Toter Lump

krebstod

Wieder ein Lump weniger, der mich bereits während der Bauarbeiten für mein Haus betrog. Zusammen mit seiner Frau bildete er ein kriminelles, verbeamtetes Duo, das immer auf der Flucht vor seinen Gläubigern war. Beim „Schatzsuchen“ wurde es sogar selbst von Kriminellen betrogen, die noch raffinierter vorgehen. Die einzigen „Schätze“, die dabei gefunden werden, sind die verlorenen Investitionen der Dummen. Gesessen haben beide schon. Über derartig skrupellose Menschen sagt man hier, sie hätten keine Galle. Zumindest er hatte nun auch keine funktionierende Lunge mehr. Seit Jahren versucht meine Ex ihr verlorenes Geld wiederzubekommen und verfolgte diese Betrüger bis ins Krankenhaus, wo der erheblich jüngere Mann ohne fühlbaren Puls mit vollgelaufener Lunge verröchelte, und sie sollte beraten, was man noch tun könne. Den Kopf höher für bessere Atmung ging nicht mit dem kaputten Bettgestell. Doch sei es Tradition in diesem kranken Haus, in dem auch ich gründlich gequält worden bin, bei Verstorbenen einen Wiederbelebungs-Versuch zu unternehmen. Also brachte man kein Brett, das man in D unterlegt, sondern ohne Eile einen Stuhl, auf den der Arzt kletterte, um dem schon 3min Toten von oben die Rippen zu brechen. Auf der Intensiv-Station in D war das meiner Ex beim Pressen des Brustkorbs wiederholt gelungen, weshalb sie auch abriet von dieser sinnlosen Maßnahme – und der Arzt stieg wieder vom Stuhl. Doch ein EKG mußte noch sein: perfekt gerade Linie. Dann bekam er ein ehrenvolles Begräbnis im prunkvollen Sarg. Zwar weiß jeder, was für ein Ganove er war, dieser Bau-Unternehmer und höherer Beamter, doch auch eng verwandt mit der regionalen Regierung, die von einer wegen Korruption Vorbestraften angeführt wird. Sein Bruder hält das qualvolle Sterben des Lumpen für eine Folge seiner Taten.

Es geht aufwärts. Die Betrüger sterben aus oder bekommen ein staatliches Zimmer im „Hotel Gratis“, die Straßen werden besser und die Polizei auch. Für den endlos bürokratischen Prozeß der Erlangung indonesischer Staatsbürgerschaft benötige ich u.a. ein polizeiliches Führungs-Zeugnis. Hatte ich schon, war jedoch inzwischen älter als 3 Monate. Ich mit mikro und zu Fuß hin zum Hauptquartier der Polente kurz vor Airmadidi, bei der Wache mein Anliegen erläutert, durch die Gänge zur INTEL-Abteilung, meine Unterlagen vorgelegt, 3 Paßfotos abgegeben, 10min gewartet, ~2Euro13 bezahlt, Zeugnis unterschrieben und mitgenommen, nach Hause gefahren. Alles alleine hingekricht! ZUM 1.MAL!!! War ein echtes Erfolgserlebnis.
Im Warteraum ein wandfüllendes Banner: BESTECHUNGSFREIE ZONE! Das ist ernstgemeint. Na also! Die indonesischen Verwaltungs-Beamten nehmen fast keine Schmiergelder mehr an.
Sie lassen sich jetzt pulsa für ihre Handföne schicken.

Fotos: Alles, was uns fertichmacht, aus dem Wartezimmer eines Dorf-Arztes, mit dessen Verschreibungen man SEHR vorsichtich umgehen muß, und der Schmetterling des Todes (Acherontia lachesis).

