In der Hölle

freiehoelle

‚Choose life‘ was a well meaning slogan from a 1980’s anti-drug campaign and we used to add things to it, so I might say for example, choose designer lingerie, in the vain hope of kicking some life back into a dead relationship. Choose handbags, choose high-heeled shoes, cashmere and silk, to make yourself feel what passes for happy. Choose an iPhone made in China by a woman who jumped out of a window and stick it in the pocket of your jacket fresh from a South-Asian firetrap. Choose Facebook, Twitter, Snapchat, Instagram and a thousand others ways to spew your bile across people you’ve never met. Choose updating your profile, tell the world what you had for breakfast and hope that someone, somewhere cares. Choose looking up old flames, desperate to believe that you don’t look as bad as they do. Choose live-blogging, from your first wank ‚til your last breath; human interaction reduced to nothing more than data … Choose unfulfilled promise and wishing you’d done it all differently. Choose never learning from your own mistakes. Choose watching history repeat itself … Choose disappointment and choose losing the ones you love, then as they fall from view, a piece of you dies with them until you can see that one day in the future, piece by piece, they will all be gone and there’ll be nothing left of you to call alive or dead. Choose your future … Choose life.
T2 Trainspotting (2017)

„NEREKA ITU NYATA“. Die Hölle gips wirklich! Wände dich beeilst, könnteste am 27. Mai einen Zeugen in Manado sehen und hören, der sie erlebt hat. Bei freiem Eintritt! Latürnich geht ein Klingelsack rum, der nich klingelt, weil Münzen nichts mehr wert sind. Könnt ich auch auftreten. Die letzten traumatischen Jahre warn nix anderes. Aba mich würdense nich nehmen als Höllenzeuge, weil ich zu anderen Schlußfolgerungen komme. Außadem hasse ja die Hölle eventuell nur in deiner persönlichen Gehirn-Suppe, und die musse auslöffeln, anstatt auf den Erlöser zu warten, den dir der Pope vakaufen will. Vielleicht meinte das auch die „Manado Post“, die titelte: „Rajin Status, Malas Kerja“.

faul

Statt zu arbeiten, prüfen die faulen Arbeiter, Angestellten und Beamten ihren Status in den sozialen Medien. Sofern sie sich übahaupt am Arbeitsplatz aufhalten. Eine Arbeits-Woche sieht so aus:
Am Montag muß man ersma zum Fahnenhissen und Appell auf dem sonnendurchglühten Platz vor der Arbeitsstelle militärisch geordnet antreten. Wenn der Vorgesetzte da zu 30 Untagebenen spricht, braucht der heutzutage ein Mikrofon. Danach iss man erschöpft – auch von den Nachwirkungen des Wochenendes – außadem iss dann schon fast Mittach. Da man bis dahin schon 2x gegessen hat, muß das alles ersma verdaut werden, und denn will man ja erzählen, was so am Wochenende passiert iss. Wobei die Moslems zwischendurch auch ma inne Moschee vorbeischaun.
Am Dienstach könnte man eigentlich arbeiten, aba denn iss einem Mitabeiter die Oma gestorben, und da müssen alle hin und der toten Oma was vorsingen.
Wäre noch der Mittwoch, oda hat da jemand was von Feiertach gesagt? Zum Bleistift Tach der völligen Ruhe auf Bali. Oda Kartini-Tach für die Frauen-Emanzipation, wo die sich in enge traditionelle Sarongs und weniga traditionelle Pömps pressen und viel singen.
Am Donnerstach wird jetz aba wirklich gearbeitet – sofern nich der Schtrom ausfällt. Dann geht latürnich kein Komputa mehr. Ärgerlich iss, wie denn auch das Internet nich funktioniert, und man nich ma seinen Status übaprüfen kann. Seit Indonesien digitalisiert wird, läßt man einfach die Komputa arbeiten. Die essen, singen und beten nich und können imma – sofern Schtrom da iss.
Freitach könnte man ansich abeiten, zumindest halbtags, denn mittachs gehn alle Moslems inne Moschee. Der Freitach iss nämlich deren Sonntach.
Am Samstach arbeiten erbebliche Segmente des international verwirrten Christentums nich, weil das angeblich so inne Bibel steht. Was soll man sich eigentlich unta einem „Seventhday Florist“ vorstellen? Verkauft der samstags keine Blumen? Oda nur an Adventisten? Tja und denn iss auch schon wieda Sonntach. Und im Fastenmonat Ramadhan arbeitet es sich latürnich ganz schlecht – was sich von den restlichen Monaten jedoch nich wesentlich untascheidet.

Und was geht sonst noch nich? Verkehrsregulierung durch Ampeln. Staunend stelle ich fest, daß mir plötzlich vor der Mega Mall in Manado ein leuchtend rotes Männlein das Überqueren des 4-spurigen Boulevards verwehrt. 4-sprurich bedeutet: 4 Autos und 5 Motorräder nebeneinander. Da iss latürnich schlecht rübakommen. Aba üba dem roten Männchen werden mir Sekunden angezeigt, wann das Männchen grün wird: 3 – 2 – 1 – los! Für alle Fälle kucke ich mir ersma die 9 Verkehrsteilnehmer an, die herangebraust kommen. Ich kenn ja die Wilden schon länga. Niemand hält. Ein paar Tage später probier ich es nochmal. Gleiches Ergebnis. Auch die Fußgänger ignorieren die Ampel. Jetz ignorier ich se auch.

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