Blatt vor dem Mund

blattfall
Was tun, wenn jemand stürzt? Das scheint mir in D – abgesehen von den Syrern – momentan das größte Problem zu sein. Wer auf einem laubbedeckten Gehsteig stürzt und sich verletzt, weil er keine Schuhe zum Gehen besitzt oder einfach dermaßen degeneriert iss, daß er sich kaum noch latürnich bewegen kann, hat nich in jedem Fall einen Rechtsanspruch. Im Streitfall prüfen Richter, was zum Sturz geführt hat. Nach gängiger Rechtsprechung gilt: Wer in einer Wohngegend mit Gärten wohnt, muß die Blätter des Nachbarn in Kauf nehmen – schließlich tragen die Bäume auch zur Wohn-Qualität bei. Na sowas! Hier fallen meine Blätter gleich mehrmals im Jahr runta, und ich hab nich die Zeit, sie wieda anzukleben. Deshalb verfüttere ich die Ketapang-Blätter an meine Ziegen, ärgere meine Katze damit oder rutsche einfach darauf aus. Die Nachbarn hassen meine Bäume – wie in D auch. In Indonesien, dem Land des sensationellen Gemeinschafts-Gefühls, schmeißt man nich nur Blätter zum Nachbarn übern Zaun, auch seinen Müll – sofern man ihn nich gleich morgens anzündet, solange er noch schön feucht iss. Vollgekackte Windeln, Seifenlauge, Schweine-Kot und Teich-Schlamm leitet man einfach weita an den hoch geschätzten Nächsten. Wenn man darüber übahaupt redet, dann in richtigem Indonesisch. Nich wie Nasimi, deren sebstbewußtes Gestammel wahrscheinlich so langsam Standard in D wird: „Ich frage mich wie zahlen genug Steuer ,
Zweitens die Bäumen sind auf die Straße die sind nicht von mir und auch nicht von der Nachbar ,daher habe ich keine Zeit für so was
Viele Grüße“

 

6 Gedanken zu „Blatt vor dem Mund

  1. sowas wie app wort „indonesien“, davon gips aus deim gutem grund viel im block, sowas meinte ich bezüglich „idee“ nach dorthin, alles andere las ich aba auch gern, will jetz & hier nur nich zuviel schreim, weilde mir gesacht hass, dasses üplich so nich geet, nur der echtblocka wem alles gehört, fasst sich lang!
    soviel doch: im vorigen lehm leepte ich als maulwurf untatage; in diese heimat meiner frau war ich als taube ausgewandatt; mir war war ganich klaa, dass und wie ich aus dunkel-grund ein blocker wurde; viele taube schriem mir als leicas mit druckknopf, dass ihnen meine haufen so gut gefallen; und irnkwann wurde mir klar, was da fürn irrtum vorlag;
    aber ich erinnatte mich gern: im flug was tot aal flaches scheißen, das hatte was!

  2. Es gibt kein voriges Lehm! Wascheinlich hasse was Falsches getrunken. Schreiben kannste hier so viel, wiede willst. Das wa eher n Stil-Problem.
    Ich mein, dieses „ich wollte ganich“ soll ja sone Art kritisches Bewußtsein suggerieren, was bei meiner Frau übahaupt nich vorhanden iss. Deshalb fälltse ja auch auf jeden Betrüga rein. Ich hab zum Bleistift vor Baubeginn gesacht, daß dieser Platz noch zu nah an die Zivilisation dran iss, und das Dorf kann sich eigentlich nur noch in unsere Richtung entwickeln. Nein, hatse erwidert, hier warn schon imma Reisfelda, und das wern auch imma Reisfelda bleiben. Und 3x darfste raten, in welche Richtung sich das Dorf mit einer Dynamik entwickelt hat, die selbst ich nich erwartet hab.
    Aba das eigentliche Problem liegt ganz woanners: Es gibt praktisch keine Frauen für Waldschrate. Und die wenigen, die auch rumschraten, wolln lieba alleine walden. Meine Frau will statt dessen n großes Auto mit Schoför, der sie zur Mall zum Taschen-Kaufen bringt. So ging das etwa los mit ihrer Betrügerei. Da hatse den ersten Kriminellen ohne mein Wissen als Fahrer engagiert und ihm n Haus finanziert, obwohl hier eigentlich jeda weiß, was der Mann für ein Lump iss. Für diesen kranken Lebens-Stil brauchtese mehr Geld, und jetzt isse pleite. Und ich will lieba im Schlamm wühlen. Außadem bin ich gern kreativ und drück nich Tach und Nacht auf Knöpfen rum.

  3. Kann das sein, daß die Dame so jung iss, dasse ganich merkt, wiese was rausgefunden hat, was schon längst bekannt? Schon Meister Bankei (1622-93) war der Ansicht, daß Frauen recht leicht die Fassung verlieren: „Selbst unbedeutende Dinge reichen aus, euch in Aufregung zu versetzen und euren ungeborenen Buddha-Geist in einen Streitenden Geist, in ein unwissendes Tier oder einen von Begierden getriebenen Hungrigen Geist zu verwandeln, so daß ihr dann allerlei verschiedene Formen annehmen müßt.“ Die falsche Identität (Ihr Ziel iss Bali, weil Bali das eigentliche Paradies.) ist für mich kein Problem, weil der Schlamm, die Ziegen, die Würgefeigen real sind.

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