Marsch für die Wissenschaft

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Dafür würde ich am 22. April auch auf die Straße gehen – wenn es hier sowas gäbe – denn die Irrationalität ist die wahre Pest der Welt und zur Zeit wieder auf dem Vormarsch. Solange sich Menschen dem Denken verweigern, weil es ihnen als zu anstrengend erscheint, wird es keinen signifikanten Fortschritt im sozialen Bereich geben. Der Verweis darauf, was wir alles noch nicht wissen, ersetzt nicht die Anwendung dessen, was bereits erkannt wurde. Die Religiösen haben hier eine phantastische Position nach der anderen aufgegeben – erzwungenermaßen.
Es erstaunt mich immer wieder, wie sanft mein Heimatland in einen neuen Militarismus hineingerutscht ist. Zu glauben, es gäbe eine Soldateska, die sensibel und human vorgeht, ist nach wie vor naiv. Die Masse des Berufs-Militärs besteht niemals aus der Elite eines Landes, sondern eher aus Menschen, die mit zivilem Leben nicht zurechtkommen. Dies betrifft besonders die neuerdings verstärkt eingesetzten Söldner. Es ist bekannt, daß sich jugendliche Chaoten eigentlich nach Ordnung sehnen und als Berufswunsch oft Polizist angeben. Diese Sehnsucht nach dem vermeintlich einfachen, übersichtlichen Weltbild wird von modernen Populisten für ihre Zwecke instrumentalisiert, die im Grunde Pragmatiker sind, obwohl sie Visionen anbieten. Auch die gut gemeinte Einmischung in die Probleme anderer Länder endet nach wie vor in Ergebnislosigkeit. Aus der Niederlage in Vietnam wurde offensichtlich nichts gelernt. Zu glauben, man könne überall in der Welt ein bißchen Krieg führen, ohne zivile Verluste in der Heimat, solche Positionen können nur Unwissende einnehmen, die Clausewitz nicht gelesen haben, „denn in so gefährlichen Dingen, wie der Krieg eins ist, sind die Irrtümer, welche aus Gutmütigkeit entstehen, gerade die schlimmsten … Sooft die Kühnheit auf die Zaghaftigkeit trifft, hat sie notwendig die Wahrscheinlichkeit des Erfolges für sich, weil Zaghaftigkeit schon ein verlorenes Gleichgewicht ist“.
Naiv ist es auch zu glauben, die Wissenschaft müsse alles erklären, wie etwa die beständig wechselnden Antworten auf die Frage, wie gut sind Dieselmotoren. Doch wenn Widersprüche auftauchen, handelt es sich meist nicht um Wissenschaft sondern um Korruption. Das einzig Beständige bleibt die Natur des Menschen: ein Denken, das im günstigsten Fall auf Selbsterhalt um jeden Preis ausgerichtet ist, und das sich nur regulieren, aber nicht ändern läßt. Noch immer braucht man eine Frau nur anzusingen, um sie ausnehmen zu können wie eine Weihnachtsgans. Daran hat keine Emanzipation etwas geändert. „Obgleich sich unser Verstand immer zur Klarheit und Gewißheit hingedrängt fühlt, so fühlt sich doch unser Geist oft von der Ungewißheit angezogen. Statt sich mit dem Verstande auf dem engen Pfade philosophischer Untersuchungen durchzuwinden, um, seiner selbst sich kaum bewußt, in Räumen anzukommen, wo er sich fremd fühlt, und wo ihn alle bekannten Gegenstände zu verlassen scheinen, weilt er lieber mit der Einbildungskraft im Reiche der Zufälle und des Glücks … Wo es auch kein System, keine Hilfsmittel zur Ergründung der Wahrheit gibt, da gibt es doch eine Wahrheit, und diese wird dann meistens nur durch ein in langer Erfahrung geübtes Urteil gefunden. Gibt also die Geschichte hier keine Formeln, so gibt sie doch hier, wie überall, Übung des Urteils.“ (Clausewitz)

Ziervögel von links: Kalifornische Schopfwachtel, Australische Schopftaube, Gelbwangenkakadu, Goldfasan

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/palaeontologisch-vereint-echse-hilf-14958802.html

