Schöne Männer

behindert

Normalerweise müßte diese Frisur zum sofortigen Entzug der Fahrerlaubnis führen, aber eine solche besitzen viele indonesische Verkehrs-Teilnehmer erst gar nicht. Dieses Foto wurde von einem gewissen Johnny Andrean in einem Donut-Laden in Manado kostenlos verbreitet und soll als „Inspiration“ dienen. Es zeigt, wie die Wilden versuchen, richtich modern auszusehen. Dazu gehören oft noch Arm- und Bein-Tätowierungen mit dem optischen Reiz schwerer Verbrennungs-Narben, für die man zumindest Teilentblößungen braucht, wie man sie schon länger von der weiblichen Schlampe und vom Dalai Lama her kennt.

teilentbloessung

Ich wundere mich immer wieder, daß so total überflüssige Berufe wie Friseur und Priester und so total überflüssige Produkte wie Donuts nicht einfach vom Markt verschwinden. Aber der Mensch braucht Abwechslung für sein oft dürftich ausgestattetes Gehirn. Besonders die Industrie benötigt sie als Konsum-Anreiz, und so hat es selbst die Nazi-Frisur wieder in die identitäre Mode für Alpha-Männchen geschafft. Der zeitgenössische Mann mit eingedoster Lebenswirklichkeit will einen „mood eksentrik“. Wenigstens den mood, obwohl die internationale Mode dafür sorgt, daß er seine regionale Individualität gründlich an der Kasse abgibt, um im internationalen Einheits-Brei unterzutauchen. Und so kommt es dazu, daß der moderne indonesische Mann im karierten Hemd rumläuft und ich mit aufwendig gewebten ethnischen Mustern – wofür ich von den Wilden gelegentlich gelobt werde.

finally

Werbeanzeigen

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.