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Sport

national

Wenn der Mensch wie ein gefangener Goldhamster lebt und nich weiß, was er dagegen machen soll, daß er imma dicker wird, macht er Sport. Da gips ganz verschiedene Möchlichkeiten. Man kann sich zum Bleistift 1 Bierdose greifen und vor die Glotze setzen. Da iss bestimmt irgendwo Sport drin. So in 600m Entfernung von meina Veranda weht die deutsche Fahne. Das find ich voll in Ordnung. Wußte ganich, wann wir das Gebiet erobert ham. Wascheinlicher iss, daß gerade wieda irgendwo Fußball gespielt wird, und der Fahnenhisser damit anzeigt, auf welche Mannschaft er wettet. Weil dann imma das Fahnen-Schiff kommt, und es so ein reichhaltiges Fahnenangebot gibt, hab ich mir auch ma 1 deutsche gekauft und sie damals auf meinem Rohbau-Dachstuhl angebracht. Dazu noch 1 indonesische, die ZUFÄLLICH etwas kleiner wa. Da hat gleich 1 Wilder protestiert, und ich habse wieda runtagenommen. Sind ja soo sensibel, diese Wilden.
Meine indonesische Bank, die sich imma Sorgen macht, daß ich zu wenich Geld ausgebe, hat mich in einem ihrer Kundenhefte üba Sportarten informiert, die ich noch nie ausprobiert hab. Der gemeine reiche Indonesier spielt latürnich Golf. Dazu muß jedoch die Insel groß genuch sein, damit der Ball nich innen Pazifick fällt. Polo geht auch. Manche Hemden heißen sogar gleichlautend. In dem Kunden-Desinformations-Heft sind auch gleich Fotos drin, was man alles braucht. Für Polo brauch man 1 Pferd. Ich hab aba nur Ziegen zur Verfügung. Entfällt also. Ferna brauch man 1 Sattel, 1 Helm und verschiedene Schutzvorrichtungen auch für das Pferd, weil man bei dem Sport mit einem Hammer rumhaut. „Big-Game Fishing“ wurde auch noch vorgestellt, wofür man sogar 1 Schiff benöticht. Ich könnt mir latürnich son Sperrholz-Boot bauen lassen, aba ich bin doch nich lebensmüde. Das heißt, etwas schon, aba ersaufen? Nee, nich mit mir. Außadem würd ich doch son „Game“ nich ins Wassa werfen, um es danach wieda rauszufischen – das macht doch keinen Sinn – sondan es lieba mit meim PC spielen. Ich zieh Kricket vor. Dafür brauch man nur 1 Hammer und 1 Heuschrecke. Einen 5kg Vorschlach-Hammer hab ich, und jede Menge Zikaden sind auch da, aba ich glaub nich, daß die mitspielen würden.
Eigentlich brauch ich kein Sport. Jeda wilde Arzt, der mich untasucht, fracht mich, ob ich Sport treibe, weil Herz und Lungen anscheinend in gutem Zustand sind. Daß man einfach jeden Tach körperlich tätich iss, scheint in dieser nich nur klimatisch schwierigen Pseudo-Zivilisation schon ungewöhnlich geworden zu sein. Nur diese elenden Vertigo-Anfälle gehn mir auf die Nerven, aba die solln was mit den Ohren zu tun ham, und als Ohr hat man es ja hier nich leicht.

Vorschlach

Wie konnte das passieren?

Ehefrau

Nein, tot isse nich, meine Ehefrau. Wir ham sowieso beschlossen, daß ich zuerst sterbe, denn ohne meine Sponsorin und Dolmetscherin würd ich hier ne Menge Probleme kriegen. Man hat sie nur in som Spa mit irgendwas einbalsamiert. Iss wie mit die Religion. Nützt zwar nix, weil man hinterher im günstigsten Fall genauso aussieht wie vorher, aba soll irgendwie gut tun. Muß man sich ma vorstellen: Draußen wissen die Armen nich, wiese die pulsa für ihre Handphones bezahlen, und drinnen lassen sich diese Luxus-Matronen mit Kakao-Erotik einbetonieren. Ich bin zwar auch ab und zu in diesen Schönheits-Absteigen zu Gast, aba nur um mir was wechschneiden zu lassen, was ich nich brauche, oda ich laß mich dort n bißchen verlöten.
Doch wer konnte ahnen, daß es ma soweit kommen würde. 37 Jahre mit der selben Frau zusammenzuleben, iss ja sowieso ne Aufführung mit Übalänge. Außadem iss sone Ehe ja ein Vertrag, bei dem sich zwar die Vertrags-Partner und die Verhältnisse ändern, aba nich der Vertrag. Wie son Spar-Vertrag mit Festzins. Da müßte man doch eigentlich n paar schleichende Anpassungs-Klauseln gleich von vornherein mit reinschreiben. Zum Bleistift: Texten während gemeinsamer Mahlzeiten im Restaurant führt zu Zwangsteilnahme bei den „Anonymen Zwitscherern“ (sofern die nich auch schon von Christen untawandert sind) oda Scheidungs-Grund. Vorsätzlich hellblau werden auch. Damals, als wir uns kennenlernten, war mir schon klar, daß ICH der Wilde bin, aba sie stammte immerhin aus dem passenden Ambiente. Hab ich mir ja auch nich vorstellen können, wie das mal von Handphones und Boom-Boxen pervertiert werden würde.