Fundamentalisten

alhamdulillah

William Jennings Bryan (1860-1925) war ein amerikanischer Politiker, der sich gegen Krieg, Imperialismus, Industrie-Kartelle, Alkohol und andere Drogen, den Ku Klux Klan, Nietzsche und gegen die Evolutions-Theorie engagierte. Mit 14 wurde er getauft, und das war angeblich der bedeutendste Tag seines Lebens: „The Christian religion has always been good enough for me – I never found it necessary to study any competing religion.“ Viel Geld verdiente er u.a. als bezahlter populistischer Redner. 1921 begann er eine Anti-Evolutions-Kampagne, die verhindern sollte, daß an Schulen Darwins Theorie gelehrt wurde. Deshalb provozierten Gegner des christlichen Fundamentalismus im Jahre 1925 einen Prozeß in Dayton, Tennessee, der das Thema in den Blickpunkt der Öffentlichkeit bringen sollte. Der Scopes-Prozeß sollte das im selben Jahr verabschiedete Gesetz testen, welches verbot, Theorien zu lehren, die der Bibel in Bezug auf die Entstehungs-Geschichte der Menschheit widersprachen. Das Gericht lehnte es jedoch ab, das Thema inhaltlich zu diskutieren, sondern verurteilte den Lehrer John Thomas Scopes (1900-1970) zu 100 Dollar Bußgeld, weil er die Evolutionstheorie an öffentlichen Schulen gelehrt hatte. Dabei bestand die Jury aus 11 Christen verschiedener Sekten und 1 Konfessionslosen. Der Richter ließ jede Sitzung mit dem Gebet eines Geistlichen beginnen. Trotzdem wurde es ein nationales Ereignis, allein schon durch die mindestens 100 Prediger, die in Dayton erschienen. „Your honor, I feel that I have been convicted of violating an unjust statute. I will continue in the future, as I have in the past, to oppose this law in any way I can. Any other action would be in violation of my ideal of academic freedom — that is, to teach the truth as guaranteed in our constitution, of personal and religious freedom. I think the fine is unjust.” (Scopes). Bryan starb 5 Tage nach dem Prozeß. Das Gesetz wurde erst 1967 aufgehoben.
Indonesien ist in dieser Beziehung mindestens 50 Jahre im Rückstand. Es könnten auch noch 100 werden. So hat sich der Chief-Editor der „Jakarta Post“ nun wegen einer Karikatur zu verantworten, die eigentlich die moslemische Terror-Organisation ISIS auf’s Korn nahm: Ein Totenkopf mit Koran-Versen verziert vor der Flagge jener Fanatiker. Auf Grund der strengen Gesetze von 1965 drohen dem 47jährigen 5 Jahre Gefängnis wegen Blasphemie, da der Totenkopf den arabischen Satz „La ilaha Illallah“ („There is none worthy of worship except Allah“) und „Allah, Muhammad and Apostle“ zeigte.
Erheblich fortschrittlicher ist man im Bereich Kommunikations-Elektronik. Wenigstens können Indonesier auf ihrer spirituellen Reise in Saudi-Arabien jetzt ohne Karten-Wechsel telephonieren. Alhamdulillah! Gott sei Dank!

http://www.giordano-bruno-stiftung.de/sites/default/files/brosch_islamismus.pdf

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