Human Dignity

Tankstellen-Moschee

„Die Würde des Menschen ist unantastbar!“ Wunnebar! Der Schutz der Menschenrechte sei für Deutsche schon wegen der teilweise unerfreulichen Vergangenheit eine Verpflichtung. Deshalb haben in letzter Zeit auch nur 140.000 Deutsche das Land verlassen. Und selbst Datensammler Google hat Deutschland als das am besten vorausdenkende Land erkannt. Da fällt es Markus Löning (FDP), Kommissar für Menschenrechte und humanitäre Hilfe, leicht, u.a. den Schutz der freien Religions-Ausübung einzufordern: „Germany supports the right of every human being to be able to freely choose and fully exercise his or her religious convictions or worldview.” (DE Magazin Deutschland 1/2013)
So einfach ist das nicht. In Indonesien ist die freie Religion-Ausübung verfassungsmäßig verankert – für 5 Religionen (Islam, Hinduismus, 2x Christentum, Buddhismus). Inzwischen liest man auch die Zahlen 6 und 7, nachdem man gemerkt hat, daß Juden keine Christen und Konfuzianer keine Buddhisten sind. Ob man das im Gesetz wirklich revidiert hat, kann ich nicht feststellen. KEINE Religion zu haben, ist nicht vorgesehen und zumindest gesellschaftlich lebensgefährlich, wenn man sich als konfessionslos outet. Hier ist also die Forderung nach dem säkularen Staat angebracht, von dem Indonesien weit entfernt ist. Abgesehen davon, daß man religiöse Phantasien generell als Fehlfunktion des Gehirns ansehen kann, erhebt sich auch die Frage nach den Grenzen jener Freiheit. Sollen Religiöse im Schutz der Verfassung andere Menschen belästigen, ausbeuten und unterdrücken können? Ein weiterer Rechtsgrundsatz ist, daß in Indonesien niemand anmissioniert werden darf, der schon eine Religion hat. Da ALLE eine haben MÜSSEN, erhebt sich die Frage, wie der von außen gesteuerte christliche Imperialismus mit seinem in der Bibel geforderten Missionsanspruch zu bewerten ist. Welcher Freiraum soll Menschen zugebilligt werden, deren Ziel es ist, an die Macht zu kommen, um die Freiheit aller einzuschränken. Der Mißbrauch des Rechts auf freie Religions-Ausübung durch Christen ist in Nordsulawesi schon akustisch festzustellen, indem zu jeder beliebigen Tages- und Nachtzeit nicht nur Rituelles sondern auch Geldsammel-Aktionen und Mitteilungen an die Gemeinde mittels Sehrlautsprechern gesendet werden. Dabei wird weder auf Andersgläubige, geschweige denn auf Kranke und allgemein auf Menschen Rücksicht genommen, die Schlaf brauchen und selbst bestimmen möchten, wann sie geweckt werden. Verglichen mit den relativ moderaten moslemischen Gebetsrufen, zeigt der sich epidemisch verbreitende christliche Fanatismus deutlich totalitäre Züge. Verschärft wird die Situation dadurch, daß Wilden die Unterscheidung von öffentlich und privat generell schwerfällt.
„What should be protected, however, is not religious truth and religious tradition, but people’s freedoms … It cannot be the duty of government to protect concrete religious practices as such or even protect the honour of religion, but what must be guaranteed here is human dignity, freedom and equality.” (Prof. Dr. Heiner Bielefeldt, *1958). Auch um dies zu erreichen, hat das indonesische Parlament gerade mit großer Mehrheit ein Gesetz verabschiedet, das die Gesellschaft schädigende Massen-Bewegungen wie Separatisten, religiöse Fanatiker und den Sekten-Wildwuchs unter Kontrolle bringen soll.
Ähnlich kompliziert ist es mit der Forderung nach ordentlichen sanitären Verhältnissen für alle. Diejenigen, für die sich Löning einsetzt, sind identisch mit jenen, die ihren Müll im Wasser entsorgen, und denen Unterhaltungs-Elektronik wichtiger als Hygiene ist. Hier müßte also ersteinmal der neue Mensch gebildet werden.

zionistischer-Bus

10 Gedanken zu „Human Dignity

  1. „…schon wegen der teilweise unerfreulichen Vergangenheit…“
    Nennen Sie mir bitte eine Nation mit einer „erfreulichen Vergangenheit“

  2. „Sarkasmus“ kommt von griechisch „sarkastikos“ und bedeutet, eine unanständige Art, Sardinen zu essen.

  3. (σαρκασμός sarkasmós „die Zerfleischung, der beißende Spott“, von altgriechisch sarkazein „sich das Maul zerreißen, zerfleischen, verhöhnen“, von σάρξ sarx „das (rohe) Fleisch“)

  4. hi Tom,
    „…KEINE Religion zu haben, ist nicht vorgesehen und zumindest gesellschaftlich lebensgefährlich, wenn man sich als konfessionslos outet. Hier ist also die Forderung nach dem säkularen Staat angebracht…“ – richtig! Und hiermit oute ich mich mal als Atheist…

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