Erfolgreich betrügen mit WOOP

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Wer ist der Erfolgreichere, der Opti- oder Pessimist? Negative Gedanken machen krank – heißt es. Positive Denker füllen ganze Blogs mit ihrem Optimismus. Oft mit der Unterstützung irgendeiner „Hope„-Religion, für die geworben wird, zumindest aber liefern sie erbauliche Sinnsprüche. Der Pessimist hat alle Fehler und möglichen Unfälle bereits in Rechnung gestellt. Er verhält sich vorsichtig. Rückschläge können besser gemeistert werden, ein glücklicher Ausgang des Unternehmens überrascht nur positiv. Die Optimistin leidet an wishfull thinking: „Während uns positive Träume zwar dabei helfen können, kurzfristiges Leiden zu mindern und in ausweglosen Situationen beharrlich zu bleiben, führen sie langfristig dazu, daß man frustrierter und unzufriedener ist und seine Ziele weniger erreicht. Es ist nämlich tatsächlich so, daß die Freude, die wir aus den positiven Fantasien ziehen, uns im Geiste schon unsere Wünsche erfüllen läßt und dadurch die Energie raubt, die wir bräuchten, um unsere Ziele auch im wirklichen Leben mit all den Herausforderungen und Hindernissen zu erreichen.“ So Gabriele Oettingen, Professorin für Psychologie in New York und Hamburg. „Häufig werden wir in unserem Alltag nahezu überschüttet mit dem Ratschlag: ‚Denk positiv!‘. Von der Pop-Musik über politische Reden bis hin zur Werbung – die grundsätzliche Botschaft ist meist dieselbe: Schau auf das Positive, sei optimistisch und konzentriere Dich auf Deine Träume. Und unabhängig davon, ob wir uns dafür motivieren wollen, abzunehmen, auf eine Beförderung im Beruf hinzuarbeiten oder einen Marathon zu laufen: Es wird uns immer wieder weis gemacht, daß es das Beste sei, uns ganz auf unsere Wünsche zu fokussieren, um diese auch tatsächlich zu erfüllen.“ Wer ausschließlich positiv denkt, muß dazu wesentliche Teile der Realität ausklammern und hat – so behaupten Forscher – weniger Erfolg. Einer euphorischen Erwartung hinsichtlich des Erreichens des angestrebten Ziels folgt oft der Katzenjammer, weil das Handeln von Fantasien bestimmt ist. Ein Beispiel: Wer erfolgreich seinen Partner betrügen und ihn verlassen will, braucht eigenes Geld. Laut Ratte hamstert das eine Mehrheit der armen, immer unterdrückten Hausfrauen heimlich. Verliehen mit 20% Wucher-Zinsen im MONAT verdoppelt sich das Vermögen in weniger als einem halben Jahr – theoretisch. Allerdings leihen nur die Geld, die keins haben, und ein halbes Jahr später auch nicht das Doppelte. Die Optimistin wird sich nicht einmal um Sicherheiten kümmern, denn sie ist ganz erfüllt von ihren Träumen. Am Ende ist alles verloren: Partner, Geld, eventuell die erträumte Zukunft, sicher aber Integrität. Erni hat einem Verwandten erklärt, wie man reich wird: „Du mußt betrügen!“ Seit dem wird sie von ihren Gläubigern gejagt, und Meister-Lügnerin Linda sitzt schon zusammen mit zahlreichen Bekannten und Verwandten für 3 Jahre im Gefängnis. „Die Lösung ist nicht, das Träumen und positive Denken aufzugeben. Vielmehr können wir unsere Fantasien am besten nutzen, indem wir ihnen das entgegenstellen, was die meisten von uns zu ignorieren oder zu vernachlässigen gewohnt sind: die Hindernisse, die uns im Wege stehen.“ Träume wie „Ich will raus!“ und „Ich will immer das Andere!“ kann man nur mit WOOP verwirklichen: Wish-Outcome-Obstacle-Plan. Dem bestmöglichen Ergebnis werden die Hindernisse entgegengestellt: „Raus“ ist kein realistisches Ziel. Wo raus, wo rein? Immer das Andere zu wollen, hebt sich als Leitfaden für Handeln selbst auf. Mit den Zielen stimmt also etwas nicht, und der Wenn-Dann-Plan kann so nicht gelingen. Mentale Hindernisse stehen dem im Wege und sind letzlich der Grund für das konfuse Empfinden, (wieder!) irgendwo drin zu sein, wo man nicht selber reinwollte.
Dagegen kann man mit und über WOOP erfolgreich ein weiteres überflüssiges Buch für die Lebensberatungs-Branche veröffentlichen.

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