Nigger Rap

niggerbus

Ich bin ganich so allein, wie man imma denkt, und Körperkontakt happich auch. Wenn allerdings die Schülerin auf dem Foto ihren übakräftigen Untaschenkel langsam gegen den meinigen drückt, hat das nix zu bedeuten. Sie iss nur eingeschlafen. Männer tun das auch. Auf die Signale ihres Handföns reagierte sie nich mehr. Man kann schon froh sein, wenn ihr Kopf nich auf meina Schulter ruht, und ihre schönen langen Haare im Fahrtwind mein Gesicht kitzeln.
In dem Schrott-mikro gab es keinen mit Plastikkrokodilhaut bezogenen Sitz, der nich von Schülern hinten aufgeschlitzt, die hier genauso blödsinnich sind wie in D. Meist iss der mikro-Himmel noch flächenfüllend mit Filzstift bekritzelt. Da Freitach Nachmittach, befanden sich die Moslems schon inner Moschee, und der Bus leert sich normalerweise, je näher wir meinem Dorf kommen, das so ziemlich das Letzte iss.
Auf dem Rückweg von Manado, wo ich mich ma wieda sattgegessen, begann mich ein schräg hinta mir sitzender penetranter Wilder in schwer verständlichem Indonesisch und noch schwerer zu verstehendem Englisch auszufragen: Nationalität, Vorname, Nachname, Beruf – das Übliche eben. Donald Trump sei ja auch deutscher Abstammung, meinte er. Der wär aba doof, erwiderte ich. „Wär iss jur schörts?“ fragte er weiter. Wieso? Das hatte ich doch an. Ich wollte schon antworten, daß ich zuhause noch ein paar im Schrank hätte, als mir bewußt wurde – er meint „church„! Natürlich, die wichtigste Frage für die christlichen Heuchler, die morgens beten und abends betrügen. Nachdem ich mich als Buddhist geoutet hatte, war ich nich mehr so interessant.
Als ich in Manado einstieg und neben der Schülerin platznehmen wollte, lag ihr Ohrstöpsel-Kabel auf dem Sitz. Sie entfernte es aba noch rechtzeitich. Dann schlief sie ein. Mir iss auch früher schon von Frauen bestäticht worden, daß ich eine sehr beruhigende Wirkung auf sie hätte. Wenn ich mich allerdings hier öffentlich rumtreibe, reagieren sie oft ziemlich fickerich und rufen „OH MY GOD!“ und solche Sachen. Weiß nich, woran das liegt. Da ich aufgrund der letzten Terror-Jahre nun so alt aussehe, wie ich wirklich bin, müßte das eigentlich ma aufhören. Neuerdings stellen sie fest, wenn ich mich mit meinem Rucksack den Berg raufquäle: „Aduh kasian! Ach-jeh! Da geht der arme Mann alleine einkaufen!“ Iss ja schon schlimm, daß ich keinen öffentlichen Platz zum Beten hab.
Der Fahrer, ein mickriger Mann mittleren Alters, paßte ganich zu der „Musik“, mit der er seine Fahrgäste mittels Sehrlautsprechern massierte: Ein Rap, in dem jeder Satz mindestens einen der Begriffe „nigger“, „bitch“, „dick“ oder „fuck“ enthielt. Mit Sicherheit hatte der Schrumpfkopf keine Ahnung von dem ordinären Inhalt, aber es tut weh, noch nich schulpflichtige Kinder bei passenden Körper-Bewegungen zu beobachten, die sie offensichtlich im TV gesehen haben. Der global gleichschaltende Nigger-Rap fügt sich wie angegossen in die primitiv-moderne „Kultur“ der Wilden. Beim nächsten begann ich dies kulturelle Ereignis mit meinem Handfön zu filmen (Für die rechte Stimmung drehe man Lautstärke, Höhen und Bässe auf Maximum. Viel iss viel gut!).
Wie mich diese manierierte Nigger-Gangster-Kultur ankotzt, hab ich bereits an anderer Stelle ausgedrückt. Und wenn man in Philadelphia, New Orleans oder San Francisco beobachtet, daß die Anhänger jenes Drecks überwiegend Neger sind, und davon doppelt so viel wie Weiße in Gefängnissen sitzen – latürnich alle untadrückt und unschuldich – bleibt es nich beim Vorurteil. Entsprechend hob sich mein Adrenalin-Spiegel als der Kleingeist seine „Musik“-Anlage kurz vor der Ankunft auf Trommelfell zerbröselnde Lautstärke aufdrehte. „Da bin ICH!“ zeigt das üblicherweise an. In Manado schon verboten, im anarchischen Umland noch übliche Praxis um Kunden auf sich aufmerksam zu machen. Meist haben die Fahrer einen speziellen Knopf für diese „Hier bin ICH!“-Fanfaren. DAS war mir dann doch zu viel, und ich brüllte los: „HEY, HEY, HEY! KALAU PONGO CARI DOKTOR!“ Das iss Manado-Dialekt, den ich nur vom Hören her kenne, weil es keine Lehrbücher gibt, und bedeutet: Wenn Du taub bist, such nen Doktor!
Da drehte das erschrockene Männlein sein Terror-Gerät gleich runta, ohne sich selbst zu drehen, und die Schülerin, die sich zum Aussteigen schon nach vorne gesetzt hatte, sich – mich angrinsend – zu mir nach hinten.
Nieda mit die Niggas!
Jäh, Männ!

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3 Gedanken zu „Nigger Rap

  1. Ha, ha, ha, wie immer ein köstlicher Kommentar. Voluminöse Unterschenkel, die nach Berührung hecheln, eine aufgeschlitzte Sulawesische Affenschaukel mit Rap Musik – lach mich weg und der schwerhörige Busfahrer fährt wie ein Henker. Langweilig wird es da nie.
    Nun wünsche ich dir ein schönes Osterfest, es scheint aber nur zweibeinige weibliche Hasen in deiner Umgebung zu geben – oder?

  2. In den „Antara News“ las ich gerade über eine tautologische „Cathedral hurch“. Gemeint iss „church“. Es iss ja alles soo schwer mit die Reljon. Schräge Vögel wie ich feiern latürnich übahaupt nich Ostan und wärn froh, wenn die Wilden es leiser tun würden. Darüber und über Ostahasen informiert gleich mein nächster Blog-Eintrag. Ich muß nur noch die Telefon-Leitung reparieren lassen, die durch meinen Dschungel wackelkontaktet …
    Wo hab ich denn das letzte Mal meine Kabelzange abgelegt???

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