Klopapier Katastrophe

Fortschritt

Fürchterlich für Fake-Umweltschützer, und sie bestätigt meine Ansicht, daß es nur darum geht, den stark über- und immer noch getriebenen westlichen Lebensstandard nicht zu gefärden. Eine australische Zeitung hat ihrer Ausgabe deshalb schon einige unbedruckte Extraseiten hinzugefügt. Wenn Millionen Menschen ohne Klopapier auskommen, die Wasser-Seife-Arsch-Reinigungs-Methode sogar gesünder als Wisch-und-wech ist, wieso müssen westliche Stadt-Neurotiker dann Klopapier hamstern? Doch sind Sitzklos in Indonesien schon im Trend. Auch der Wilde neigt zur verfetteten Existenz als Sofa-Kartoffel mit immer weniger Bewegung, damit er in Ruhe mit seiner Verwirrungs-Tafel spielen und dabei Snacks verzehren kann, deren Verpackung er dann bei mir entsorgt. In der Tat verlangt die Hockstellung besonders bei anhaltendem Durchfall oder Verstopfung gute Kondition der Kniegelenke. Letztes Ziel ist völlige Bewegungslosigkeit: Fäkalien werden abgesaugt, der Vorgang von einem Blauzahn-Programm gesteuert – mit Virenschutz!
Nun haben sie auch in Indonesien das Corona-Virus entdeckt. U.a. gleich nebenan in der Hafenstadt Bitung. In letzten Zuckungen der Ignoranz versuchen sie immer noch die Folgen herunterzuspielen – Mekka-Pilgerfahrten seien nicht betroffen – aber die Lawine rutscht bereits. Und wenn sogar in relativ vernünftigen Gesellschaften wie in D Panik entsteht, dann wird das hier was ganz Großes.

Veränderung der Sitten

valentinstag

Stell dir vor, du sitzt in einer Mall in Manado und frißt gerade eine von einem bekannten chinesischen Schauspieler beworbene Chapati mit Käsefüllung, und in Reichweite eine junge Frau, die glücklich auf ihr Unterhaltungs-Brettchen starrt. Daraus ein sehr lautes Kinder-Programm mit Geräuschen wie bei Tom & Jerry, nur in wesentlich schnellerer Frequenz. Selbstverständlich mußt du es mit anhören. Wie auch jenes, was der Sehrlautsprecher der Mall brüllt. Ebenso den hysterischen Gesang aus dem nahen Supermarkt. Fahrstuhl-Musik gips hier nich. Hier ist immer Jahrmarkt. In der Pizza Hut darf man beim Essen sogar der Live-Konversation mit Menschen lauschen, die gar nicht im Raum sind. Und wer hätte sich vorstellen können, daß man sich mit Hilfe eines Telefons schminken kann, wie es die Verkäuferinnen tun.
Oder du kommst auf deinen Bauplatz, wo die Arbeiter gerade den Wasserturm der „Villa Ludendorff“ vervollständigen. Mein Bauunternehmer liegt noch mit einem Dachschaden im Krankenhaus und ist dort der bekannteste Randalierer geworden. Die Bauleitung machst du sowieso, aber jetzt ist es billiger. Neben den verputzenden Arbeitern hockt ein anderer Bauunternehmer wie ein kahlköpfiger Harpunier auf dem Deck von Kapitän Ahabs Schiff und frißt gerade einige deiner Früchte. Dabei hält er sich sein Verwirrungs-Täfelchen ans Ohr, aus dem man einen jener betrügerischen Prediger über „Maria Magdalena“ schwafeln hört. Dieser überall herumlungernde Friedhofs-Baumeister hat mal bei der Errichtung eines Paargrabes die Namen vertauscht.
Taucht der nochmal auf, schmeiß ich ihn raus.
Schön ist ja, daß es in Indonesien keine unangenehmen Corona-Viren gibt. Angeblich weil jene kein feucht-heißes Klima vertragen. Nur in den feucht-heißen Nachbarländern. Ich hab zwar gerade eine leichte Grippe, passierte in Airmadidi auch einen laut telephonierenden Chinesen – wenn nicht als Touristen, sind sie überall engagiert, besonders im Eisenbahn-Wahn – aber sonst sind alle gesund. Das liegt daran, daß in Indonesien so viel gebetet wird. Diese homöopathische Prophylaxe hat der indonesische Gesundheits-Minister empfohlen. Merkwürdig, daß die Rupiah trotzdem abstürzt. Und wenn ich noch mehr Glück habe, bringt das Corona-Virus auch den Eisenbahn-Bau zum Entgleisen.
Es gibt so viele Verwirrte in der Welt. Früher auch, aber durch die neuen Medien lernt man sie besser kennen.

Fuck for Handphone

henna

Anders als frühere Generationen müssen 16jährige Steckdosen-Sucher auch hier ihre Geldfreß-Maschinen füttern und benötigen dafür beständig Kapital. Für das, was ihnen Influencer auf den oft schon gesprungenen Schirmen vorführen, ebenso. Also prostituieren sich manche junge Mädchen für 3-6Euro (für 6 bekommt man 12 Gigabyt), was so günstig ist, daß sich der „Weißhaarige“, der u.a. ein isoliert gelegenes Stück Land von mir gepachtet hatte, zusammen mit Arnold gleich 2 leistete. Im krassen Mißverhältnis zum Discount-Fick steht die harte, mehrjährige Gefängnisstrafe, der sich der „Weißhaarige“, der auch als Baumwichser bekannt ist, durch Flucht entzog, obwohl eigentlich kein Schaden entstanden ist – schon mangels Potenz. Die Mädchen wurden jedenfalls zu nichts gezwungen. Sexuelle Details aus ihrer Polizei-Vernehmung verbreiten sich nun in zum Teil wörtlicher Rede im Dorf. Wer die Verhältnisse auf den Polizei-Wachen kennt, wundert sich darüber nicht. Diskutiert wird auch, ob die Frau des „Weißhaarigen“ sich so schämt, daß sie ihren Sitz im protestantischen Kirchen-Vorstand aufgibt. Alte Frauen treiben es ja meist lieber mit Jesus. Der „Weißhaarige“ ist eigentlich durchaus religiös: So informierte er mal darüber, die Bibel fordere, Ungläubige zu meiden, weshalb ich mich wunderte, als er Land von mir pachten wollte. Wie er dann anfing, meine Bäume zu ruinieren, die seine Nutzpflanzen beschatteten, schmiß ich ihn raus.
Wenn sich wahrscheinlich hier nur wenige Jugendliche prostituieren, so sind sie doch ziemlich alle echte Umweltsäue, obwohl die Schulen versuchen, dagegen anzusteuern. Snacks, die diese Ferkel reichlich konsumieren, werden grundsätzlich nach der Ex-und-hopp-Methode entsorgt und gelegentlich noch mit Unterrichtsmaterial garniert. Die Greta-Hysteriker haben demnach weltweit zur Zeit überhaupt keine Chance auf Mehrheiten – nicht mal auf ein verändertes Konsum-Verhalten ihrer Mitläufer.