Absolut privat?

waesche

Ich muß wohl blöd gewesen sein?“ Diaristin Johanna H. (1885-1978)

Der Online-Lover meiner Frau ist anders als ich. Als IT-Experte benutzt er auch andere Methoden.
Queen Sayang: „Are you blackmailing me with my videos I made for you?“ (Ich wußte ganich, daß meine Frau filmt. Was sie dabei wohl anhatte? Iss auf jeden Fall viel gefühlsechter als nur n Foto. Mir wollte ma eine gleich Nacktfotos schicken, obwohl ich nix verlangt hatte. Ich wa nich ma aufer Suche, sondern nur freundlich. Der hab ich dann deutlichgemacht, wie gefährdet sie lebt.)
How can you hurt and blackmail someone that you love forever?“ (Das sehe ich auch so, wie es sich hierbei um einen gewissen Widerspruch handelt. Außadem muß man mit diesem „forever“ gaanz vorsichtich umgehn. Wie ich das zum ersten Mal las, begriff ich nix und dachte, sie meinte MICH. Ich konnte mir einfach nich vorstellen, daß – während ich sie vor dem totalen wirtschaftlichen und sozialen Untergang bewahrte – sie sich mit einem mir unbekannten Mann amüsierte. Da hatte ich mich aba ganz schön getäuscht. Doch plötzlich war der Missing Twitter-Link da, der alles seit langem Sonderbare in Zusammenhang brachte und erklärte. Wie grausam wäre es gewesen, wenn ich weiterhin nichts bemerkt hätte, und eines Tages hätte sich meine Frau plötzlich verabschiedet.)
How can you hurt someone in this way even though you want to love her till eternity?“ (Handelt es sich etwa um einen amerikanischen Christen? DAS würde mich aba SEHR stören!)
It’s not my way to play such dirty games with someone I love.“ (Mit IHM nich, aba mit mir! Doch mich liebt sie ja nich mehr.)
It’s an act of low unmature instincts.“ (Dabei isser durchaus reif. Zum Bleistift hat er angemerkt, daß ein richtiger Mann seine privaten Angelegenheiten nich in die Öffentlichkeit bringt. Dazu hat er das Internet benutzt. Wie sich ne richtige Ehefrau zu verhalten habe, darüber fand ich leida nix.)
This shows also that you dont love me as you always says.“ (Englisch iss nich ihre Stärke, doch arbeitet sie eifrich dran. Für die Zukunft! Aba ich sach ja imma: Skepsis iss Alpha und Omega! Marie, die sich lange vor mir sicher war, daß da ein Mann mitspielte, schreibt: „Ich habe hunderte Frauen erlebt – zwischen 2000 und 2004 in Lycos – die ihre Männer und Kinder verlassen haben für eine Chatfreundschaft und am Ende ohne alles dastanden. Die Gegenpartei war verheiratet und hat nie daran gedacht sich scheiden zu lassen … Ich hab da einige Zeit versucht beratend einzugreifen, ohne Erfolg. Sie wollten gar nicht hören, sie wollten auf die Nase fallen. Jede dieser Frauen dachte, sie ist die EINZIGE, obwohl es ganz offensichtlich war, daß er auch andere angegraben hat und zwar ständig … Es ist immer leicht eine verheiratete Frau strubbelisch zu machen. Im Laufe der Zeit sind wir ja alle in eingefahrenen Gleisen, im Ehealltag gefangen. Aber überall wird halt nur mit Wasser gekocht, und die einen haben die Macke und die anderen eine andere. Besonders in unserem Alter. Da kann frau leicht ins Träumen kommen ‚was wäre wenn‘. Dieses Gefühl der Jugend, verliebt zu sein, ist doch berauschend. Im Grunde muß ja niemand im Chat etwas bringen, ein paar gesülzte Worte, die kann man sogar kopieren und als Rundschreiben verwenden … Die Frauen in meinem Umkreis wurden zum Wanderpokal. Die fielen auf die Nase, standen auf und jubelten dem nächsten zu und fielen wieder auf die Nase und aufgestanden und zum nächsten gegangen. Wohlweislich mit realen Dates. Heute wird das ja in noch größerem Umfang praktiziert. Immer die große Liebe, eine nach der anderen.”)
Schließlich hat meine Frau ihm noch gedroht, sich umzubringen, falls er die Videos ins Netz stelle, obwohl da angeblich nur „Hallo!“ drauf iss. Also DAS „Hallo“ hätte ich wirklich gern gesehn. Aba man kann ja nich alles haben.

