Der keine Unterschied

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Ich kann die aktuelle Marketing-Idee der Frauen-Verarschungs-Firma Dior klar beantworten, denn ich werde von einer wegen Veruntreuung von Staatsgeldern vorbestraften, jedoch nach ihrem Gefängnis-Aufenthalt wieder zur Regierungs-Präsidentin gewählten Frau regiert, die jetzt zusätzlich den Titel „Doktor der Theologie“ führt, obwohl sie nie irgendetwas studiert hat. Wie auch Isabel dos Santos behauptet sie, ihren Reichtum selbst erarbeitet zu haben, wobei unser Exemplar noch von Jesus unterstützt wird. Für die Wilden ist das in Ordnung, denn sie verhalten sich in der Regel nicht anders.

Scharfe Schildkröte

uebereinander

In der Regel besitze ich irgendwo immer eine mehr oder weniger große Schnitt- oder Rißwunde. Von Grashalmen, Muscheln, den Kanten meiner sich selbst zerstörenden Aluminium-Schiebetüren, meinem Haumesser oder anderen unachtsam benutzten Werkzeugen. Doch an einer Sumpfschildkröte hatte ich mich bisher noch nicht geschnitten. Immer wenn ich im Sumpf auf einen Stein stoße, der sich bewegt, handelt es sich um eine solche. Manchmal verfangen sie sich auch im Müll meiner Teichsiebe. Diese nun weigerte sich beim Reinigen einer Teichterrasse woanders hinzuschwimmen, und ich grabschte sie versehentlich immer wieder beim Rausziehen des Kangkong. Dabei schnitt mir ihre scharfe Panzerkante in einen Finger.
Nur unbedeutend verletzt, wagte ich mich trotz der Sturmwarnung der Regierung auf den Weg nach Manado. Draußen war es so seltsam still, als ob die Wilden alle auf eine Zunahme des Windes warteten. Schon der Jahreswechsel war ungewöhnlich ruhig verlaufen, da der arogante Papua verschwunden ist, der hier nicht mal gemeldet war. Anscheinend habe ich ihn erfolgreich weggeekelt, wobei mir seine angeheiratete Verwandtschaft half. Ich hatte mir extra Arbeits-Handschuhe aus Leder gekauft, um Silvester gleich zuschlagen zu können, falls er mich wieder angegriffen hätte. So löst sich manches von selbst, nur die geplante Eisenbahn-Strecke noch nicht, und das nun beginnende Jahr der Ratte könnte mich final ins Gefängnis bringen, denn ich werde die Villa Ludendorff jetzt weiterbauen und verteidigen.
In meiner Bank in Manado bedrängte mich dann eine neue Angestellte, die weder attraktiv, noch weiß, wie schwierig es ist, mir was zu verkaufen. Sie betonte, daß ich mit Investitionen in Versicherungen viel mehr Geld machen könne, und daß wir mal darüber reden sollten. Sie könne mich auch besuchen. Meine Telefon-Nummer verlangte sie, und ich suchte dieselbe mühsam in demselben, denn ich trage sie nicht im Hirn mit mir rum. Dann checkte sie ihr Fon, und da ich nicht reagierte, sollte ich ihre eingetippte Nummer auf Richtigkeit prüfen. Das konnte ich jedoch nicht, weil ich die Nummer selbst nicht kenne. Also suchte ich die Nummer wieder in meinem Fon und zeigte sie ihr nochmals. Ich sollte ihre Nummer speichern, forderte sie, obwohl ich ganich weiß, wie das geht. Stattdessen hab ich ihren Anruf gleich gelöscht, als ich wieder draußen war. Wenn die junge Frau wenigstens schön wäre, hätte ich sie vielleicht gespeichert, aber in meinem Fon sind nicht mal pulsa. Auch der alte, zerknitterte Mann, den ich an der Küste zwischen Fischerbooten traf, verlangte nach kurzem Gespräch meine Telefon-Nummer, die ich ihm jedoch verweigerte. Wollte er vielleicht mein virtueller Freund werden, weil Jesus ihm das angekündigt hat, oder mir ein gelbes Untersee-Boot verkaufen?
In Manado sah es aus wie im Film „Jexi“ (2019), der zwar stellenweise komisch, jedoch nicht empfehlenswert ist. Alle Wilden glotzten auf ihre Föne, und es gab keinen Sturm. Die erste Sturmwarnung der Regierung. Wahrscheinlich üben sie gerade Klima-Hysterie. Ich hoffe, daß es mit der Eisenbahn auch so läuft, denn ich leide schon wieder an Gewalt-Phantasien, in denen ich Polizisten aufschlitze und andere Offizielle zusammenschlage. Lieber wäre ich als Schildkröte geboren worden. Die können ihr Haus leicht versetzen. Na ja, vielleicht nächstes Mal.