Reinigung des Misthaufens

benedikt

YouTube:

Hallo Tom,
unser Team hat deine Inhalte geprüft und leider festgestellt, dass sie gegen diese Richtlinien verstoßen: Richtlinien zu Hassrede. Wir haben darum folgende Inhalte von YouTube entfernt:
Video: Nigger Rap
… Inhalte, in denen Gewalt gegen Einzelne oder Gruppen verherrlicht oder dazu aufgerufen wird, sind auf YouTube verboten. Wir erlauben auch keine Inhalte, in denen aufgrund der Zugehörigkeit zu einer geschützten Gruppe Hass auf Einzelne oder Gruppen geschürt wird.

Meine Beschwerde:
Das Gefühl, hier mit einer Maschine zu kommunizieren, entsteht dadurch, daß offensichtlich kein Mensch als Zensor tätig war, denn der hätte gehört und gesehen, wie mein Video lediglich eine Busfahrt dokumentiert. Wenn in der überlauten, unindonesischen Musik der Begriff „Nigger“ auftaucht (Nicht in diesem Ausschnitt!), erhebt sich die Frage: Warum bezeichnen sich Neger selbst als Nigger? Das will ich hier nicht klären, sondern nur verdeutlichen, wie mir jener optische und akustische Manierismus zuwider ist. Daß er sich international überhaupt so verbreiten kann, ist eine Auswirkung des großen Misthaufens YouTube, in dem man nicht nur Aufklärung sondern auch jede Menge Dreck findet. Wie YouTube mit der Bereinigung überfordert ist, zeigt diese Zensur-Maßnahme deutlich. Hierzu ein aktuelles Zitat aus dem „Spiegel“:
„Das Vorgehen des Konzerns (Walmart) ist symptomatisch für die Debatten nach der El-Paso-Attacke. Anstatt die Wurzeln des Problems zu bekämpfen, folgen kosmetische Änderungen, die vor allem Handlungswillen demonstrieren sollen.
… El Paso wird zudem als Steilvorlage für unpopuläre Maßnahmen genutzt, die ohnehin geplant waren – wie die zunehmende Überwachung sozialer Netzwerke. Neue Analysewerkzeuge sollen etwa mutmaßliche Attentäter online entdecken, bevor sie zuschlagen – ob das funktionieren kann, ist aber höchst umstritten. Und das FBI hat etwa eine Ausschreibung für ein Social-Media-Werkzeug veröffentlicht, mit dem Profile, Netzwerke, Kontaktdaten, Standorte und Beziehungen von Zielpersonen durchforstet werden sollen.“

Natürlich ließ sich das gar nicht an YouTube senden, weil die Beschwerde nur 300 Zeichen enthalten darf.

15 Gedanken zu „Reinigung des Misthaufens

  1. You are right about the focus being on the wrong issues. However, the racial tension in the US is so fragile right now that YouTube, Twitter and the like are being extremely cautious. A word that is flagged is the one that you mention. Even though black rap singers use that term to refer to each other, it is considered inappropriate for non-black people to do the same. No, it is not logical but that is how it is.

  2. It’s all about business and money. If words have to be regulated, there is something very wrong in a society which can’t be fixed. I saw on YouTube such Gangsta-Rap songs with stupid gestures and outfit. For me this is absolute low level culture – which is copied everywhere in the world. I learned these days about the term „Wigger“ which is used in Lousiana for „white nigger“. They would have to delete a lot more, but like WordPress they don’t realy care about their customers.

  3. I am intrigued by the ways in which society is, or pretends to be, offended by certain words but then after enough time has elapsed those words become part of the general lexicon. In the past we have gasped at words related to God and religion, body parts, sex, and so on. Eventually, a lot of those words have become just ordinary.

  4. The words „god“, „wonder“ and „resurrection“ should be forbidden, because they are not connected to reality.
    Besides: I tried to left a like on your site. It didn’t work – like on other sites too.