HALLO? Iss da draußen jemand? Ich würd gern vonner Online-Loverin geliebt werden. Mich liebt ja keina mehr, nur meine 3 Ziegen halten noch zu mir, und davon sind 2 schwul. Den 2 Katzen kann man auch nich trauen. Deshalb: Falls mich ma eine online lieben will – obwohl sich das ja nich mehr so recht lohnt – BITTE MELDEN! Latürnich iss das mit gewissen Auflagen verbunden. Mein Vater hatte dafür, als Jurist und wie ich auf die 70 zugehend, klare Vorstellungen: Sie sollte jung, schön, intelligent und reich sein. Komisch, es hat sich niemand gemeldet – und er starb stattdessen.

19 Gedanken zu „Absolut privat?

  1. Da Draußen sind sicher jede Menge!
    Wenn Western Union endlich ermöglicht, Reisfelder ins Ausland zu transferieren, könnte das dabei helfen.

  2. an ox & poly
    …da könnt ihr gewiss sein, dass euer zustand völlich norm aal iss; es werden andere, die hier im netz hängen mit angst vor der spinne, sich melden und uns allen sagen, dass es bei ihnen genauso oda irnkwie scheisse ähnlich iss; frauen werden aba da nich dabei sein, die sind auf zukunft programmiert, die machen sowas nich;
    die wesentlichen zutaten fürs gewünschte „feelgood“ (yeah!) sind bekannt; gegenwärtich zu leben (gegenwart iss imma genau jetzt!) war und iss das ziel und früher hatten wir dafür auch die methoden, es einfach so zu erreichen;
    die sind heute leida von den medien der vergangenheitskonserve & zukunftssucht unterlaufen, sie halten uns bei laune und ungefährlich beschäftigt; sie haben uns den gedanken implantiert, dass es das gute am räumen und putzen iss, weil es (ja supa!) wieder schmutzich wird (zukunft); früha war das da aussen nich relevant für den eigenen zustand, wir konnten selpst wählen, wie es uns geht; es kann letztlich kein echter ersatz für feelgood in der gegenwart sein, wenn wir nun darüba berichten, wie es so lief beim aufräumen; aussa wenn wir damit unsa einkommen haben; neulich schriepich, dassich da auch gern mal was in euren müll-bach reinwürfe, wenn es hintaher va-edelt im netz hängt;
    manche machen nich netz sondann tagebuch, haben online-lover-/innen oda tanzen an der stange; also gut, solange wir noch so 1 klein bisschen weck können, auch weck im kopp iss etwas weck, sind wa nich inna kiste, wo deckel drauf komm; so erklärt sich manches;
    weil ihr beide aus bekannten gründen „weck“ aba weda könnt noch wollt, hattet ihr diese weck-idee, mit den medien imma dichta an eure jeweilige gegenwart ranzukomm und euch so zu treffen;
    das iss zur zeit 1 für euch sehr gelungene variante, kostenfrei auch noch, dazu kann von hier aus ersma echt tot aal gratuliert werden!

