Nichts vermasseln

Haengebruecke

Wieso haben polnische Game-Designer eigentlich so eine Vorliebe für blutrünstige Spiele, besonders für im 2.Weltkrieg angesiedelte? Hat diese Generation zu wenig Krieg? Nun, „Sniper 2 – Ghost Warrior“ hab ich nur deshalb gespielt, weil nix Friedliches angeboten wurde, und weil es ein bißchen Tibet enthält. Wir amtlich registrierten Buddhisten – es wurde schon vorgeschlagen, das aus den Ausweisen rauszunehmen – kommen da ja so selten hin, fliegen allerdings auch leicht wieder raus – als Leichen. So viel gestorben bin ich schon lange nicht mehr. Leider hat man kaum Zeit, die Sehenswürdigkeiten zu betrachten, weil man von seinem Spotter und unangenehmen ausländischen Mördern rumgehetzt wird, die eigenartigerweise weder auf den Philippinen noch in Tibet die Landessprache beherrschen. Die Story einfältig, das Gelände sehr liebevoll ausgearbeitet, die Installation der Raubkopie mit einem „Steam“-Crack relativ einfach. Ein weiterer Grund, die schon juristisch fragwürdige Erfindung „Steam“ im Mülleimer für Internet-Adressen zu entsorgen. Und so sieht meine persönliche Statistik aus:

getötete Feinde insgesamt 1049
Kopfschüsse 265
weitester Treffer 1.557m
weitester Kopfschuß 1.307m
Genauigkeit 75%. Also üben, üben, üben!

Wie praktisch wäre es doch, ein Sniper-Gewehr nich nur virtuell zur Verfügung zu haben. Z.B. als ich Kelly neulich dabei beobachte, wie er mal wieda Schwierichkeiten mit den Grenzen hat. Einer dieser moslemischen Schmarotzer, die als Landarbeiter auf fremden Land wohnen und mit Vorliebe ihre Ziegen frei vagabundieren lassen. Schickt man ihm die zurück – lebend – versucht er unverschämterweise, auf meinem Land wenigstens Gras zu schneiden. Entfernung ~200m. Kein Problem für einen Kopfschuß. Wenn man sie nich verjagt, tauchen weitere Diebe auf, zusätzlich zu den Vogel- und Fischfängern, den ungebetenen Ernte-„Helfern“ und den Rinder-Haltern ohne eigene Weiden. Die Waffen-Gesetze sind in Indonesien so strikt, daß man sogar ein Luftgewehr anmelden muß. Zum Glück, denn sonst wäre es hier unerträglich wie auf den Philippinen. Nur die Monster-Sound-Anlagen sind waffenscheinfrei. Deshalb klatsche ich Kelly eins mit einer selbstgebastelten Lauf-Starter-Klatsche, mit der ich sonst nur Reisfinken und wildernde Hunde verscheuche. Er hebt den Kopf und dreht sich zu mir um. Ich stoße meinen Arm nach schräg rechts oben: Verschwinde in Richtung Heim! Er hebt seine Sichel: Nur Gras schneiden. Ich stoße nochmal meinen Arm in Richtung seiner verrotteten Hütte, worauf er den Kopf einzieht, seinen Sack aufnimmt und verschwindet. Mit einem Sniper-Gewehr ginge das viel zügiger und bliebe kein hartnäckich wiederkehrendes Problem.

Ganesha-Tibet

3 Gedanken zu „Nichts vermasseln

  1. Pingback: Lonesome Sniper | UNGEMALTES

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