Theologisches Defizit

hornissenschutz

Da hab ich doch echt n theologisches Defizit entdeckt. Sonst könn die Popen zu allem ihren Senf geben, insofern die idealen Blogger, aba zu meina schwierigen Lebens-Situation hamse nix zu sagen. Dabei bedürfte ich gerade jetz des geistreichen Beistandes. Doch im Gegenteil! Als der Verein zur Verhütung von Grausamkeit an Tieren den Papst um Untastützung bat, soll er jene mit der Begründung verweigert ham, „daß die Menschen den tiefer stehenden Tieren keine Pflicht schulden und daß die Mißhandlung von Tieren keine Sünde ist, und zwar deshalb, weil Tiere keine Seele haben“ (Bertrand Russell, „Unpopular Essays“, 1950). Und deshalb konnte auch Bruder Ginepro, erster Genosse des heiligen Franziskus, einem lebendigen Schwein den Fuß abschneiden, um ihn einem Kranken zu geben. Jener war sogar der Ansicht, „selbst wenn ich 100 Schweinen die Füße abgeschnitten hätte wie diesem einen, Gott würde es sicher gutgeheißen haben“. Kannste ma sehn, was die Franziskaner für schräge Vögel sind. Ich würd lieba 100 Franziskaner gegen 1 Elefanten eintauschen, der mir bei der Arbeit hilft.
Der heilige Franziskus hat zu allem möglichen gepredigt: Zu den Fischen, den Vögeln und dabei die Schwalben zur Ruhe ermahnt. Die Waldtauben hat er gezähmt, einen grimmigen Wolf bekehrt, 3 Raubmörder ebenfalls, sogar 2 Studenten. Aba nix üba Hornissen. Und seine Nacktpredigt in Assisi hätt er ma vor Hornissen probieren sollen! Da sachte sich die Gemeinde schon damals: „Die tun so viel Buße, daß sie verrückt werden und nicht mehr bei sich sind.“ Dabei wär ich durchaus bereit, mich mit meinen Hornissen auf friedlich-künstlarische Weise auseinanderzusetzen. Zum Bleistift könnt man ihre Geräusche aufnehmen und sie irgendwie verarbeiten: Son Tieffluch-Angriffs-WROMM, oda son zorniges Einkreise-SUMM-SUMM, oda das normale Such-Summsen. Philip Glass hätte daraus ne ganze Sinfonie gemacht. In einem Touristen-Anlock-Prospekt üba die Provinz Riau (das iss auf Sumatra) machense sogar damit Werbung, daß in ihrem „Animal Conservation Park“ Schmetterlinge und „bumblebees“ herumbammeln. Kann ich ja nur drüba lachen. Wenn die wüßten, was hier alles bammelt.
Tja, da bleibt nur der totale Kriech. Die wolln das ja nich anners, diese vabrummelten Brummsen.

7 Gedanken zu „Theologisches Defizit

  1. 1 Leik fürs Schreiben. Gut, dass du Brummseln nicht in D bekriegen willst, da dürftest du das Nest nämlich nicht anrühren, ohne eine entsprechende Behörde zu informieren, die ihrerseits einen Imker oder sonstigen Fachmann oder die Feuerwehr mit dem Umsetzen an einen geeigneteren Platz beauftragt.

  2. Ich pack’s nich! Iss das wahr? Ich mein, das wär doch n Grund zum Auswandern. Wie ich noch dort war, hatte ich schon das Gefühl, die Beziehung zur Natur ist nur noch Theater. Man versucht tatsächlich, diesen Flecken D bis zum Ersticken total zu regulieren, was für eine urbane Gesellschaft letztlich gar nicht anders geht. Bei der Ziegen-Haltung läuft das ja ähnlich. Ich kann es mir heute kaum noch vorstellen, wie ich das als Lehrer ertragen hab. Aber wenn man in sowas reinwächst, merkt man es nicht so kraß. Mein Großvater hätte darüber gelacht.

  3. …es stimmt, was pussy blume dir geschriem hat; gegen „umsetzen“ iss auch wirklich nix 1zuwenden, denn weita lehm durch geholfenes auswandern – weisse doch selpst – iss bessa als unglück mit heimatliche vagasung !
    dein neues outfrit für letzteres vorhaben wirft aba wieder neue fragen auf, die sind andas als beim (trans par enten) papst-fummel:
    * wer näht dich da rein, also diesen taucher – anzug vor dem einsatz zu?
    * das gift kommt dir selpst üba rüssel aussem kopp, wie stellst du es her, was isses?
    (oda kommt es doch von hinten rekt aal in dich rein üba das schräg liegende bambusrohr?)
    * wie krisse diese erektion am endstück von deim rüssel hin, gegen alle fisick und ohne deine linke hand?
    …wenn ichs nich als andas gemeint wüsste, sähe ich:
    eine von hier ronny muss bosch figuren mit körpa eigenem rasierpinsel im bambuswald, schöne grafik, echt gut jetzt, gruß up

  4. @ratte: Schöne Grafick, gell! Hab ich im Mittelalter geklaut. Da wußten die beim Tauchen noch nich wohin mit die Schläuche. Gaps auch noch keine Tauchverkehrs-Ordnung. Ich hab mir das so gedacht: Ich ess ganz viel von dem Fisch, den meine Frau sonst ißt, und der so stinkt, daß ich imma woanders essen muß, weil der so stinkt. Vielleicht hamse den vorher schon n paar ma valiehen. Und wenn ich dann ausatme, fallen die Hornissen tot außem Nest – wie ich vom Stuhl, wenn meine Frau mich nach Fisch-Genuß (TÄGLICH!) küssen will, was aba selten, weilse kaum noch da iss. Bleibt latürnich die Frage, wie ich einatme, ohne daß die Hornissen vorne reinkommen. Muß n Anti-Hornissen-Filta vorne ran.
    Was die Ereckschon betrifft, darauf will ich mich in meinem fortgeschrittenen Alta ganich mehr einlassen.
    Aba sonst iss doch die Frage: Wer wird denn in D vor wem beschützt? Die Menschen vor den Hornissen oda umgekehrt? Man kann eben nich mit allen Viechern zusammenleben. Auch mit Orängetängs geht das nich. Die werden entweder umgebracht oda unschuldich zu lebenslanger Haftstrafe vaurteilt. So issas nu ma. Und wie setzen die denn son Nest um? Kleben die das mit Uhu annen Feuerwehr-Turm oda wie?

  5. Pingback: Sieg des Propheten | UNGEMALTES

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