  3. Ich kann nich sagen, daß ich voll verstehe, was Du meinst. Einleuchtender erschien mir eine Deiner privaten Bemerkungen: daß wir uns alle im Alter mehr oder weniger voneinander wegbewegen – und ich füge hinzu – den letzten Weg gehen wir ja sowieso alleine. Eher wünsche ich mir, im Alter dem Partner so nah wie nie zuvor zu sein, weil man im Laufe der Zeit alles Oberflächliche abgestreift hat wie eine Schlangenhaut.
    Bemerkenswert ist doch, wie in dieser 2. industriellen Revolution signifikant neue Verhaltensweisen entstehen, deren Werte und Normen noch gar nicht voll entwickelt sind. Wenn es jemanden gibt, auf den die neuen Medien wie zugeschnitten erscheinen, dann doch wohl mich, obwohl mich schon die Erfindung des Anruf-Beantworters genervt hat. Aber die Überwindung der totalen Isolation, die kreative und bildungsbezogene Nutzung, das weltweite Agieren, all das sind Vorteile, die Du z.B. gar nicht unbedingt brauchst. Was sich hier abspielt, ist keine Bühnenshow sondern eher ein Thriller mit Methoden, die früher nur Agenten vorbehalten waren. Wenn der sich konspirativ verhaltende Partner seine Karten nicht auf den Tisch legt, die direkte sprachliche Kommunikation versagt, lassen sich durch Herstellen von Öffentlichkeit eventuell Aufklärung, Lösung, Fortentwicklung erreichen. Wie man z.B. auf diese Weise auch Internet-Trolle enttarnt, Rat und Zuspruch bekommt – und eine enorm gesteigerte Einschalt-Quote!
    Die eigentliche Frage, die mich bewegt: Wie kann Partnerschaft mit diesen neuen Medien überhaupt funktionieren? An welcher Stelle – auch juristisch gesehen – beginnt z.B. der Betrug. Mir tut eine junge Generation leid, für die diese neuen Möglichkeiten schon selbstverständlich sind. Die enorme Beschleunigung und Ausweitung der Kommunikation führt zuerst zu scheinbar grenzenloser Auswahl. Doch was passiert, wenn man sich für einen Partner entschieden hat? Wird dann weiter undercover geschättet, sobald die Beziehung Probleme zeigt? Kann man beim Ficken telephonieren? Wie wirkt sich virtuelle Promiskuität auf eine Ehe aus, die sich gar nicht in der Krise befindet (Es gibt immer ein besseres Angebot!)? Ist die offene, vernetzte Ehe vielleicht die Form der Zukunft? Während der Erfolg des Heirats-Schwindlers früher durch den Aufwand begrenzt war, verlangt es heute nur ein paar Klicks. In den professionellen Chat-Räumen agieren Männer als weibliche Animatoren. Ich hab sogar schon mit meinem Sohn über PC-Probleme geschättet, ohne zu bemerken, daß er es war. Allein die Identität schaffende Aussage, „Ich lebe mitten im Reisfeld“, kann schon eine Täuschung darstellen, da sie a) räumlich konkret nicht stimmt, b) gar keine innere Beziehung zur Feldarbeit besteht, und c) der Internet-Auftritt dazu angelegt ist, aus Reisfeld und Ehe rauszukommen. Dazu dann eventuell Jahrzehnte alte oder sonstwie geschönte Porträtfotos – oder gleich die von anderen.
    Was geschieht hier also mit einer total vernetzten Gesellschaft? Wird der User freier, gebildeter, zufriedener? Verliert er sich im Überangebot? Oder täuscht das alles nur, weil es dauerhaft reizvolle Partnerschaft gar nicht geben kann, weil jeder Reiz beständig an Energie verliert, und wir nur den ewig gleichen Affen-Dschungel erleben – mit wechselnden Werkzeugen.

  4. ———————————————————————————————————————————————————————————————————————————————————————————————————————————————————————————————————————————————————————– ………………………………

    * du hast hier und im nächsten folgenden post die wirklich richtigen wichtigen fragen gestellt/
    * was ich oben (an ox & poly = euch) schriep, must du evtl. nochma lesen/ opp poly es liest?
    * ox & poly…nomen est omen/
    * na kla gips irritation bezüglich „nähe & distanz“, das hat damit zu tun, weiles „heimat“ nur
    als beweglichen ort in uns drinnen gipt/
    * genau deshalp funxioniert das netz als heimat so erfolchreich/
    * ox hat vordagründiche deutsch heimat valassen, als se gut fertich war/
    * poly muss (oda wolltese?) in eigene heimat zurück, sowas iss hart? hot ? /musses aba nich/
    * nichts da draußen ist für uns vaantwortlich, wir entscheiden selpst, oppes und wies uns geht/
    * also dieser unterschied von weibl.-männl. im umgang mit zeit, ordnung (komposition) und plan/
    * poly will nicht dschungel weil chaos/
    * sie will auch nicht das andere extrem der ordnung/=redundanz = ein-2-siedel/
    * ox iss plan pur, gegenwart, golden schnitt app-lehner, poly iss virtuelle zukunft und poly/
    * kann also kollisionen geben, also wo sind das problem und die lösung?/
    * das netz iss toll, von üba all kommt tot aal gut rat/ ratt-ratt/
    * wer issen ihr hausarzt werd ich neulich gefracht, sag ich, für sowas iss im reihenhaus kein platz/
    * haap taazechlich keinen/
    * …macht was!

