Alfred in Manado

ARW

Alfred Russel Wallace,1823-1913 [Übersetzung aus dem Indonesischen]:

Ich hatte mich schon einige Tage in Kupang aufgehalten, als ich mich erneut in die nordöstliche Region nicht weit von Sulawesi begab. Im Verlauf der Reise hielt ich mich auf Banda, Ambon und Ternate auf. Am 10. Juni 1859 traf ich in Manado ein und wurde freundlich von Herrn Tower empfangen, ein Mann englischer Nationalität, der schon lange in Manado wohnt, wo er fast jede Art von Geschäft betreibt. Er stellte mich Herrn L. Duivenboden vor (dessen Vater ein Freund von mir auf Ternate ist). Er schätzt die Natur-Geschichte sehr. Herr Tower machte mich auch mit Herrn Neys bekannt, der aus Manado stammt, und angefüllt ist mit seiner Ausbildung in Kalkutta, sowie guten Kenntnissen der holländischen, englischen und malaiischen Sprache. Diese Herren waren sehr gut zu mir. Sie begleiteten mich beim ersten Mal bis zur Bezirks-Grenze und halfen mir, soweit sie dazu imstande waren. Ich verbrachte eine angenehme Woche in der Stadt. Ich führte Explorationen durch und suchte einen geeigneten Ort, wo ich meine Pflanzen-Beispiele ansammeln konnte. Es stellte sich heraus, daß es große Hindernisse gab, deren Ursache der Bedarf an Kaffee- und Kakao-Plantagen ist, mit dem Resultat, daß man den Wald meilenweit im Umkreis gerodet hat – sogar bis zu entlegenen Orten im Inneren. [Schon 1859! Dafür gips jetz aba viel mehr Kirchen.]

Die kleine Stadt Manado ist in ihrer Erscheinung eine der schönsten der östlichen Region. [Da hat sich aba viel verändert – oda die anderen waren noch schlimmer! Alte Fotos zeigen die hübschen traditionellen Holzbauten.] Diese Stadt hat die Eigenschaft eines großen Gartens mit einer Reihe ländlicher Wochenend-Häuser [„Villen“?], die mit Fußpfaden [?] dazwischen ein öffentliches, symmetrisches Straßensystem bilden. Die weit in alle Richtungen sich erstreckenden Hauptstraßen führen ins Landesinnere, mit einer Reihe von schönen Unterkünften, gepflegten Gärten und schnell fruchttragenden Plantagen im Wechsel mit Wäldern von Obstbäumen, die wild gedeihen. Der westliche und südliche Teil ist gebirgig mit einer Reihe Vulkane, deren Gipfel 6000 bis 7000 Fuß erreichen, mit schöner Aussicht und als prachtvoller Hintergrund.

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Es ist ein unfrohes Ratespiel. Natürlich muß ich die Übersetzung aus dem Indonesischen dem deutschen Ausdruck angleichen, doch ob sich einer auf Nordsulawesi oder nur nordöstlich davon aufhält, ob ich 2 Substantive im Satz habe, oder nur 1, pemandangan „Aussicht“ und „Ansicht“ bedeuten kann, oder Teile sogar frei erfunden sind, führt zu erheblich unterschiedlichen Ergebnissen. Da ist der Zwischenraum zwischen den Häusern mal nur eine Hand breit, im Original jedoch broad = weit. Und deshalb hab ich keine Lust mehr, die schlampige indonesische Übersetzung ins Deutsche zu transferieren. Wer wissen will, was sich da abspielt, der sollte sich indonesische Untertitel zu ausländischen Filmen ansehen. Reine Lach-Nummern. Niemals zugeben, daß man etwas nich kann oder weiß! Nich so eng sehn, sondern einfach machen! So geht indonesische Denke. Das nicht indentifizierbare Gemälde iss auch nich besser. In DEN Klamotten hätte er sicher arg geschwitzt. Sowas tragen die Wilden heutzutage bei Hochzeiten in klimatisierten Festsälen. Und was da aufem Tisch liegt, wollnwa lieba ganich gesehn ham.

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