Trost

solace

Charles Ambrose: „I have no interest in playing God. As far as his work is concerned, I’m not impressed.“

Kein Trost weit und breit. Schon gar nicht durch den gleichnamigen Film (2015). Ich krich schon zu viel, wenn ich diese stereotypen Schießbereitschafts-Positionen auf den DVD-Covern sehe. Mit Anthony Hopkins als „Seher“ und Colin Farrell als Killer Charles Ambrose sollte man etwas Qualität erwarten können, stattdessen beamt einen das Machwerk mindestens 2000 Jahre in der Geschichte der menschlichen Rationalität zurück. Wenn man den Kritikern der Video-Shooter und deren Kurzschlüssen folgt („nicht zu bezweifeln, daß das unerträgliche Ausmaß von gewaltverherrlichenden Spielen im Internet auch eine schädliche Wirkung auf die Entwicklung gerade junger Menschen hat“), müßten auch solche idiotischen Filme zu mörderischen Taten führen. Rein mengenmäßig ist dieses Genre im indonesischen (illegalen) Angebot überrepräsentiert, weil die Wilden mit anspruchsvollen Filmen nix anfangen können. Jeder kennt den Verkaufsort der Raub-Kopien, aber solange die Polizei vom Verkäufer gut bezahlt wird, verfolgt sie nicht. Zum Glück, denn sonst gäbe es nur ein von islamistisch Verklemmten zerschnipseltes Angebot. Und so komme ich wenigstens in den Genuß der Original-Stimmen.
Als es noch keine Shooter sondern nur solch unerträgliche Charaktermasken wie Filbinger, Strauß und Springer gab, kamen auch Amokläufe vor. Vielleicht nicht so viele, weil niemand auf die Idee kam, überall in der Welt ein bißchen Krieg zu spielen. Und die Täter waren nicht so jung, weil man ihnen nicht schon mit 18 eine Persönlichkeit zubilligte sondern erst mit 21. Als ich mit Mühe 21 erreicht hatte, senkte man die Volljährigkeits-Grenze auf 18. SOO gemein!
Auch „Counter-Strike“, das angeblich alle Amokläufer spielen, liefert keine Erklärungen. Ich habe es selbst gespielt, und es hat mich nur frustriert, weil ich immer an irgendwas hängenblieb und nich weiterkam. Genauso könnte man behaupten, daß es ohne diese kathartischen Spiele viel mehr Straftaten gäbe. Bevor überhaupt Computer für alle existierten, habe ich mir in der Metall-Werkstatt der Staatlichen Kunsthochschule in Braunschweig eine unbrauchbare Gaspistole aufgebohrt, um es damit einem Messer-Stecher heimzuzahlen, der mich mal angegriffen hatte. Leider bin ich ihm nich mehr begegnet.
Wenn jetzt auch noch die Depressiven ins Radar geraten, die ihren Kummer eher nach innen richten, wird es vielleicht mehr Unbehandelte geben. Sicher ist, daß der Pokemon-Wahn allein in Nordsulawesi bereits 3 unaufmerksame Todesopfer gefordert hat. Sollte man also schleunigst verbieten!

fbipok

Sonderbar finde ich auch, wie man „Antara News“ (Indonesien) und CNN aufsuchen muß, um klare oder überhaupt Bilder der Täter zu bekommen.
Und JEDER, der zu meiner Zeit Beamter werden wollte, wurde vom Verfassungs-Schutz durchleuchtet, die führenden Hochstaplerinnen Deutschlands jedoch offensichtlich nicht. Merkwürdich!

Lieba Herr Bundesinnenminista,
meine Frau macht mich depressiv, und ich besitze eine Machete, mit der ich meine 6 Ziegen versorge. Was sollich tun? Sollich lieba Pokemon spielen? Ich will das aba nich mit meinem Handphone tun, weil ich das Ding HASSE! Obwohl ich damit ganich telephoniere, sondern es nur als leichten Fotoapparat im Rucksack mitführe, verbraucht es heimlich pulsa wie ein Spielautomat.
(Englischer Untertitel in dem norwegischen Film „The Last King“, der im 13.Jahrhundert spielt: „Don’t use the phone!“)