  5. Was sind denn das für komische Linien?
    Hausarzt hamwa auch nich. Wenn unser Haus krank iss, heil ichs selpst.
    Ich glaub ganich, dasses sich hier um kulturellen Gegensatz verknüpft mit Auswanderungsproblem handelt. Nur insofern als ich dadurch eingeklemmt bin. Es gab da den Versuch der Geschichts-Fälschung, daß ICH nach Indonesien wollte und sie nich. WEIT gefehlt! Als ich ihr das vorschlug, fingse an zu weinen. Das wa eindeutich. Sie will imma das Andere – oda den. Wer sacht denn, daß ich nich auch ne Andere will? Aba ich bin noch nie auf die Idee gekommen, meine Frau zu ruinieren. Könnwa machen, offene Ehe. Bin sicha, iss die reine Hölle. In D hätt ich mich auf mein Choppa gesetzt und wär losgefahren. Wahrscheinlicher hätte ich meine Frau zusammen mit ihren Koffern vor die Tür gestellt. Denn die 2 Skandale könnte ich gerade noch einzeln verknusen, aber zusammen haben sie einen Nenner: Mich abzuschalten. Wenn also die Frau auf international verbreitete Weise nich mehr solidarisch iss, was macht man dann?
    Ich springe zur Seite,
    du springst zur Seite,
    er, sie, es springen zur Seite.
    Wir springen zur Seite,
    ihr springt zur Seite,
    ALLE springen in den Chat-Raum.
    Und was mag wohl auf den 4 rausgeschnittenen Tagebuch-Blättern gestanden haben? Der untere Teil des Eisbergs?
    Üba 65 handelt es sich sowieso nur um beginnende Demenz.
    Gestern hamwa uns wieda angefaßt. DAS war schön! Trotzdem komm ich nich raus aus dem Tief. Das iss wie ein Schlangen-Biß. Irreversible Nerven-Schäden. Nur durch Alzheimer zu dämpfen.
    Aktuell: Diese Frau spielt mit mir. Nichts was sie zu erkären habe. Sie schreibe sich z.Z. nicht mehr mit ihrem Lover. Aber sie hat Copyright-Probleme mit ihren Sätzen, die ich ohne Erlaubnis veröffentlicht habe, die von ihr nur gedacht waren. Was war denn die tatsächliche Situation? Darüber wolle sie nicht reden. Was ist denn NUN die tatsächliche Situation? „Wir schreiben uns wieder.“ Also geht es nur noch darum, wie unsere Ehe zu beenden sei? Ja, sie wolle mich jedoch weiter sponsorn. Und sie hat ihn NIE getroffen? „Wir haben vor, uns zu treffen, aber es hat bisher nicht geklappt.“
    Die reine Hölle. Das wird wieder eine Nacht ohne Schlaf.

    Und nun blinkt nur noch der Cursor. Ende eines zerstörten Lebens.

  6. -_-_-_-_-_-_-_-_-_-_-_-_-_-_-_-_-_-_-_-_-_-_-_-_-_-_-_-_-_-_-_-_-_-_-_-_-_-_-_-_-_-_-_-_-_-_-_
    **************************************************************************************************************************

    das isso 1 linie, die hier zeigt, was alles geht, wenn wa das wolln,
    könnwa soga live dabeisein, wo das auge da oben inna mitte nich appgekleept iss!
    neemt kreditt & ziegenkümmarra un faatma innen urlaup, ma zeitwaise weck von da,
    das wär auch für poly & ox jetzt das tot aal richtige, wenna die mitnehmt!

  7. Hallo Tom,
    nach langer Zeit hab‘ ich mich mal wieder auf ihre Seite verirrt. Verirrt ist eigentlich falsch ausgedrückt, ich wollte mal sehen was Mr. Indonesien so von sich gibt. Die Blogs köstlich gestaltet und wie immer genüsslich. Da lass ich das Schäufele und den Kloß links liegen und amüsiere mich über Internet Trolle, online lover usw. und das evtl. Hirngespinst, was man Alzheimer nennt. Da kann ich sie beruhigen, hab demnächst wieder eine Null am Buckel und ich bin frisch wie ein Fisch im Wasser. Ärzte würden, wenn es mehrere von meiner Sorte geben würde, alle bankrott gehen. Umschlingen sie ihren Märchenwald, genießen sie die Abgeschiedenheit und wenn die Frau im Internet chat rumturtelt, sagen sie immer zu sich selbst „ich bin der Beste“.
    Herzlichst Jenny

  8. @ratte: Was meinste denn mit Urlaub, ich bin doch ganich im Streß. Na ja, jetz schon und zwar deftich. Meine Frau hat jetz auch andere Vorstellungen davon, mit wem se sich ma erholen möchte. Meine Blog-Posts hamse vor Empörung immahin zum Reden gebracht, und da hat sich denn herausgestellt, wie ich se 40 Jahre mißhandelt hab. Iss natürlich dumm von mir, wie ich es ganich gemerkt hab. Allein schon, daß ich se in ihr Heimatdorf entführt hap. Denn hap ich das wohl alles so vadient, wies gekommen iss. Und jetz muß ich ersma überall in die Schätt-Räume, um zu kucken, opp ich nich ne neue Frau finde. Muß ich jetz auch zu Google – oda ich spring von der neuen Brücke in Manado. 4Sec und alles iss übastanden. Vielleicht auch nur 3. Das mit Deinen Linien vasteh ich übahaupt nich.

