Der häßliche Indonesier

staatsterror

„Maske aufsetzen!“ mahnte der Busfahrer. Er hatte seine am Kinn und rauchte. „Gleich!“ antwortete ich und trank erstmal meine Sojamilch. Danach hängte ich sie mir um den Hals, weil unterwegs mit Polizei-Kontrollen zu rechnen war. Die korrupten Staatsdiener hatten sich jedoch schon zum Mittagessen entfernt.
„Wo sind die Toten?“ fragen Laden- und Restaurant-Besitzer, die unter dem neusten Aktivismus der staatlichen Terroristen leiden. In ganz Indonesien totaler Lockdown ab 20Uhr und Maskenpflicht. Die Wohnbereiche nachts zugesperrt. Sehrlautsprecher-Durchsagen wie zum Weltuntergang durch Grippe. Es war mir schon aufgefallen, daß ich tagelang keinen Terror-Sound mehr hörte. Ganz ungewöhnlich ohne Ramadan. „Bald sind WIR tot – nämlich pleite!“
Gerade sah ich ein virales Video auf YouTube: Ein junger Motorrad-Fahrer ohne Maske wird in Jakarta von einer hirnlosen Meute aus Soldaten, uniformierten Polizisten und Zivil-Bullen brutal in die Mangel genommen und angeschrien. Doch dann stellt sich heraus, daß der Bursche anscheinend für die Regierung arbeitet. Immerhin gab es Protest gegen die polisi arogan, der zuständige Polizei-Chef entschuldigte sich mit miskomunikasi, was mit Sicherheit NICHT zutraf – und am nächsten Tag passierte mir fast das gleiche in Airmadidi.
Natürlich war ich ohne Maske zu Fuß unterwegs, ohne irgendeinen Kontakt zu anderen, als ich plötzlich hinter mir ein wüstes Geschrei hörte: Ich solle eine Maske aufsetzen! Ich ging einfach weiter, doch folgten mir einige laut schimpfende Männer, und als ich immer noch nicht reagierte, verstellte mir ein blonder Maskierter ohne Sicherheits-Abstand brüllend den Weg: Wenn ich mich in Indonesien aufhielte …, und WIR trügen hier Masken! – Daß man mit Maske überhaupt so laut schreien kann!
Ein blonder Indonesier hat entweder eine hier nicht seltene Pigmentstörung, oder er möchte kein Indonesier sondern eher irgendein westlicher Star sein. Durch den Einsatz von Farbe dokumentiert er die Unzufriedenheit mit seinem Status. Dieser besaß weder kulturelle Identität noch Uniform oder sonstige offizielle Kennzeichen. Neben mir ein kurzer, dicker Zivilist, der auf seinem HP rumfummelte und etwas von Anzeige quaselte.
Da ich einen Haufen Geld im Rucksack hatte, das auf einer Polizeiwache leicht hätte verdunsten können, durfte ich bei dem Überfall nichts riskieren. Auch wirkte der Blonde wie unter Kokain, und dieser Gruppen-Angriff erinnerte mich gleich stark an meinen letzten K.O.. Ich zog also meine mit einem Lötkolben durchlöcherte und noch nie gewaschene Maske raus, doch bevor ich sie anlegte, fragte ich den Wilden, ob er auch normal sprechen könne. Seine Antwort bestand nur aus heftigem Gebrüll, doch gab er mir den Weg frei.
Wie brutal diese überaktiven Covidioten sind, deren Dummheit offensichtlich und deren Legitimation mehr als fraglich ist, hat sich schon rumgesprochen. Man empfiehlt mir, bis zum 20. nicht mehr in Airmadidi einzukaufen. Nun, da wäre dann wieder dieses Dilemma: Soll ich auch was Virales auslösen, oder mich lieber in meinem Tempel zur heiligen Einfalt verkriechen? Zum Schaf eigne ich mich jedenfalls nicht. Über die politischen Tricks der Pseudodemokraten wurde ich schon als Schüler am Gymnasium informiert. Damals waren es immer die anderen.
Und dann fiel wieder der Strom aus. Da war ich total daungelockt.

Ein Gedanke zu „Der häßliche Indonesier

  1. Pingback: Opfer und Täter zugleich | Flaschenpost

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