Ruhende Torte

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Doch fliegen sie schon virtuell. Diese nicht – beim Geburtstag des Wahl-Verlierers Sompie. Allerdings wird gemunkelt, Siegerin Vonnie würde an den Feierlichkeiten zum Unabhängigkeitstag am 17. August nicht mehr als Regierungspräsidentin teilnehmen. In einem Gerichtsverfahren zur Klärung der Frage, ob sie für ihren Job moralisch qualifiziert sei, hat ein pensionierter Verfassungsrichter als Sachverständiger ausgesagt, aufgrund ihrer Vorstrafe und ihrer im Internet kursierenden Intim-Videos sei das NICHT der Fall. Auch ihr Stellvertreter steht bereits unter Korruptions-Anklage. Und da sich die Regierung sehr besorgt zeigt über Jugendliche, die das Internet für Porno-Genuß benutzen (natürlich sind wieder die Medien schuld), werden die Torten wohl bald heftiger fliegen. Was besseres als fossile Polit-Schmarotzer damit zu bewerfen, kann man mit den hiesigen Torten gar nicht anfangen, denn sie schmecken grauenhaft nach Margarine.
Je größer, inhomogener und unübersichtlicher eine politische Einheit ist, desto weniger funktioniert das. Kommen dann noch Unterschiede in Sprache und Kultur hinzu, ist es ein aussichtsloses Unterfangen.“ (Sahra Wagenknecht, *1969. Eine intelligente Frau, die bei ihren Medien-Auftritten immer wie verpanzert wirkt, und sich – getreu ihrer marxistischen Programmierung – nicht vorstellen kann, wie die Verhältnisse vor 69 deutlich schlechter waren. Dagegen trifft ihre EU-Kritik nicht nur vor Ort zu sondern gerade auch in Indonesien.)

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Sexuelle Belästigung

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Man hat’s ja nich leicht als Ziegenzüchter. Imma wollnse was von mir. Zumindest kämpfen. So als Untahaltungsform wien deutscher Fußballfan. Sogar die Fraun! Sie würden mir auch liebevoll die Ohren abfressen. Doch in welch ernster Lage sich Indonesien aufgrund sexueller Zudringlichkeiten durch Lesben, Schwule, Bisexuelle und Schwuchteln befindet, hat „Lawmaker“ Mahfuz Siddik uns jetz eindringlich vor Augen gehalten: „LGTB“ (Lesbians, Gays, Bisexuals, Transgenders) hätten das Land durch zunehmende Kriminalität in einen alarmierenden Zustand von „Emergency“ gebracht, der dringend der Aufmerksamkeit der Regierung bedürfe. Ohnehin iss Starbucks schon ne Risiko-Zone geworden. Aba jetz hat auch noch ne Lesbe ihre Freundin mit nem Kaffee vagiftet, nur weilse n Mann geheiratet hat. Kannste ma sehn, wie die sind!
Die Omnipräsens von Schwulen im Show-Business, im Friseur- und sonstigen Dekorations-Gewerbe, aber auch als Verkäufer und Kellner, ist mir schon immer aufgefallen. Das muß in westlichen Ländern nicht quantitativ anders sein, wird hier jedoch oft unverdeckt grell vorgetragen. Kaum eine Show oder Seifen-Oper, in der nicht ein Moderator oder Clown die Lacher dadurch auslöst, daß er sich weibisch gibt. Das hat Tradition und wirkt, als ob keine Diskrimimierung stattfindet. Auch bin ich nie zuvor so oft von Männern angemacht worden wie hier in Indonesien. Ich habe das immer auf meinen nun mal besonderen Aufmerksamkeits-Wert zurückgeführt. Sowas ist lästig, und ich finde zum Bleistift diese sich grotesk aufführenden Hochzeits-Ausstatter abstoßend, weil sie sich aufdringlich wie Schauspieler gebärden. Aber nur weil sie sich ihrer Rolle nicht sicher sind, und sie jene deshalb oft so geschmacklos aufblasen, würde ich ihnen nicht ihre Menschenrechte beschneiden wollen.
Doch dieser moslemische „Chairman of Commission I of the Parliament“, also einer, der etwas bewirkt, an das sich in Indonesien niemand hält, sieht den weltweiten Aufstand sexueller Non-Konformisten als Bedrohung: „Physicians, psychologists and psychiatrists have clearly declared that LGTB sexual behavior is an anomaly, a deviation in orientation and is contagious … Anyone could fall victim of its contamination regardless of age and background.“ Nicht nur stellten Künstler als falsche Vorbilder eine Gefahr dar, auch TV und soziale Netze verbreiten dieses schädliche Verhalten. Sogar das Ausland wirke hier durch Propagierung von Freiheit und Promiskuität mit.
„All religions have prohibited LGTB.“ Daher weht der Wind! Nicht die totale Korruption unter Parlamentariern und bis ins Höchste Gericht, nicht der Mißbrauch von Religion für politische Zwecke und letztlich zur Bereicherung, nicht die Unterdrückung der Frau im Islam, nicht die seuchenartig verbreiteten Betrugs-Delikte und deren mangelhafte Verfolgung sind die Probleme, an denen die indonesische Gesellschaft dahinsiecht, sondern LGTB – die Sündenböcke, mit denen man vom eigenen korrumpierten Bewußtsein heuchlerisch ablenken kann. Ideen unterentwickelter Hirne, die nichts anderes anzubieten haben, als normative Wahnvorstellungen.