Amok

amok

Es könnte eine indonesische Erfindung sein, zumindest handelt es sich um einen Begriff aus dem malaiischen Kultur-Bereich. Er paßt zu Kulturen, in denen man so lange alles runterschluckt und lächelt, bis das Faß überläuft. Der Unterschied zum Westen besteht also nur in einer Mengen- und Zeit-Verschiebung: Man erduldet länger, explodiert dann jedoch um so heftiger. Genau meine Situation. Unterstützt wird das Phänomen durch Überbehütung und Verwöhnung bis zum 5./6. Lebensjahr und das Fehlen einer Streit-Kultur.
Im indonesischen Wörterbuch taucht dieser psychische Entlastungs-Mechanismus als amuk auf. Gesehen habe ich das mindestens einmal, als wir noch im „Rattenloch“ wohnten. Hier in der Regel in Verbindung mit Drogen-Konsum. „Amucklaufen (Amoklaufen, vom javan. Wort amoak, töten), eine barbarische Sitte unter mehreren malaiischen Volksstämmen, zum Beispiel auf Java, besteht darin, daß durch Genuß von Opium bis zur Raserei Berauschte, mit einem Kris (Dolch) bewaffnet, sich auf die Straßen stürzen und jeden, dem sie begegnen, verwunden oder töten, bis sie selbst getötet oder doch überwältigt werden.“ Wobei hier das Trägheit fördernde Opium als unpassende Droge erscheint. Man benötigt eher etwas Speedigeres. Wenn die Information stimmt, daß der Täter von München vorher einen Internet-Account hackte und zum Besuch des späteren Tatorts aufforderte, handelt es sich nicht um die explosionsartige Tat eines Amokläufers sondern um Kalkül, das sich nicht grundsätzlich vom gefälschten Lebenslauf einer Politikerin unterscheidet. „Die Definition der WHO wird in der sozial-wissenschaftlichen Forschung jedoch mittlerweile als unzureichend wahrgenommen. Es gilt heute als empirisch abgesichert, daß eine Vielzahl der Taten nicht impulsiv stattfindet, sondern oft sogar über mehrere Jahre hinweg detailliert durch die Täter geplant wurde.“
Typisch an der allgemeinen Verwirrung ist auch der pervertierte Täterschutz: Dame Künast denkt zuerst an den Täter, nicht an seine Opfer (Warum hat man den armen Mann gleich erschossen?), merkt dann jedoch zu spät, wie sich Twitter eher für geistich Verkürzte eignet. Wahnsinnige sind in D perfekt geschützt. Deshalb geht auch die Aufforderung zum Melden von psychisch Auffälligen gewaltig in die Irre. Psychisch Gestörte müssen erst etwas Straffälliges anrichten, bevor die Polizei eingreifen darf. Weil der Täter nicht zurechnungs- und damit nicht straffähig ist, übergibt sie den Täter jedoch – da nicht zuständig – den Medizinern. Ist der Schub des Irren gerade abgeklungen, können die Psychologen eventuell nichts feststellen und lassen ihn laufen. Dann kann er sich die vornehmen, die ihn meldeten. In einer Untersuchung von 1993 waren 44,9% der Täter gar nicht psychisch erkrankt. Genauso kann eine abgedrehte Ehefrau ihren weitgehend normalen Mann zum finalen Akt motivieren – oder die deutsche Bürokratie. „Wichtige Gemeinsamkeiten zwischen einheimischen und malaiischen Amokläufern scheinen die «Alienisation», also die Grundbefindlichkeit, sich ausweglos in einer fremden und feindlichen Welt zu fühlen, sowie das berufliche und/oder private Scheitern als akuter Auslöser zu sein.“
Ob IS-Bezug oder nicht, die sicherste Art, noch mehr solche Happenings zu erleben, ist die Ausweitung des militärischen Engagements im Ausland unter Leitung falschspielender Kriegs-Minister und -Ministerinnen. An den Reaktionen leiden dann unschuldige Zivilisten in D.

sicherheit