Christenverfolgung – ein Oster- und Weihnachtsmärchen

Beichtstuhl

„Indonesien ist das Land mit der größten muslimischen Bevölkerung der Erde. Beten Sie, daß die vielen indonesischen Muslime Jesus kennenlernen.“ https://www.opendoors.de/christenverfolgung/weltverfolgungsindex/laenderprofile/indonesien

Um 1850 war die imperialistische Eroberung des Pazifiks abgeschlossen und die ganze Region von christlichen Eiferern in Missionars-Protektorate eingeteilt. Doch wiederholt sich heute diese menschliche Tragödie in allen noch nicht erlösten Weltteilen. Wobei es nicht auf das weltliche Wohlergehen der Menschen ankommt, sondern auf das Sammeln von Seelen um jeden Preis für deren erfolgreiche Auferstehung. Sichtbar in einem der miesesten Krankenhäuser Nordsulawesis, dem katholischen in Lembean, während die Kirchen- und Verwaltungsbauten der Katholiken an Prunk kaum zu übertreffen sind. Selbst in D ist es lange Zeit gelungen, karitative Leistungen als dem Christentum eigen zu verkaufen, obwohl deren Finanzierung überwiegend vom Staat erschnorrt wird. Nirgendwo in den „christlichen“ Stamm-Ländern gibt es Verfolgung. Allerdings in Ländern wie China, Indien und Indonesien, in die sich christliche Eiferer (oft sogar illegal) eingeschlichen haben, um subversiv jene Gesellschaften in ihrem Sinne umzugestalten. Plötzlich wird Toleranz und Religions-Freiheit von denen gefordert, die jahrhundertelang genau dies keinem Andersdenkenden zugestanden haben. Die Vernichtung indigener Völker hat besonders in Südamerika, wo mehr als 300 meist amerikanische Sekten operieren, inzwischen dazu geführt, daß wettkampfmäßig arbeitende Missionare des psychischen Terrors, körperlicher Grausamkeiten und der Versklavung der Eingeborenen zugunsten wirtschaftlicher Vorteile angeklagt wurden.
Eine besonders aktive Gruppe ist die amerikanische „SIL International“ (Summer Institute of Linguistics). Ihr Ziel ist es, die Bibel in die jeweilige Landessprache zu übersetzen, um so die vorhandene Kultur besser aushebeln zu können. Unter dem Vorwand linguistischer Studien und Erziehung, haben diese Presbyterianer letztlich nur die kulturelle Überwältigung und Umformung indigener Völker im Sinn.
Mit der gleichen Methode betätigt sich die amerikanische „New Tribes Mission“, die sich inzwischen „Ethos360“ nennt. Diese Sekte fiel besonders durch sexuellen Missbrauch unangenehm auf. „Deeply religious organizations are great places for pedophiles to hide. The culture of silence was built into the training. Do not gossip, do not speak about anything that doesn’t edify. It’s just a recipe for abuse,“ erklärte eins der Opfer. „They failed to protect everybody after us. Because these men are still out there. I haven’t lost my trust in God. I lost my trust in people that claim to be godly.“
In Nordsulawesi sollen etwa 30 verschiedene christliche Gruppen um die Seelen der Wilden konkurrieren. Dabei benutzen die Adventisten das Thema gesunde Ernährung als Vehikel für ihre totalitäre Unterwanderung. Wer beklagt, daß solche Fanatiker beim Kirchenbau behindert werden (Wieviel bayrische Dörfer enthalten Moscheen?), kennt Sulawesi nicht und hat noch nicht neben einer der extrem zahlreichen gewohnt. Die Katholiken sind ziemlich still, die evangelistischen Ekstatiker schreien wie die Irren, und die Protestanten machen u.a. jeden Montag per Sehrlautsprecher deutlich, worum es diesem Konzern wirklich geht: Für das ganze Dorf – inklusive muslimischer Mehrheiten – wird verlesen, wer am Sonntag wieviel gespendet hat. Sind die Christen jedoch mit ihren schamanistischen Ritualen beschäftigt, stellen sie Schilder mitten auf die Straße, auf denen Störung durch Hupen verboten wird.
Was da stattfindet, ist nicht Verfolgung sondern Kulturkampf. Söderer gibt es überall in der Welt. Jedoch ist das Anmissionieren von Menschen, die schon eine Religion besitzen, in Indonesien verfassungsgemäß verboten. Christen, denen ihr eingebildeter Gott befohlen hat, dagegen zu verstoßen, landen eventuell im Gefängnis. Das sind die Verfolgten.

Quelle: Norman Lewis, „Die Missionare“, 1992

https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/terroranschlaege-in-sri-lanka-um-gottes-willen-16161739.html

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