Trost

solace

Charles Ambrose: „I have no interest in playing God. As far as his work is concerned, I’m not impressed.“

Kein Trost weit und breit. Schon gar nicht durch den gleichnamigen Film (2015). Ich krich schon zu viel, wenn ich diese stereotypen Schießbereitschafts-Positionen auf den DVD-Covern sehe. Mit Anthony Hopkins als „Seher“ und Colin Farrell als Killer Charles Ambrose sollte man etwas Qualität erwarten können, stattdessen beamt einen das Machwerk mindestens 2000 Jahre in der Geschichte der menschlichen Rationalität zurück. Wenn man den Kritikern der Video-Shooter und deren Kurzschlüssen folgt („nicht zu bezweifeln, daß das unerträgliche Ausmaß von gewaltverherrlichenden Spielen im Internet auch eine schädliche Wirkung auf die Entwicklung gerade junger Menschen hat“), müßten auch solche idiotischen Filme zu mörderischen Taten führen. Rein mengenmäßig ist dieses Genre im indonesischen (illegalen) Angebot überrepräsentiert, weil die Wilden mit anspruchsvollen Filmen nix anfangen können. Jeder kennt den Verkaufsort der Raub-Kopien, aber solange die Polizei vom Verkäufer gut bezahlt wird, verfolgt sie nicht. Zum Glück, denn sonst gäbe es nur ein von islamistisch Verklemmten zerschnipseltes Angebot. Und so komme ich wenigstens in den Genuß der Original-Stimmen.
Als es noch keine Shooter sondern nur solch unerträgliche Charaktermasken wie Filbinger, Strauß und Springer gab, kamen auch Amokläufe vor. Vielleicht nicht so viele, weil niemand auf die Idee kam, überall in der Welt ein bißchen Krieg zu spielen. Und die Täter waren nicht so jung, weil man ihnen nicht schon mit 18 eine Persönlichkeit zubilligte sondern erst mit 21. Als ich mit Mühe 21 erreicht hatte, senkte man die Volljährigkeits-Grenze auf 18. SOO gemein!
Auch „Counter-Strike“, das angeblich alle Amokläufer spielen, liefert keine Erklärungen. Ich habe es selbst gespielt, und es hat mich nur frustriert, weil ich immer an irgendwas hängenblieb und nich weiterkam. Genauso könnte man behaupten, daß es ohne diese kathartischen Spiele viel mehr Straftaten gäbe. Bevor überhaupt Computer für alle existierten, habe ich mir in der Metall-Werkstatt der Staatlichen Kunsthochschule in Braunschweig eine unbrauchbare Gaspistole aufgebohrt, um es damit einem Messer-Stecher heimzuzahlen, der mich mal angegriffen hatte. Leider bin ich ihm nich mehr begegnet.
Wenn jetzt auch noch die Depressiven ins Radar geraten, die ihren Kummer eher nach innen richten, wird es vielleicht mehr Unbehandelte geben. Sicher ist, daß der Pokemon-Wahn allein in Nordsulawesi bereits 3 unaufmerksame Todesopfer gefordert hat. Sollte man also schleunigst verbieten!

fbipok

Sonderbar finde ich auch, wie man „Antara News“ (Indonesien) und CNN aufsuchen muß, um klare oder überhaupt Bilder der Täter zu bekommen.
Und JEDER, der zu meiner Zeit Beamter werden wollte, wurde vom Verfassungs-Schutz durchleuchtet, die führenden Hochstaplerinnen Deutschlands jedoch offensichtlich nicht. Merkwürdich!

Lieba Herr Bundesinnenminista,
meine Frau macht mich depressiv, und ich besitze eine Machete, mit der ich meine 6 Ziegen versorge. Was sollich tun? Sollich lieba Pokemon spielen? Ich will das aba nich mit meinem Handphone tun, weil ich das Ding HASSE! Obwohl ich damit ganich telephoniere, sondern es nur als leichten Fotoapparat im Rucksack mitführe, verbraucht es heimlich pulsa wie ein Spielautomat.
(Englischer Untertitel in dem norwegischen Film „The Last King“, der im 13.Jahrhundert spielt: „Don’t use the phone!“)

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