut weh, noch nich schulpflichtige Kinder bei passenden Körper-Bewegungen zu beobachten, die sie offensichtlich im TV gesehen haben. Der global gleichschaltende Nigger-Rap fügt sich wie angegossen in die primitiv-moderne „Kultur“ der Wilden. Beim nächsten begann ich dies kulturelle Ereignis mit meinem Handfön zu filmen (Für die rechte Stimmung drehe man Lautstärke, Höhen und Bässe auf Maximum. Viel iss viel gut!).
Wie mich diese manierierte Nigger-Gangster-Kultur ankotzt, hab ich bereits an anderer Stelle ausgedrückt. Und wenn man in Philadelphia, New Orleans oder San Francisco beobachtet, daß die Anhänger jenes Drecks überwiegend Neger sind, und davon doppelt so viel wie Weiße in Gefängnissen sitzen – latürnich alle untadrückt und unschuldich – bleibt es nich beim Vorurteil. Entsprechend hob sich mein Adrenalin-Spiegel als der Kleingeist seine „Musik“-Anlage kurz vor der Ankunft auf Trommelfell zerbröselnde Lautstärke aufdrehte. „Da bin ICH!“ zeigt das üblicherweise an. In Manado schon verboten, im anarchischen Umland noch übliche Praxis um Kunden auf sich aufmerksam zu machen. Meist haben die Fahrer einen speziellen Knopf für diese „Hier bin ICH!“-Fanfaren. DAS war mir dann doch zu viel, und ich brüllte los: „HEY, HEY, HEY! KALAU PONGO CARI DOKTOR!“ Das iss Manado-Dialekt, den ich nur vom Hören her kenne, weil es keine Lehrbücher gibt, und bedeutet: Wenn Du taub bist, such nen Doktor!
Da drehte das erschrockene Männlein sein Terror-Gerät gleich runta, ohne sich selbst zu drehen, und die Schülerin, die sich zum Aussteigen schon nach vorne gesetzt hatte, sich – mich angrinsend – zu mir nach hinten.
Nieda mit die Niggas!
Jäh, Männ!