  9. Hallo Jenny, ich sach jetz ma einfach Du zu Dir, da kenn ich nix. Also mit „der Beste“, das hat mir noch nie gelegen – obwohl es latürnich stimmt – ich hab imma eher so Minderwertichkeits-Komplexe, was ja gerade jetz auch wieda deutlich wird, wo ich meine Frau valiere, obwohl ich se gern behalten hätt. Aba ich kanns ja ma vasuchen: Ich bin der Beste, ich bin der Beste, ich bin der Beste … irgendwie funktioniert das nich.

  10. Ups, ich dachte das mit deiner Frau wäre nur eine vorübergehende Internet Episode. Dass wir uns im Alter, wie du so schön sagst, voneinander fortbewegen, mag ja stimmen, aber gleich das Handtuch werfen? Bei mir werden es in 2 Jahren 50 Jahre, dass ich verheiratet bin. Das Hirnkastl von Männlein und Weiblein tickt sowieso unterschiedlich. Da passiert es, dass es zwischendurch mal ein gewaltiges Donnerwetter gibt, ohne Blitzeinschlag, aber danach, in einer stillen und klaren Denkminute, verzeiht man und hält wieder zusammen. Von platonischen Internet-Affairen halte ich rein gar nichts. Man kann sich unterhalten, ein bisserl albern, sollte aber gleich zu Beginn eine klare Linie abstecken, dann gibt es auch keine Komplikationen. Vielleicht bin ich in dieser Sache zu altmodisch. Hoffe wirklich, dass deine Frau einen Salto rückwärts macht und einsieht „der Tom ist der Beste“ (lach).
    Drück dir mal beide Daumen
    Jenny

  11. ================================================================================================================================================================================================================================================================================================================

    tatzache iss, frauenvasteher biste nu ma in echt nich, weisse viel leicht nich so bescheid dasses so iss, also lern was und guxte jenni block oda den von purzel blume; aba wennde das nu auch noch so zu dir sagen würdest, das mit dem besten, das wär nich gut fürs ganze; für künstla gips sowieso erschwertes zusammlehm mit frauen, weilse sich im kopp, im monitor oda ihrem pinsel vabeissen und sich an nix mehr erinnann -während poly locka noch weiss, wassa an ostann oda an wei nacktfest vor 31 jahren gegessen haapt; kümma dich ma um poly (a), du musstse ma wida echt fesseln anstatt so scheiss freiabfluch ohne netz vonna brücke, wer soll das übahaup ins netz stellen, wennz keina mitkricht; aba ne neue frau wär mit sichaheit das tot aal falscheste für dich!
    gruß an die aal.

  12. @jenny: Sach ma, biss Du diese schlanke Jungfa da aufem Felsen? Reinste Lorelei von hinten! Willste mir nich ma n Video schicken, ich mein, so ganz unta uns privat?
    Nee, Männer und Frauen passen eigentlich ganich zueinander – nur unten, wie manche meinen. Aber ich bin nu ma n ganz übler Typ. Hab ich doch z.B. vor ~30 Jahren ma gesacht (hier wahlweise einfügen, was ich gesacht hab – ich habs vagessen), habse soga so krank gemacht mit meine unmögliche Art (weiß man ja, wie Lehrer sind), daß se Angstzustände gekricht hat, und denn hab ich se in ihr Heimatdorf entführt und gezwungen, dort das Erbe meiner Eltern zu verspielen. Ich mein, da kann man vastehn, wie eine zur Falschspielerin wird. Und außerdem hattse ja auch schon ihren 1.Mann mit mir betrügen müssen. Also mehr Rütt im Zer geht nich mehr. Deshalb sollte ich vielleicht ma das Sterbefasten probieren. Soll relativ angenehm sein, alles wird leichter. Ich valier bloß bald meine Hose, aba man spart ja auch viel Geld beim Essen.

