Splatter-Food

splatterfood

Die Gourmet-Szene ist an sich schon Ausdruck falschen Lebens. Wie alle Süchte verlangt sie eine Steigerung von Frequenz und Quantität, weil Reize nun mal die Angewohnheit haben, abzunehmen, während die Körpermasse das Gegenteil tut. Wenn in der indonesischen Zeitung „Kompas“ dieses Beispiel von Splatter-Food gezeigt wird, überrascht mich nicht dessen Unappetitlichkeit, sondern daß es sich dabei um französische „Haut Cuisine“ handeln soll. Hier hat man auch die Neigung, 1 Tier zu zerhacken, wie das Beil gerade so fällt, und einem die Splitter zu servieren. Dabei handelt es sich jedoch nicht um eine Perversion der Nahrungsaufnahme sondern um die übliche Schlampigkeit. Dagegen soll einen im Beispiel der französischen Eß-thetik nicht das große Kotzen überkommen, sondern kulturelle Freude am künstlichen Leben. Da bleibe ich doch lieber bei meinen Nudel-Suppen, die mir auch das affige Getue der Ober in mehr oder weniger verkitschten Räumen ersparen.

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