Police Service

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1 Stop („One Stop“) war es tatsächlich, und zwar ein totaler, und am Ende statt „Service“ wieder eine Niederlage.
Nur wenige Tage vorher hatte ich mich vor einer ~3x4m Sperrholz-Bruchbude ohne sanitäre Versorgung – aber mit 12500Watt Baß-Anlage – im benachbarten Indianerlager aufgebaut und höflich um weniger Lärm gebeten. Dem waren die mindestens 4 Bewohner auch gleich nachgekommen, jedoch startete der Papua am folgenden Tag einen erneuten Terror-Angriff. Als gegen 9:30 der „Sound-Check“ mit einem Donnerschlag begann, ging ich sofort hin. Bereit, mich diesmal nicht nur beleidigen zu lassen, sondern den Papua sofort anzugreifen. Leider kann ich dafür meine linke Hand nicht mehr zur Faust ballen, weil der kleine Finger seit einem Sichelschnitt steif ist. Bedauerlicherweise war der Papua nicht anwesend oder schlief seinen Rausch aus, und so verwarnte ich nur die professionellen Musik-Terroristen mit ihrer Rock-Konzert-Anlage, die leider immer kleiner, billiger und leistungsfähiger werden. Danach gab es bis 14Uhr eine merkwürdige Ruhe, die sich jedoch als Stromausfall erklärte. Doch als sich die Terroristen einen Generator besorgt hatten, brach die Hölle los. Zwar nur 75Dezibel in 200m Entfernung, also noch unterhalb von Gehörschädigung (ab 84), doch vibrierte mein Fußboden so, daß mir im Liegen das Gehirn schlackerte. Um 23:15 war fast vorschriftsmäßig Schluß, und Dank des Stromausfalls hatte ich nicht die vollen 13Std. Party erleiden müssen. Gegen Ende beschäftigte ich mein müdes und überreiztes Gehirn mit einem YouTube-Video über weibliche australische Gefängnis-Insassen. Da berichtete eine, die in Selbstjustiz einer randalierenden Frau mit einem Baseball-Schläger den Kopf eingeschlagen hatte, daß bei solchen sozialen Dissonanzen die Polizei vorher gar nicht erschiene.

