Schwarm-Intelligenz

greenscreen

Wie issen das jetz, wenn n Minimalist Übagewicht hat? Isser dann eigentlich n Mediumalist oda soga n Maximalist? Wobei dem möglichen Eßzett im „iss“ ne ganz relevante Rolle zufiele. Ich mein, ich frach mich das, seit ich son Video gesehn hab üba Minimalismus, in dem behauptet wurde, weniga sei mehr, und dasses n Trend sei, mit Nichts glücklich zu sein, wozu mir ja aus aktuellem Anlaß ganix anneres mehr übrich bleibt. Also da gab es dieses Treffen junga Minimalisten innem Park, und viele hatten Übagewicht, obwohl ich eha Untagewicht erwartet hätte. Und so frachte ich mich latürnich, ob das jetz wieda sone Form von Rotten-Dummheit iss, die sich als Schwarm-Intelligenz tarnt, oda was? Soga Nietzsche soll ja im Angesicht der kollektiven Intelligenz im Ameisen-Staat befürchtet ham, jene glaubten, durch Addition von Dummköpfen den klaren Gedanken ersetzen zu können. Und bloggen tun die ja auch, diese Minimalisten. Wobei in dem Medium manches meine Kanal-Kapazität übasteigt, und ich denn bessa vastehe, warum Ratte imma an dem „Like“ rumnagt. Da gips zum Bleistift diese Buch-Blogs, wo ich den Verdacht hab, sie wern von den Verlagen bezahlt oda von Buchhändlern eingerichtet (Virales Marketing), weil die Besprechungen manchma dürftiga als n Klappen-Text sind. Und denn müssen die ja auch ne voll statistische Resonanz bekommen, und dafür verwendet son Blogger die tollsten bedingten Erwartungswerte. Zum Bleistift kann er sich auf Eitelkeit und Geltungs-Sucht verlassen und n Blog-Award kreieren, den alle haben wolln. Manche, die eigentlich wissen, daß es sich um ne Kettenbrief-Aktion ohne Aussage-Wert handelt, informieren dann den Leser darüber, wiese sowas ablehnen, liefern jedoch gleichzeitich n Link, wo man ihre gesammelten Awards alle einsehen kann. Effektiv iss auch der martingalistische Kommentar einer Likerin, die den fabrikmäßigen Text verpingt: „This is perfect! I’m linking so my readers can enjoy as well.“ Unta Martingale versteht man eine Strategie im Glücksspiel, bei der nach einem verlorenen Spiel der Einsatz verdoppelt wird, so daß hypothetisch – bei unerschöpflichem Vermögen – kein Verlust sondern sicherer Gewinn eintritt. Dabei handelt es sich um eine weitere gefährliche Einbildung, die dadurch zustandekommt, daß dem sparsam codierten Menschen in der technisch vernetzten Virtualität die Instinkte abhanden kommen, und er zum Redundanz-Krüppel wird, der nur noch orientierungslos in immer kürzeren Abständen auf seinem Screen rumwischt. Issas nich so? „Im Endeffekt geht’s um Klarheit im Kopf“, erklärt ein ganz in Weiß gekleideter, zarter Minimalist im Film und bewegt sich dabei in einer urbanen Scheinwelt, die von hart arbeitenden Minimalisten, die keine sein möchten, in Gang gehalten wird.

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