  5. Hallo Tom,

    wäre ich nicht ich, sondern die, müsste ich Dir in etwa schreiben:

    Du hast immer wieder wertvolle indonesische Menschen als „Wilde“ bezeichnet und sie dargestellt, als seien sie dumm und kriminell. Du hast sie in übelster Weise beschimpft und hast durch Deine gehässigen Hetzreden die Leser Deines Blogs zu Hass und Gewalt gegen sie angestachelt. Ein moralisch überlegener, guter Mensch wie ich bemerkt beim Lesen Deiner miesen, rassistischen Propaganda allerdings sehr schnell, woher der Wind weht und wes Geistes Kind Du bist: Du bist der typische Herrenmensch, der ausbeuterische Kolonialist, die brutale, überhebliche Dumpfbacke, die mal mit plumpen Naziparolen, mal mit raffinierten, heimtückischen Verleumdungen um sich schmeißt und im Geheimen die Abschaffung der Demokratie bezweckt! Alles an Deinen Posts ist widerlich – man denke nur an die Verherrlichung der Arbeit und des Fleißes: Das ist ja so typisch für Euch Nazis! Gegen dieses braune Gesocks, gegen Dich, müssen wir gemeinsam aufstehen und klare Kante zeigen! #gegenRechts #Antifa #Wirsindmehr #noAfD #wähltuns

    😉

    Viele Grüße, Frank

    Das ist einfach zu gut, Frank, um es nicht zu veröffentlichen. Ich hätte, wie ein Frank in Thailand, sie auch treffender „Wirre“ nennen können, aber jener Begriff gilt doch zu umfassend für die ganze Welt. „Wilde“, das sind Menschen, die gerade vom Baum gestiegen sind, aber schon ein HP und eine Super-Baß-Anlage bedienen können. Ihr Verhältnis zur Natur ist nicht das esoterisch westliche, sondern ein Baum bringt Geld, Wasser Fische und entsorgt den Müll, Warane und Rallen kann man essen, Stille ist unangenehm. Daß sie noch nicht früher alles vernichtet haben, liegt nur daran, daß sie keine Bagger, Motor-Sägen und Musik-Anlagen besaßen. Ihr Verhältnis zu anderen Rassen ist durch Klischees bestimmt. Weiße bringen Geld, aber auch lästige Vernunft, noch Schwärzere gehören nicht hier her. Der hiesige Wilde war nie der gute Indianer wie Winnetou sondern in der Regel noch eine Stufe dümmer als der bekloppteste Deutsche. Natürlich gibt es auch nette Wilde, die eine echte Beziehung zu mir wollen und nicht nur auf Geld hoffen. Falls ich mal einen treffe, sag ich Bescheid.

    Schönen Gruß und weiterhin viel Erfolg beim Umbau der Welt
    Tom

  6. …hab Dir gestern noch Ton zu dem Bild geschickt (.m4a, 700 kb), aber Fehlermeldung kam zurück… seitdem kommen Fehlermeldungen zurück, wenn ich Dir an Deine Emailadresse schreibe/antworte…

  7. Nein, auch nur Text kommt nicht mehr durch von mir zu Dir. Deshalb schreibe ich ja hier, unangenehmerweise. Heute ist von Dir angekommen „wahrscheinlich zu gross für Mail“, ich hab „test“ geantwortet, aber es kam gleich wieder die Fehlermeldung zurück. Anscheinend blockiert Dein Emailprovider irgendwie meinen, das ist so seit der Tondatei, die übrigens kleiner war als das davor durchgekommene Bild. – Schau mal nach. Ich kann das Problem hier (auch aus Zeitgründen) nicht lösen, nicht verstehen. (Andere Möglichkeit: Wenn Du eine andere Emailadresse bei anderem Provider hast, probier mal die, dann antworte ich Dir auf die; wenn es dort funktioniert, dann muss sich keiner von uns mit der lästigen Technik beschäftigen. Mir ist das grade jedenfalls echt zu viel.)

  8. Du schickst hier als Kommentar über WordPress an meine Mail-Adresse! Das Bild hattest Du direkt an Outlook geschickt. Das ist ein Unterschied! Probier’s mal ohne WordPress!