rumshaus

Am nächsten Tag fuhr ich mit meiner Ex zur Polizei-Zentrale in Airmadidi, um mich darüber zu beschweren, daß der zuständige Beamte seit dem Vorfall im Januar untätig geblieben war (Der Mann ist nicht mehr auffindbar, sein Telefon nicht aktiv.). Das hatte Jahre vorher schon mal Erfolg gehabt, und die korrupte Polizei-Station in meinem Dorf war heftig angepiekst worden.
Typisch in solch einem Polizei-Laden ist es, daß man seine Geschichte mindesten 3x erzählt, weil völlig unklar bleibt, wer eigentlich zuständig ist, sich jedoch alle für den Ausländer interessieren. Der erste war ein Beamter in Zivil, der mit seinem HP spielte und nicht zuzuhören schien, während meine Ex berichtete, jedoch immer wieder sachfremde Fragen stellte. Dann verwies er uns an den eigentlichen Sachbearbeiter, der mit geröteten Augen hinter seinem Monitor saß. Einerseits sind diese Beamten überlastet, was ihre Abwehr aller Fälle ohne Blut erklärt, andererseits lungern immer weitere Beamte offensichtlich beschäftigungslos herum (hier waren es 3 zusätzliche), so daß man eher den Eindruck von Organisations-Chaos bekommt. Der Arbeitsplatz vor dem Command Center SS war von einem mit seinem HP spielenden Kind besetzt.
Nachdem der anscheinend übermüdete Beamte meinen bereits auf einem PC-Stick vorhandenen Text in seinen Computer aufgenommen hatte, und wir von einem anderen Beamten (als Kläger!) fotographiert worden waren, folgten wir ihm über einen Hinterhof zur Rückseite des Gebäudes. Das Durchqueren der Polizei-Station wird durch das vergitterte Gehege für die gut sichtbaren Gefangenen verhindert. Wir betraten einen mit Personen und Schreibtischen überfüllten Raum, in dem es vor Spannung zu knistern schien. Dort sollte ein 3. Beamter mit uns reden, den ich auf den ersten Blick in einer wüsten Stimmung erkannte. Neben mir hockten 2 Wilde auf dem Fußboden, und es blieb weitgehend unklar, wer hier Polizei, Kläger oder Krimineller war. Der mißgelaunte Beamte wechselte mit uns in ein leeres Zimmer, wo er uns ungestört auf untypische Weise grob zusammenstauchen konnte. Schon weil ich den Beklagten nur als „orang Papua“ bezeichne! Hat der Mann keinen Namen? Wo sind die Zeugen? Fotos, Videos? So könne die Polizei selber Schwierigkeiten bekommen, wenn sie den falschen Papua ergriffe. Und wenn ich mich beschweren wolle, solle ich das in meinem Dorf tun. Auf wiedersehn!
Die Zeiten, wo man diskret einen Umschlag über den Tisch schob, und der Beamte fragte, wie lange der Übeltäter denn in der Zelle bleiben solle, sind offensichtlich vorbei, und das Unvermögen, mit kleinen Fällen umzugehen, erreicht langsam internationalen Standard (17% Aufklärung bei Diebstahl in D).
Na gut, wenn mich das nächste Mal ein Wilder heimtückisch angreift, werde ich gleich mit 2 Zeugen erscheinen (NIEMAND hätte den Mut, sich nachts mit einem Pulk betrunkener Orang Utans anzulegen!), den Täter während der Tat filmen und nach seinem Namen fragen. Und ich werde dafür sorgen, daß Blut fließt!
Wieder eine Schlacht verloren, doch der Krieg mit dem Papua ist noch nicht zuende. Schon 2x erfuhr ich, daß sich dieser bekannt hochnäsige Mann bei seinen Alkohol-Exzessen auch mit Verwandten streitet, ihnen sogar gekaufte Schläger androht! Und dem Kritiker die Existenz-Berechtigung abzusprechen, ist eine ganz miese Tour. Das gilt auch für deutsche Regierungs-Präsidenten!
Draußen stoppte uns ein neugieriger Beamter in Zivil und fing an, auf deutsch zu stammeln: „DU-U-U! BISS!“
„… alles“, ergänzte ich.
„ALLES!“
„… auf der Welt,“ fügte ich hinzu.
„Peter Maff-Ei!“
„Genau!“ bestätigte ich die eigentliche indonesische National-Hymne.

Im chinesischen Restaurant fand dann der Chef, der in Braunschweig gearbeitet hatte, daß ich wie ein typischer Deutscher aussähe.
Auf der Rückfahrt im mikro am Straßenrand eine wüst schreiende Frau mit verdrehten Augen, die von Umstehenden gehalten wurde. „Besessen!“ urteilte eine hinter mir Sitzende.
Auf dem Rückweg von der Bushaltestelle eine relativ hübsche, aber pummlige junge Frau, die mich wie eine Prostituierte lächelnd und winkend mit „Good morning!“ anschmierte. Das war gegen 15:30. Immerhin nicht die Verrückte aus dem Indianer-Lager, die neulich beim Tanzen im Supermarkt ausgerutscht ist. Als ich sie das letzte Mal nachmittags traf, wobei sie mich grundsätzlich mit „Good morning!“ grüßt, hatte sie gerade einen Schuh verloren. Und gestern ist sie auf dem Markt geschlagen worden.

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Ein Gedanke zu „Police Service

  1. Mail from Randolph, Louisiana:
    „Yes, here the booming sound from auto sound systems is my biggest annoyance too. It’s a black thing …“Listen to me! I’m in your face and there’s nothing you can do about it!“. But the white kids like to do it too. We call them Wiggers (can you figure out why?). Even in Kaliningrad City I heard them.“

    „Wigger“ = white nigger

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