Im Restaurant

Mall-Restaurant-Manado

Das ausgeprägte Improvisations-Vermögen der Indonesier läßt sie auch überall Restaurants gründen. Selbst an Stellen, die sich nicht dafür eignen, wie neben Abwasser-Gräben, an Steilhängen oder in wasserlosen Bereichen. Da die Wilden gerne mit den Fingern essen, müssen sie sich jene danach waschen. Eigentlich auch vor dem Essen, doch meist beten sie da lieber. Deshalb befindet sich in gehobenen Restaurants, wie diesem in der Mega-Mall Manado, ein Waschbecken. Wohlgemerkt offen IM Restaurant, ein Klo ist meist nicht vorhanden. Ich saß gleich daneben. Damit es nich so glitschig wird, hat man auf dem Kachelboden Kartonpappe ausgelegt. Das Geräusch des dortigen Händetrockners unterscheidet sich von der kostenlosen Musikdarbietung von oben akustisch nur dadurch, daß es automatisch aufhört. Sonst esse ich auch in einem Restaurant, das sich im Obergeschoß der Mall befindet – gleich neben einer Spielhölle. Alles offen und ohne Geräuschdämmung. Wenn Nahrungsaufnahme nicht ab und zu notwendig wäre, würde ich mich da nicht aufhalten, denn der Krach ist unbeschreiblich. Die Wilden haben jedoch kein Gefühl für Umweltprobleme. Im Gegenteil, sie brauchen sogar Lärm, sonst fühlen sie sich einsam. So kann man erleben, wie sie den Rhythmus der Disco-Musik auf den Eßtischen nachhämmern. Wobei der Ehering dann „KLACK KLA-KLACK“ macht. Ich würd gern wissen, wo der Inhalt der „Grease Trap“ landet.
Neulich versuchte ich in einer anderen Mall im Café „J.Co.“, den Tisch in eine stabile Position zu schieben – sie wackeln immer – und faßte in Schlagsahne oder geschmolzenes Eis, das unter der Tischplatte klebte. Doch immerhin rühmte der kubanische Konsul gerade die „brüderlichen“ und „solidarischen“ Beziehungen zu Indonesien. Das paßt. Iss das gleiche Niveau. Deshalb spiele ich auch so gerne „Tropico 4“:

shopping-mall

Hospital

http://insellos.wordpress.com/2012/10/31/manado-trash/

10 Gedanken zu „Im Restaurant

  1. Pingback: Restaurant Mega-Mall Manado | UNGEMALTES

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  3. „Iss das gleiche Niveau.“ ?
    Ich meine, passt inhaltlich ja ganz gut, bin mir trotzdem nicht ganz sicher ob’s Absicht war.

  4. Diese Musik würde mich auf Dauer auch verrückt machen. Schon die künstlich aufgeregte Visualisierung geht mir auf den Geist.

  5. Ach Nein, Nein, Missverständnis.
    Ich hab mich nun aber auch nach dem Lesen mehrerer deiner Artikel daran gewöhnt, dass du „iss“ immer permanent falsch schreibst.
    Das übergehe ich jetzt immer einfach.

    Aber auch Danke für die Artikel, die lese ich mir noch durch.

  6. Ich muß schon „iss“ schreiben, damit man es vom englischen „is“ untascheiden kann. Außadem iss das ein guter Schutz vor böswilligen Übasetzern und anderen „Forschern“.

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