  9. Nein, hab immer, wiederhole, immer direkt an Deine Outlookadresse geschickt, auch vorhin nochmal versucht, wieder Rückläufer bekommen. Ja klar, außer diese Kommentare jetzt da oben, die hab ich über meinen Browser hier reingeschrieben, weil es keine andere Möglichkeit gab, Dich zu erreichen, und WordPress hat sie Dir weitergeleitet. So viel hab ich jetzt verstanden und noch ein bisschen mehr. Bin jetzt dran an dem Problem, hab gerade die in den Rückläufern beschriebene komplizierte Prozedur durchlaufen, also an meinen Provider geschrieben mit der Bitte, das Problem zu beheben. Falls das nicht zur Lösung führt, wir warten einfach ein paar Tage ab jetzt, musst Du doch mal Deinem Provider auf den Zahn fühlen. Du hast mich ja nicht blockiert, hoffe ich doch, aber Dein Provider muss wohl meinen Provider blockiert haben, in der Annahme, ich hätte einen verbrecherischen Dateianhang versendet. Microsoft hält vielleicht Apple-Dateien für verbrecherisch? Na, wie auch immer, der Ton zu dem Bild war mit Sicherheit kein wirkliches Verbrechen. Peace!

  10. Junge, Junge, wenn ich gewusst hätte, dass meine kurze Zwischen-Tür-und-Angel-Ton-Aktion so einen Rattenschwanz hinter sich herziehen würde, hätte ich nichts gemacht. Also, gerade eben ist eine Antwort gekommen. Viel Spaß beim Lesen:

    „Wir bedauern, dass Sie Schwierigkeiten beim E-Mail-Versand haben. Der
    Betreiber des Mailservers des Empfängers nimmt Ihre Nachricht nicht an,
    da sie über einen Mailserver eingeliefert werden sollte, der auf einer
    Blockliste steht. Leider ignoriert er dabei aber, wenn Server auch auf
    Whitelists stehen, was man als Konfigurationsfehler ansehen kann.

    Wir möchten vorausschicken, dass es unsererseits keine Möglichkeit gibt,
    die Betreiber anderer Mailserver (etwa auf dem Rechtsweg) zu zwingen,
    E-Mails unserer Kunden anzunehmen. Hier ist jeder Administrator eines
    Mailservers sozusagen sein eigener kleiner König.

    Insofern Sie den Empfänger auf einem anderen Wege erreichen können,
    sollten Sie ihn über das Problem informieren, damit er sich an den
    zuständigen Support wenden und um Abhilfe bitten kann [Hab ich gemacht. F.]. Schließlich hat
    der Empfänger im Gegensatz zu Ihnen und uns ein Vertragsverhältnis mit
    dem Betreiber des Mailservers und kann zumindest darauf hinweisen, dass
    an ihn gerichtete persönliche Nachrichten abgewiesen wurden.

    Unabhängig davon werden wir natürlich versuchen, uns mit dem Betreiber
    des Mailservers in Verbindung zu setzen, um eine möglichst dauerhafte
    Lösung zu erreichen. Es besteht jedoch eine gewisse Wahrscheinlichkeit,
    dass auch unsere eigenen Mitteilungen blockiert oder ignoriert werden.

    Letztlich ist jedoch allein der Betreiber des empfangenden Mailservers
    für die Nichtannahme verantwortlich. Dies ist sogar ein offizieller
    Internet-Standard der ‚Internet Engineering Taskforce (IETF)‘, welche
    die RFCs und BCPs hütet. Hier ein Zitat:

    It is the responsibility of the system administrators who
    adopt one or more DNSBLs to evaluate, understand, and make a
    determination of which DNSBLs are appropriate for the sites
    they administer. If you are going to allow a third party’s
    information to guide your filtering decision-making process,
    you MUST understand the policies and practises of those third
    parties because responsibility for filter decisions remains
    ultimately with you, the postmaster.

