Stunde der Kraftbänke

Weihnachtsbaum

„Schwimmwesten erfüllen nur dann voll ihren Zweck, wenn sie vorher angelegt waren.“
„Marine-ABC für den angehenden Seemann“, Berlin 1934

Als der HERR sah, daβ der Menschen Bosheit groβ war auf Erden, besonders die meiner widerlichen, allseits gehaβten Nachbarin, und daβ alles Dichten und Trachten ihres Herzens die ganze Zeit nur böse war, da reute es den HERRN, daβ er den Menschen geschaffen hatte auf Erden, und es bekümmerte ihn tief. Mich auch. Besonders die neue Karaoke-Anlage dieser manisch angeberischen Frau, die ihr gerade angeschafftes Breitwand-TV auf die Veranda stellt, damit alle es sehen. Deshalb lieβ der HERR den Regen strömen, Gewitter grollen und Sturm wüten. 40 Tage und Nächte waren ganich nötich. Nur 2 Tage reichten schon, um die schrottige Infrastruktur Minahasa-Lands völlig zusammenbrechen zu lassen. Auch ein Ansteigen des Meeresspiegels wurde durch reiβende Fluβschwellungen buchstäblich überflüssigt. Weil die Wilden ihren Müll grundsätzlich ins Wasser werfen, verstopften die Gräben. Dämme brachen. Die Fluten unterspülten alles, was auf Grund der fundierten Korruption nicht ordentlich gebaut worden war. 14 Jahre hatte man seit der letzten derartigen, wesentlich harmloseren Katastrophe Zeit gehabt, das Wasser besser zu regulieren. Gebirgsstraβen stürzten im Block in den Abgrund und begruben unter Schlamm nicht nur Autos sondern sogar einen Popen mit Familie. Schon daran konnte man sehen, wie wütend GOTT war. Sonst hätte er DAS ja nich gemacht. Späta hieβ es dann, es wär nur eine Arzt-Familie gewesen, also halb so schlimm. Manado wurde vom Wasser umzingelt, Brücken zerbrachen ebenso wie mega-lächerliche Ehrenpforten, keiner kam mehr raus oder rein. Die unfähige Stadt-Regierung konnte es gleich vom Amtssitz aus erleben: Der Paradeplatz vor dem Rathaus stand unter Wasser. Sogar der WEIHNACHTSBAUM (am 15. Januar)! Doch der stärkste Beweis für die Unfähigkeit der Provinz-Regierung – anstatt wie eine Bande verbeamteter Ratten, die die Steuer-Gelder selbst auffriβt, die Menschen ordentlich zu versorgen – war der totale Zusammenbruch der Stromversorgung in der Nordregion. Weil mindestens 1 Hochspannungsmast umstürzte, mehr als 17Std. lang kein Licht und kein Wasser. Auch die leichtsinnige Kommunikation mit Handphones brach zusammen, weil kaum einer sie aufladen konnte. Das war die Stunde der Kraftbänke, und spätere Generationen werden sich erinnern: Damals als ich meine erste Kraftbank bekam, die „Yoobao“ hieβ, auch sehr passend „Thunder Power Bank“, blaue Leuchtdioden besaβ und aussah, als ob sie jeden beiβen würde.
Nächstes Bauprojekt: Eine Arche aus Eisenholz mit Solaranlage und Internet. In- und auswendich mit Pich verpecht. 300Ellen lang, 50Ellen breit, 30Ellen hoch, mit einer Tür an der Seite, und die übrigen Ellen müssen rudern.

http://jakartainformer.com/97586/manado-flood-death-toll-reaches-18-with-80000-displaced/

3 Gedanken zu „Stunde der Kraftbänke

  1. Pingback: After the “Flash-Flood” | UNGEMALTES

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