Religiöser Haß

Moslem-Cafe

Das erste große Grauen überfiel mich hier in Indonesien, als mir im Jahre 2000 bewußt wurde, daß ich von nun an bis zu meinem Ableben jeden Morgen ab 4Uhr30 einer 1stündigen Predigt mit falschem Gesang und verzerrt wiedergegebenen christlichen Pop-Songs würde zuhören müssen. Wie besessen Christen sein können, war mir schon vorher klar, doch diese hypertrophierte Nachahmung akustischer moslemischer Dominanz war jenseits aller zivilisierten Vorstellung. Und nicht nur das. Über den Tag verteilt werden Geldsammel-Aktionen und Bekanntmachungen per Sehrlautsprecher, obwohl es sich nur um eine von zahlreichen protestantischen Sekten handelt, die jedoch die Mehrheit in der Provinz Minahasa darstellt. Noch!
Wer Philosophie (Erziehung zum Denken) als Schulfach nicht kennt, dafür aber ehemahligen Friseuren erlaubt, am Gymnasium katholische Religion zu unterrichten, obwohl dieses Fach eigentlich gegenstandslos ist, der muß konsequenterweise auch den islamischen Religions-Lehrer akzeptieren – und bekommt am Ende „PEGIDA“ und die Zeit-Soldatin Melanie Dittmer. Deshalb: RAUS mit der Religion aus staatlichen Institutionen und rein mit freiem Denken auf akademischer Basis.
Eigenartigerweise tauchen nach islamistischen Terror-Anschlägen immer wieder Fachleute auf, die in den Medien betonen, der Islam biete keine Rechtfertigung für das kriminelle Verhalten einzelner Fanatiker, vielmehr sei er friedlich und tolerant. Da hilft ein Blick in den Koran:
Schon die 2.Sure (die 1. besteht nur aus einem 7zeiligen Gebet) enthält mit ihren 286 Versen genügend Haß-Tiraden gegen die Ungläubigen: „für sie ist schwere Strafe für ihre Lügen“. Hier wird das alte Testament adaptiert und umgedeutet, das die Juden offensichtlich nicht verstanden haben. Jenen sind schon die Steine bereitet zum Erschlagen. „Wer aber nicht glaubt und unsere Zeichen verleugnet, die sollen des Feuers Gefährten werden; in ihm sollen sie ewig verweilen!“ Die sadistischen Fantasien des Alten Testaments über den erfundenen Gott werden problemlos fortgeschrieben. „Wer ein Feind ist Allahs und seiner Engel und seiner Gesandten und Gabriels und Michaels, (den trifft Allahs Zorn,) denn siehe, Allah ist ein Feind der Ungläubigen.“ Mohammed weist nach, wie die Juden die reine, unverfälschte Lehre Abrahams mißbraucht haben, weshalb sie von Allah in die „Feuerspein“ gestoßen werden. Dabei legt der Prophet auch gleich die Gebets-Richtung (Kibla) fest, die anfangs unbestimmt, dann auf Jerusalem und nach dem Bruch mit den Juden auf Mekka wiederum neu geortet wurde. Wer als Ungläubiger stirbt, über den kommt „der Fluch Allahs und der Engel und der Menschen insgesamt!“ Allah ist streng im Strafen. Einige Sätze später ist er „verzeihend und barmherzig“, sanktioniert jedoch die Blutrache (dija). Er „liebt nicht die Übertreter. Und erschlagt sie, wo immer ihr auf sie stoßt, und vertreibt sie, von wannen sie euch vertrieben.“
Abgesehen davon, daß ich nicht verstehe, was deutsche Soldaten in Afghanistan zu tun haben, wird in dem Bericht „Umgang mit kollektiven Erscheinungsformen religiösen Hasses” des UN-Sonderberichterstatters über Religions- und Weltanschauungsfreiheit Heiner Bielefeldt festgestellt, daß kollektive Erscheinungsformen religiösen Hasses gesellschaftliche Beziehungen vergiften und Ausgangspunkt zahlreicher Menschenrechts-Verletzungen sind. Rahmenbedingungen, die solche Entwicklungen fördern sind:
· weit verbreitete Korruption, die jedes Vertrauen in öffentliche Institutionen untergräbt (wie in Indonesien)
· autoritäre Strukturen, die Menschen davon abhalten, gesellschaftliche Fragen öffentlich zu diskutieren (wie in Indonesien)
· die Instrumentalisierung der Religion, um eine nationale oder gesellschaftliche Identität zu prägen (wie in Indonesien). Dies findet man auch in säkularen Staaten (wie in D), wenn sie eine vorherrschende kulturelle und religiöse Herkunft betonen und damit religiöse Minderheiten diskriminieren.
· Ein Verbot von Aussagen, die Haß schüren, sollte nur das letzte Mittel und nur unter sehr engen Voraussetzungen möglich sein.
In den Lehrplänen für Schulen sollten Unterrichtseinheiten über die Vielfalt der Religionen und Weltanschauungen als Pflichtstoff aufgenommen werden. Der Inhalt des Unterrichts sollte sich dabei auf das Selbstverständnis der jeweiligen Religions-Gemeinschaft stützen, einschließlich der Vielfalt innerhalb einer Glaubensrichtung, um so vereinfachenden Beschreibungen vorzubeugen und Vorurteile abzubauen. Der alltägliche Kontakt der Kinder in der Schule kann zudem dazu beitragen, Schranken zwischen den unterschiedlichen Religionsgemeinschaften abzubauen (UN-Dok. A/HRC/25/28 vom 25. Dezember 2013).

In Manado dagegen werde ich schon von Christen gerügt, wenn ich nur ein „moslemisches“ Hemd (wie auf dem Foto) trage. Also ziehe ich es mit Vorliebe an.

www.institut-fuer-menschenrechte.de

2 Gedanken zu „Religiöser Haß

  1. „In den Lehrplänen für Schulen sollten Unterrichtseinheiten über die Vielfalt der Religionen und Weltanschauungen als Pflichtstoff aufgenommen werden.“
    Sehr gute Idee (wie ich überhaupt dem Beitrag nur zustimmen kann). Das würde auch weniger den Glauben als das Denken fördern, denn schon Kinder stellen mitunter die richtigen Fragen und ziehen die manchmal auch die Konsequenz daraus: Wenn zwei Gruppen von Menschen glauben und behaupten, ihr Gott sei der einzige, liegt es nahe, anzunehmen, daß zumindest die Angehörigen der einen Gruppe sich irren müssen. Von dieser Erkenntnis ist der Weg nicht mehr weit, den eigenen Kinderglauben der eigenen Gruppe zu hinterfragen. Etwas erschwert wird die Sache nur durch die tatsächlich meist gegebene Dominanz eines dieser Kinderglauben, den eine Vielzahl der Erwachsenen aus Bequemlichkeit und Gewohnheit weiter beibehält. – Man sollte endlich einsehen, daß eine dem menschlichen Mit- oder Nebeneinander förderliche Ethik auch ohne metaphysischen Überbau möglich ist.

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