Lifestyle

spirited-away

Kaum vorstellbar, daß schamlippen-betonte Mode mehr als Werbung für die Mode-Firmen sein kann, die dann ganz normale Klamotten massenhaft verkaufen. Doch im kaum mondänen „Robertson Quay Hotel“ kam mir solch eine, an Prostituierten-Mode orientierte Frau entgegen. Zunächst dachte ich, sie hätte vielleicht ihren Rock verloren, wie der Broker, der seinen Schlips in einem Café in der Change Alley vergaß, oder sie sei auf dem Weg zum Pool. Ob es die war, deren Orgasmus-Gestöhne ich später hörte, weiß ich nich (Der Tonlage nach, handelte es sich eher um eine Chinesin.). Selbst die Moslem-Damen Nordsulawesis versuchen schon das letzte: Oben Kopftuch, unten hautenge Leggings Marke „Spalt frißt Hose“. Logisch iss das nich. Nur haben Frauen offensichtlich weniger als Männer Probleme damit, von vornherein als eitle Idioten erkannt zu werden, schon weil es ihnen meist schwerfällt, die eigenen verfetteten und zu kurzen Beine mit denen der Models kritisch zu vergleichen. Dieser Unterschied fällt schon bei den Designern selbst auf. Und natürlich gehören Klotzschuhe mit dem Charme von Rinderhufen dazu. In Singapore trippelte solch eine unideal kurze Schöne vor mir, die dann plötzlich ihre Schuhe auszog, um ihrem Mann barfuß besser folgen zu können. Dort müssen auch die 157000 Millionäre mit Handphones für 14.000 und Taschen für 2.000SGD (50% Discount) abgezockt werden. „How many bags does a woman need?“ fragte Tee Hun Ching in ihrem Editorial „Insatiable Bag Lust”. „Of course, you’d be hard-pressed to find a woman who owns just three or four bags … The good thing about growing older is, not only do you have more money to indulge your fancies, but you also have more sense to rein in those very fantasies.”
Die auf die Verursacher der aktuellen Umwelt-Katastrophe zeigende Hand läßt 3 Finger auf uns selbst weisen. Singapore ist voll mit überflüssigem Kram, den eigentlich niemand wirklich braucht, und der mit viel Chemie-Einsatz in entfernteren Gebieten hergestellt worden ist. Diesen in einem gewöhnlich sehr sauber und umweltbewußt gestalteten Ambiente zu verkaufen, kann genauso wenig überzeugen, wie der Trecking-Schnickschnack von „Jack Wolfskin“.
Die Frage, „What’s the most important element in a watch?“ beantwortet der 70-jährige Franzose Philippe Charriol, Gründer der Luxus-Firma „Charriol” mit:
„The Brand. When looking at a watch, the very first thing people notice is the brand, so branding is very important.”
Die Perversion liegt darin, daß der reale Gebrauchswert zu Gunsten eines imaginierten Tauschwertes völlig aufgegeben wird – wie in der „Kan Cheong Spider Watch“ (eine kleine Spinne dreht sich in dieser zahlenlosen Uhr um die Mittelachse), die ich meiner Frau mitbrachte.

spider-watch

“Kan Cheong“ is a colloquial term used to describe a person who is always anxious and constantly on their toes. Nobody knows why spiders are “kan cheong” but chasing time and timelines are indeed what many Singaporeans are familiar with. This Singapore brand of exclusive and fun timepiece would however ensure that one keeps up with the times.

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