Gebeugter Mann

kranksw

Nun auch noch Chikungunya! Die Asiatische Tigermücke, die sogar durch Kleidung sticht, hab ich schon öfter bei Tiefbohrungen an mir beobachtet. Chikungunya ist eine grippeartige Erkrankung mit schweren Gelenkschmerzen. In den ersten Jahren erlebte ich es, wie die Schmerzen in den Füßen so stark wurden, daß ich einen Stock zum Gehen brauchte. Angeblich kommt es nach überstandener Krankheit zu lebenslanger Immunität. Demnach müßte es sich aktuell um eine Variante handeln. Es begann mit Schnupfen, Grippe-Beschwerden und starken Schmerzen in allen Muskeln. Nachts wußte ich vor Schmerzen nicht, wie ich liegen konnte. Bekämpft mit Anti-Schnupfen-Mitteln und Paracetamol vom Markt, schien das Schlimmste nach einigen Tagen überstanden zu sein. Ich konnte sogar nach Manado fahren. Doch dann ging es erst richtig los mit schwerem Husten, Hals- und Ohren-Entzündung und im Wechsel Fieber mit Schüttelfrost. Erst durch massiven Einsatz von Antibiotika wurde ich die Ohren-Schmerzen wieder los. Zum Essen war ich weitgehend unfähig. Nichts schmeckte. Doch hat diese Krankheit auch ihre guten Seiten: Ich bin nun halb taub. Was Besseres kann einem in dieser Hochburg der Hysteriker ganich passieren. Meine Frau meinte, da hätten wieder Disco-Wilde die Nacht durchgehämmert. Ich hab nix gehört. Die Zikaden hör ich jedoch immer noch. Was will man mehr! Viel dünner kann ich nun auch nich mehr werden. Wenn ich mein Gesicht wasche, fühle ich mein Schädel-Skelett, zusammengehalten durch ein paar Kaumuskeln. Meine Rippen könnte man als Wasch-Brett verwenden. Über 70 wird man besser nich mehr SO krank, denn es handelt sich um einen heftigen General-Angriff auf das Immun-System. In Australien wird schon dagegen geimpft – mit einem gerade zugelassenen deutschen Impfstoff.
Und dann die Arbeit. Beim Grasschneiden in früher Morgen-Schwühle – völlige Erschöpfung. Immer wieder muß ich mich auf die Wälle der Reisterrassen setzen. Irgenwann wird man mich finden und nach Hause tragen.
Schwarze, aussichtslose Verzweiflung.
Der Kriminelle, der meine Frau abgezockt hat, verhöhnt mich noch per Haß-Mail.

9 Gedanken zu „Gebeugter Mann

  1. Nein, „Mack Bergen“ findet seine diversen Tarnnamen online und fängt an, sich Sorgen zu machen. Deshalb vermittelt er mir die ethischen Maßstäbe der Mafia: Maul halten! Nichts Privates ins Internet! „I am a german man and i caught my wife sleeping with my friend in the same bed, but i choose to settle inside my family.“

  2. Wenn meine Frau monatlich 2 Summen an 3 verschiedene Nigeria-Adressen per Western Union nach Cypern überweist? Und der Mann mindestens 3 Email-Adressen in verschiedenen US-Bundesländern besitzt? Sowas ist verlorenes Spiel im Moment, wo eine Hypnotisierte zahlt. Und wenn es nur dieser Romance-Scam wäre. Hier habe ich es mit einer Gegenwelt zu tun, die meine Frau auf heimtückische Weise über Jahre aufgebaut hat. Die hiesigen Betrüger sind sogar bekannt – sofern nicht verschwunden – und eine sitzt schon.

  3. Tom, ich wünsche gute Besserung.
    Meine Gelenkschmerzen sind fast drei Jahre alt. Sie kommen und gehen. Die Nachbarn in Satun kopierten uns und montierten Mückengitter. Sie rissen sie nach zwei Wochen wieder heraus. Angeblich geht der Wind nicht durch die Maschen!

  4. Danke, Low!
    Reduziert wird er schon – besonders wenn man sie nicht ab und zu säubert.🙂

  5. Pingback: Jesus macht ne Mücke | Flaschenpost

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