    Quelle: http://tools.ietf.org/html/rfc6471#section-1.2

    Übersetzung:

    Es liegt in der Verantwortung des System-Administrators, der
    eine oder mehrere DNSBLs (‚Blacklists‘) verwendet, zu prüfen, zu
    verstehen und festzustellen, welche DNSBL angemessen ist für die
    Sites, die er administriert. Wenn Sie dabei sind, einem Dritten
    zu erlauben, den Entscheidungsprozess für das Filtern an Ihrer
    Stelle wahrzunehmen, dann MÜSSEN Sie die Grundsätze und Praktiken
    dieser Dritten verstehen, weil die Verantwortlichkeit für
    Filterungen allein bei Ihnen, dem Postmaster, liegt.“

    So weit aus der Mail. Tom? Aufwachen! Tom? Hallo! Hallo? Jetzt ist der eingeschlafen…

  11. Lieber Tom,
    sehr schönes Bild.
    Vorhin kam die übliche Benachrichtigungsmail an mich, dass Du einen neuen Blogeintrag gepostet hast. Ich habe gleich eine Testmail zu Dir geschickt, um zu sehen, ob das Problem behoben wurde. Nein, es kam wieder die Fehlermeldung zurück, wie bisher. Bis jetzt hat dieser Kommunikationsweg immer problemlos funktioniert, also können wir nicht sagen, dass Apple und Microsoft sich nicht mögen und das das Problem ist. Von meiner Seite aus habe ich alles getan, um das Problem zu lösen, mehr kann ich nicht tun. Das Problem besteht zwischen Deinem und meinem Provider. Genauer: bei Deinem Provider, wie wir jetzt wissen. Um es zu lösen, musst Du nur an den Postmaster Deines Providers schreiben (Emailadresse geht wahrscheinlich etwa so: postmaster@tomsprovider.irgendwo, das kannst Du leicht herausfinden) und ihm mitteilen, dass Emails von meiner Adresse fälschlicherweise blockiert werden. Sollte ich Dir diesen Aufwand nicht wert sein, würde mir das Leid tun, denn ich fand es immer sehr schön, einen Freund genau auf der anderen Seite der Erdkugel zu haben. Wenn das nächste Mal wieder eine Benachrichtigung darüber kommt, dass Du einen Blogeintrag gepostet hast, werde ich wieder eine Testmail schicken. Sollte sie durchkommen, ohne dass wieder eine Ablehnung zurückkommt, werde ich sehr gerne weiterhin Abonnent Deines hochinteressanten Blogs bleiben.
    Alles Gute, Frank

  12. Frank, wir leben im Zeitalter unzureichend funktionierender Software bei gleichzeitig größtem Kommunikations-Optimismus. Lösch erstmal die automatische Benachrichtigung und schau lieber ab und zu vorbei. Gerade hat W10 wieder verschlimmbessert. Es ist nicht zu begreifen. Immer wieder poppt ein Text auf: Es gäbe (tatsächlich nicht zu findende) Probleme mit meinem Microsoft-Account. Likes kann ich nicht auf jeder Seite loswerden, und wenn ein „follow“ nur mit Email-Benachrichtigung funktioniert, bin ich gleich wieder weg. Aber jeden Tag Werbemails: Ich solle endlich für WordPress zahlen. Nur noch eine Frage der Zeit, bis sie mich erpressen. Dann ist hier Schluß. Schon W7 hat alle meine Bedürfnisse erfüllt, zurück kann man jedoch nicht. Und wenn erst alles vernetzt ist, beginnen die großen Daten-Crash-Katastrophen. Dann fangen die Staubsauger und Mähmaschinen an, ihre Eigentümer anzugreifen, die Kühlschränke liefern Karaoke, und die Klima-Meßgeräte fackeln die Wälder ab.
    Zusätzlich verkompliziert sich die Angelegenheit noch durch die Fehler, die man selbst macht. Denn wenn Du das Bagger-Foto meinen solltest und nicht das geklaute Papst-Foto, hast Du im falschen Post geantwortet.
    Was gut funktioniert, ist Spam. Z.B. werden mir immer wieder Brautkleider angeboten.

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