Ohne Hosen

im-Wasser

Vermutlich isse ins Wassa gefalln, die ICT-Expo in Jakarta, denn da, wo der Finga hinzeigt, sind außa Pazifik nur Inseln wie Kalambau, Masalembu, Kalukalukuang oda Doangdoangan, und da will doch keina hin. Möchlich, daß diese Inselbewohner sich wie die Minahasa für den Nabel der Welt halten, und auch Jesus dort schon zu Besuch wa, aba die IT-Messe fand auf Java statt, etwa 4cm weita links („Liegt Java auf Bali?“ „Nein, das iss eine eigene Insel.“). Ich mein, ich schreib das nur, weil eventuell der eine oder auch andere nich so genau Bescheid weiß. Ich hab ja auch keine Ahnung, wo sich die Ukraine gerade aufhält, und ich will da ganich hin.

verboten

Viel wichtiger sind diese Verbotsschilder unten auf der Werbeseite. Zwar kenne ich sowas als Relikt der 60er Jahre aus manchen indonesischen Amtsstuben, wo man Wert drauf legt, daß der Kunde ordentlich angezogen iss, bevor man ihn um sein Geld erleichtert. Immerhin sind jetzt anscheinend unterschiedliche Haarlängen erlaubt. Darüber hat man sich ja damals auch im Westen viel Sorgen gemacht. So ham zum Bleistift die Amerikaner, die uns von unseren Indianern und Nega-Sklaven befreit ham, imma sehr drauf geachtet, daß man die jungen Männer nich mit Schwulen verwechselt und sie notfalls verprügelt, damit sie das verstanden. Aba nun geht es um Hosen. Ich kann nich mit Sicherheit sagen, ob auch die heißen der Frauen gemeint sind, die als neustes Symbol der endgültigen Befreiung der Frauen von Vernunft und Geschmack gelten, doch werden gerade in Jakarta die Konflikte zwischen modernen und radikal traditionellen Moslems oft sehr heftich ausgetragen. Hier in Nordsulawesi ist das Revival der heißen Höschen bei den modernen Christen jedenfalls ebenso zur Seuche geworden wie die Handphones. Sogar meine fette, z.Z. blondgefärbte Nachbarin, die kürzlich ihr neues Auto in einer aufwendigen Zeremonie von einem protestantischen Pasta segnen ließ, hat ihren Fettsteiß und die dazu passenden Oberschenkel in eine sehr unheiße Hose gepreßt. „Ich ging zum Fenster und blickte die acht Stockwerke hinunter auf den Swimmingpool. Eine junge Frau kraulte … Sie hatte dicke Schenkel und ein breites Becken. Die Frau, das angebetete und gefolterte Wesen! In meiner Jugend hatte ich immer das Gefühl, die Frauen würden unablässig belogen. Warum wußten sie das nicht?“ (Arthur Miller). Sie wissen es nicht, weil sie sich auch ständich selbst belügen. Wer kann sich schon selbst objektiv bewerten? Und wenn man unta dem Zwang steht, allem folgen zu müssen, was von außen aufgedrängt wird, iss das besonders schwer.

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s