Deutsche Grammatik

forestwoodstreetdeath

Wenn man auf ner Insel wohnt und ganich mehr mit intelligenten Wesen zu tun hat, kann man schon seine eigene Sprache verlernen. Deshalb hab ich ma in meinen „Der kleine Duden“ gekuckt, der klein aba dick iss, und wo was üba Deutsche Grammatik drinsteht. Da wurde mir bewußt, wie ich imma so vor mich hinschreibe, ohne zum Bleistift übahaupt zu wissen, was ein Plusquamperfekt iss. Ich denk dabei nur an Flußpferde oda Kaulquappen. In dem Buch stehn so schlaue Sachen drin wie: „Nachdem man bis in die sechziger Jahre im Deutschen kaum von Kommunikation gesprochen hat, gehört das Wort heute zu den zentralen Begriffen verschiedener Wissenschaften.“ Und Chinesisch ist die Sprache mit den meisten Sprechern, weshalb ich bessa auf Chinesisch blocken sollte. Aba das die Engländer lispeln, iss mir schon länga klar. Deshalb krich ich das mit dem the auch nich so hin. Warum soll ich denn lispeln? Kann man doch froh sein, wenn man keinen Sprachfehler wie Sean Connery hat. Rudolf und Ursula Hoberg, die den kleinen, dicken Duden verfaßten, warn sich dabei bewußt, wie Schüler in den unteren Klassen, in denen besonders Grammatik behandelt wird, meist andere Interessen ham. Das scheint mir übahaupt das Grundproblem von Schule zu sein. Und so hätt ich mir untam Antonym auch was ganz anneres vorgestellt, anstatt Wörter mit entgegengesetzter Bedeutung wie Ehrlichkeit – Minahasa, denken – glauben, Rinda (Moslems) oda Hunde (Christen) essen. Und denn iss das Deutsche angeblich die einzige Sprache, in der Substantive groß geschrieben wern – seit 1901 amtlich festgestellt und 1955 bestäticht. Also ganich so alt. Die Falschschreib-Reform happ ich dann einfach ganich ignoriert. Ich happ nur in den 3 Klausuren, die ich meinem Direktor vorzulegen hatte, alles gerötelt, was mir so auffiel. Bei den restlichen wußte ich dann ganich mehr, was richtich falsch wa. Sowas von egal, wenn man sowieso verschwinden will.
Weißte eigentlich, was ne Flexion iss? Iss ne Beugung (Deklination, Konjugation, Komparation), wiese die Japaner dauernd machen.
Modalverben (dürfen, können, mögen, müssen, sollen, wollen) sind übaflüssich in: „Er verlangte, daß sie das Geld sofort zurückzahle (nich: zurückzahlen sollte).“
Vermeidung von Funktionsverbgefügen: „Die Predigt wurde per Sehrlautsprecher an alle Haushalte verteilt (nich: kam zur Verteilung).“
Partizipien (Mittelwort der Gegenwart; gips soga 2) sind mir ganz aus dem Gehirn gerutscht: „Den Zopf in die Hand gestützt, dachte er angestrengt nach.“ „Das gebratene Hähnchen ging gestärkt an die Arbeit.“
Hasse schon ma was vonnem Präterium (Imperfekt) gehört? „Der Bäcker buk einen Flug für den Urlaub.“
Sondaform von Pluspferden: „Was hasse gestan gemacht?“ „Ich bin in Manado gewest und happ mir unbekannten Leuten, die mich mit Elektronik-Schrott beschenkten, einen zinslosen Kredit üba 8Mille Rp. gegeben.“
Und richtich perfekt sacht man nich doppelt: „Sie hattes wieda getan, sich betrügen zu lassen, obwohl ich sie gewarnt gehabt happ.“ Sondan man sacht: „Ich happ geschrien und getobt.“
Und nur 2 Konjungtiefe gips, obwohl man die eigentlich dauernd braucht, da nix wirkrich sicha iss: „Die Kurtisane wär Regierungs-Präsidentin geblieben, wännse nich im Video stöhnte. Wärse schnella gekommen, wärs n Kurzfilm. Sie wär imma noch nich fertich, wenn ihr nich der Papua geholfen hätte (nich: geholfen haben würde).“
Ostdeutsche Höflichkeitsform des Imperativs: „Gänsefleisch ma den Koffaraum aufmachen!“
Vorsichtich mit passiven Präpositionen! „Der Chefarzt wird durch den Blitz operiert.“
Es iss nich korrekt, das Genital im Laufe des Mittwochs wechzulassen! Und auch dem Dativ nich: „Wir geben einem korrupten Polizisten Geld.“ SO nich, sondan seinem Vorgesetzten!
Gekaufte Doktor-Titel bleiben imma undekliniert!
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Foto: Wald – Holz – Straße – Tod

2 Gedanken zu „Deutsche Grammatik

  1. Die deutsche Sprache ist in Deutschland bald ausgestorben,
    kommt aber noch vereinzelt in Enklaven im Ausland vor.
    Lederhosen werden nur noch für den chinesischen Markt gefertigt.
    Das ist ökologisch nachhaltiger, denn die Transportwege nach Jiāozhōu sind kürzer als etwa bis nach Bayern.

  2. Für die deutsche Kultur gips nur noch 1 Rettung: Geschlechtsunabhängige Lederhosen-Pflicht für alle Schüler und Parlamentarier.

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