Falsch gewickelt

ausgebunden

Als „Live Spaces“ vor Jahren einging und ich bei WordPress anfing, wo man sich inzwischen designmäßig vom Letzten zum Besten entwickelt hatte, schrieb ich in meinen „about me“-Post, daß WordPress „die Mutter aller manischen Verschlimmbesserinnen“ sei. Als ich das kürzlich wieder las, deuchtete mir, ich könne es vielleicht durch Positiveres ersetzen, denn sie schienen in letzter Zeit nicht mehr so zwanghaft zu popeln. Zwar versuchen sie alles, damit wir unser freies Speicher-Kontingent so schnell wie möglich erschöpfen, auch gibt es jede Woche neues Design mit schrecklichen Kachel-Rastern, die auf Breitschirmen besonders aufdringlich und beim langsamen Laden in herrlichstem Durcheinander erscheinen, und die ich gern den Sanitär-Fachhändlern überlasse, aber vielleicht hatten sich jene hysterischen Programmierer inzwischen ja etwas beruhigt. Sollte man nicht nach Jahren zu einem Punkt kommen, wo etwas ausgereift ist?
Nö, nich bei WordPress.
Nun entdeckte ich zufällig, daß in der Mediathek die letzten 50 Fotos (ohne die von WordPress generierten Thumbnails nur 25) angeblich „nicht eingebunden“ waren. Keine Ahnung, was DAS nun wieder bedeutet. Bisher betraf das nur die Header- und Hintergrund-Fotos, was ja Sinn macht. Nach wie vor erstelle ich meine Posts mit dem „Live-Writer“ offline, was relativ gut und entspannt funktioniert. Dagegen ist das Dashboard von WordPress eine unübersichtliche Plage, wo jede Korrektur ein Layout-Chaos verursachen kann. „Verknüpft“ man nun nachträglich die Fotos mit den Posts, was bisher allein durch die Veröffentlichung geschah, so zeigt die Liste das Ergebnis erst mit erheblicher Verzögerung an, so daß man sich dort totklicken kann. Vielleicht dient ja die neuste absurde Idee dazu, die Fotos doppelt zu speichern, was dann zu schnellerem Kaufzwang führt. Ich will aber nix kaufen! Wenn meine Blogs mal wieder den Bach runtergehen, was meiner Ansicht nach nur eine Frage der Zeit ist, würde es mich SEHR ärgern, wenn ich dafür auch noch jahrelang gezahlt hätte. Im übrigen meine ich, daß WordPress UNS bezahlen sollte. Auch Schmerzensgeld.

Ein Gedanke zu „Falsch gewickelt

  1. Drähte, Spulen, Weidezäune … – sie wollen nur unser Bestes.

    Nachdem schon vor Jahren jemand Blogs als die Klowände des Internet bezeichnet hat, dann wenigstens schick verkachelt!

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