Eingriffe

verwachsen

„Die Natur, so harmonisch sie im großen sein mag, ist oft nachlässig im kleinen. Zwei Felsen können zu nahe beisammen oder zu weit auseinander stehen. Bäume können in ihrem Streben nach dem lebenswichtigen Licht oder Schatten über sich hinauswachsen, wodurch sich ein gewisser Mangel an Harmonie und Ausgewogenheit einstellen kann. Derlei kleine Fehler lassen sich beheben … Es ist nur eine behutsam lenkende Hand nötig, mehr nicht. Wenn man sich mit dem Gedanken trägt, eine kleine Veränderung vorzunehmen, tut man gut daran, zunächst einmal das, was man ändern möchte, zu verschiedenen Stunden des Tages und zu jeder Jahreszeit zu beobachten, damit nicht durch übereiltes Handeln etwas Wertvolles verlorengeht. Auch muß man zuerst selbst ein Felsen oder ein Baum werden, ehe man zu beurteilen vermag, wie eine Veränderung beschaffen sein muß, damit sie mit seiner Natur in Einklang steht.“

Hsüan-ku Tao-jen (Einsiedler vom Dunklen Tal) in der Yueh T’ai Tao Yuan (Mondterrassen-Einsiedelei)
aus John Blofeld, „Eine Reise von tausend Meilen beginnt mit einem Schritt“, 1974

8 Gedanken zu „Eingriffe

  1. schöna text, stimme sofort zu, insbesondere einfühlung und langsamkeit bzw. sparsamkeit sind meistens wichtich & richtich;
    schönes foto mit genau diesen 3 merkmalen, wenn man auf die kontraste, die beiden daumen und deinen halben kopp exakt im hotspott des golden schnizz schaut, da kommste wohl nich meer von los…

  2. hallo dunelight, if you are surrounded by words you don`t understand & you are really interested: choose „google translation“, german to english or ennny assa läng witsch!
    ps für tom: funxi ohniert tot-aal nich bei diesa vaschüssel10 (ten) schreibe, ne ne, da nimmtse – die blöd machine – allet 1:1 un keina va steet nix -nur wi be app sich ticht fast nur wir, da rum ginx ja auch an annarra stelle hia im block…

  3. ich komm uni zier manchma schonnoch mit mir, das funxioniert, wennich mir dazusage, wie ich es meine – aba alles was nach draußen gehn oda von da rein komm soll, iss von natur aus (und indi wie duell zunehmend) un vasch tee-bar, jede(r) iss imma mit sich allein und vasch tendi gunk iss allen falz ne 1 bil dunk plus minus x; etwas mehr geet, wennich zugleich seh und hör, w i e da draußen w a s gesacht wird; …

  4. Ich weiß, daß jeda imma mit sich allein iss, ich will aba nich imma nur mit mir kommunizieren, sondan mit jemandem, der Interesse an mir hat. Nich mit eina diesa nich-professionellen Internet-Huren oda irgendwem, der nix mit sich selbst anfangen kann, sondern mit eina, die wirklich als Mensch für mich erkennbar iss. Ich hab das ja schon erlebt, weshalb ich noch nich wirklich begreife, wie das vorbei sein kann, weil ich alt und isoliert bin. Jedenfalls kann ich es nich mehr ertragen, neben eina zu leben, die weder physisch noch mental anwesend iss, sondan einfach nur noch telephoniert und herumflippt.

  5. Pingback: Versteinerung | Flaschenpost

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