Salz, Klopapier und kein Pfeffer

salzklo

Es gibt so viele gute und interessante Filme des Regisseurs Werner Herzog (*1942), daß „Salt and Fire“ (2016) verblüfft in seiner Miserabilität. Als Einführung für einen Parteitag der Grünen würde er sich vielleicht eignen, schnitte man alle Szenen mit Schauspielern raus. Schon wenn deutsche Schauspieler englisch sprechen, knackt es, doch warum müssen sie in typisch deutscher Film-Manier so hölzern agieren? Das ist dann doch wohl eher ein Problem des Regisseurs. Kann mich an keinen Film erinnern, wo sie so bemüht an der Kamera vorbeizusehen versuchen. Veronica Ferres ein Auslauf-Modell, dagegen Michael Shannon pure Verschwendung für dieses Produkt, dessen kapitalistischer Hintergrund vielleicht des Rätsels Lösung ist. Die finanziellen Produktions-Bedingungen von kulturellen Leistungen werden ja viel zu selten untersucht.
Wenn Schauspieler wie aus dem Globetrotter-Katalog ausgerüstet, trotz schwierigster Bedingungen, sauber wie gebügelt durch den Film laufen, auch virilste Männer sich grundsätzlich nicht zu rasieren brauchen (Shannon wirkt, als ob er unter Mottenfraß leidet), weiß ich: Glaubwürdigkeit war dem Regisseur nicht wichtig. Oder wollte Herzog auch mal einen von diesen Filmen drehen, in denen vermummte, schwarze Männer mit Schießeisen rumlaufen? Ich mag es inzwischen nicht mehr sehen. Immerhin gelungene Produkt-Plazierung, obwohl ich die Marke von Veronicas Servierbrett, das nie aufgeladen werden muß, nicht erkennen konnte.
Jedenfalls, Herr Herzog, eine Flasche Sekt auf einem selbstfahrenden Rollstuhl in die Salzwüste zu schicken, reicht heutzutage nicht mehr. Anrührend zwar die Idee mit den 2 fast blinden Jungs, die auch gleich ihr Lego mitgebracht haben, aber wenigstens hätte man noch einen Hund dazusetzen sollen.

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6 Gedanken zu „Salz, Klopapier und kein Pfeffer

  1. heute binnich mal erster; opp mir das gefällt, kann ich natürlich nicht sagen! genau so isses!

  2. …ich kanns nicht sagen, weil bei „gefällt mir“ (wo ich mal erster sein wollte) doch nix gesprochen/geschrieben wird … und den leica-button hab ich nicht! das meinte ich mit „soisses“

  3. Warum einfach, wenns auch kompliziert geht. Ich vastehs nich, was Du da schreibst. Du hast keinen Leiker-Button? Wie sollste auch! Oda hasse den nich gefunden? Oda was?
    Dieser Post hat doch n Inhalt. Statt Dich damit auseinandazusetzen, was man ja eigentlich nur kann, wenn man auch den Film gesehn oda ähnliche oda gegensätzliche Erfahrungen gemacht hat, fängste imma wieda mit Deinem Knopf-Problem an. Das hat sowas Geriatrisches! Dir scheint nur wichtich zu sein, imma wieda Dein grundsätzliches Unwohlsein mit den Zuständen in sozialen Medien auszudrücken. Damit rennste bei mir offene Türen ein, hat aba nix mit meinem Thema zu tun. Wer oda was hindert Dich denn daran, zu schreiben, oppes Dir gefällt oda nich und warum? Zwingt Dich doch keina, hier irgendwas zu drücken.

  4. nur e r s t e r wollte ich mal sein, aber ah, jetzt hab ich es verstanden, ne post hat natürlich immer einen inhalt; also geh ich ins kino und dann les ich, was du geschrieben hast über das, was ich gesehen haben werde! und erst dann schreibe ich wieder, hoffentlich geht davon auch mein „knopf-problem“ weck …
    ansonsten wirds hier wärmer und lange wecke blätter werden gerade anne bäume wieder drangemacht…
    und sorry wenn ich gerry atrisch sein sollte…dem rutscht manchmal im gespräch auch sowas raus wie mir als mich vorhin der verkäufer fragte: „möchten sie ne tüte oder geht das so mit?“
    da sagte ich „also zu erstens …. “ + “ und nun zu zweitens ….“;
    so wars! iss ziemlich naheliegend was man da sagt, wenn man sowas gefragt wird; manche finden es witzich, andere nicht! was die doppelte frau maschmeyer anbetrifft, kann ich aber heute schon sagen, dass ich auf „veronica“ tippe, ne „monika“ isse mit sicherheit nich! da hab ich nich lange für gebraucht oppwohlse in deiner post maso & maso heißt.

  5. Siehste, SOWAS wünscht man sich: Du machst mich aufen Fehler aufmerksam, den ich gleich korrigiert hap, und denn krich ich noch Zusatz-Informationen, zum Bleistift üba diesen Maschmeyer und seinen betrügerischen Finanzfilz, der zwar u.a. Thema im Film iss, aba Veronica privat anscheinend nich stört. Darüba und üba meine Erfahrungen mit selbst organisierter Rente unta Zuhilfenahme der Finanz-Mafia könnt ich gleich wieda n Post schreiben. Und denn iss das ja auch interessant, wiede selbst beim Einkaufen so kompliziert bist. Ich hap das in D auch so gemacht, daß ich genau reagiert hap auf das, was die Leute so dahersagen. Hier geht das nich wegen der Sprache, und weil die Wilden für Ironie gakein Hirn ham.
    Ich muß ganich ins Kino gehn, wo man erfrieren kann. Ich kauf in Manado illegale Difidies annem Stand für ~70Cent und kuck mir die Flachfilme auf meinem großen Flachschirm an. Und hinta dem Schirm befinden sich meine Teiche und meine selbstgepflanzten Bäume. So kann ich, wenn der Film nix taucht, gleich was Wirkliches sehn und hören. Warm isses dauernd, aba die Blätter sind auch ziemlich locker.

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