  13. @ratte: HÖRSTE JETZ MA AUF MIT DIESE SCHEIß LINIE! Da klemmt ja WordPress schon.
    Was sollen das heißen, ich wär kein Frauenvorsteher! Ich laß mir doch von sowas nich innen Pinsel beißen. Nur weil ich Künstler bin? Die könn soga nackt malen! Und wieso soll ich meine Frau fesseln? Solche Schweinereien mach ich sowieso nich. Ich mein, gerade wir Künstler ham doch die volle Sensibilität. Wer denn sonst? Vielleicht diese langweiligen IT-Spezialisten? Nee, ich happ jetz wirklich die Faxen dicke. Das iss eine monströse Infamie, was da läuft. Jetz schätt ich mich zu Tode.
    Und weißte, Ratte, ich hab hier ma irgendwo geschrieben, meine Frau zu treffen, war das Beste, was mir passieren konnte. DAS nehm ich zurück, weil ich da schlecht informiert war üba das, wasse hinta meinem Rücken trieb. Und wenn es stimmen sollte, daß ich se in D untadrückt hab, HIER hat sich das umgekehrt. Man fracht seinen Partner, bevor man beide betreffende existenzielle Entscheidungen trifft. Z.B. verpfändet man ihm nich das Haus unta dem Hintern. Damals warse ne geniale Gärtnerin, hat mir Kleidung genäht, die ich imma noch gern trage, hat Leder bearbeitet, etwas aufer Orgel musiziert, SEHR gut gekocht, gelesen, und wir haben viel miteinander gesprochen. Ich hab sogar ihre Erzählungen aufgeschrieben. Beide hamwa Motorrad gefahrn. Davon iss NICHTS geblieben. Stattdessen wird nur noch telephoniert, sofern sie übahaupt anwesend iss. Dasse alt geworden iss, damit kann ich leben, mir gehts genauso. Aba eine Frau, die nur noch am Telefon klemmt, mit ihren Schuldnern öffentlich herumschreit wien Marktweib, ihre Freizeit mit konspirativem Verhalten in Chat-Räumen und deren Herzensbrechern, deren Lyrik und Liebesschwüren verbringt, und nur noch hektisch das Chaos auszubügeln versucht, das sie selbst erzeugt hat – die iss für mich nich mehr attraktiv.

  14. Hallo Tom,

    da kommt mal schnell ein lieber Gruß zum Wochenanfang. Ja, das bin ich auf dem Felsen, mit
    Kribbeln im Bauch, denn vor mir ging es 1 km oder noch mehr steil runter und ich leide unter Höhenangst. Das Foto wurde im Grand Canyon am Toroweap Point aufgenommen, ist aber schon ’ne Weile her. Falls du mich aktuell erleben willst, schau doch mal da rein – https://www.youtube.com/user/lostindreams2803/videos
    da ist meine Gestalt u.a. zu bewundern (grins).
    Also was deine aktuelle Situation anbelangt, lebe dein Leben wie bisher in deinem kleinen Paradies, ess und trink wie gewohnt, schließlich wollen die Maden oder sonstiges Getier, wenn du mal den Löffel abgibst, was zu vespern haben. Den Löffel abgeben, da warten wir noch eine Weile. Deine Angetraute schick in die Wüste, wenn sie meint, etwas im Leben verpasst zu haben, glücklich wird sie bestimmt nicht mit all den vielen Tieffliegern , die sich wahrscheinlich in den Chat-Räumen tummeln (lach). Verlier nie deine Achtung vor dir selbst, das ist wichtig.
    Ich habe fertig, würde Trapattoni sagen.
    Halte die Ohren steif und genieße das Leben, mit oder ohne Frau.

    Jenny

  15. Das iss leicht gesacht, Jenny. Wenn man so lange zusammen war und so viel Prägendes zusammen unternommen hat, ist das doch zuersteinmal ein Schock, wenn sich die Ehefrau auf solch infame Weise verabschiedet. Und dann wär es auch etwas ganz anderes, wenn es in D geschehen wäre, wo ich auf jeder Ausstellungs-Eröffnung mich und meine Bilder bewundernde Frauen getroffen hätte. Jedoch sitze ich hier ohne meine Frau in der Falle, und ich hab noch keine Ahnung, was ich nun mache. Auf jeden Fall Dank für Dein Mitgefühl!

  16. Pingback: Die Falschspielerin | Flaschenpost

  17. Pingback: Die Zypern-Krise | Flaschenpost

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s