Ausländer sind schmutzig

ketupat

Auf der Hoch-Zeit der jüngsten Tochter von Cousin Yos, den wir 2x wegen Diebstahls entlassen mußten, sprach auch unser zuckerkranker, korrupter Bürgermeister, der sich nebenberuflich als Prediger betätigt. In Kürze fährt er deshalb zur Fortbildung nach Jakarta. Solche Ansprachen werden von den Regierungs-Vertretern dazu benutzt, das immer reichlich anwesende Volk zu erziehen. Wie auch diesmal, wußte der Mann nicht so genau, was er daherredete. Er lobte die Arbeitsmoral der zahlreichen Kontrakt-Arbeiter von der stark überbevölkerten Insel Java, die zur Zeit Kabel an den Hauptstraßen verlegen. Sie seien nicht nur fleißiger als die Minahasa, die nur noch Arbeit übernehmen wollen, die im Trend liegt (also nicht auf den Reisfeldern), sie kochten von ihrem geringeren Lohn auch noch selbst. Manche ziehen mit kaki lima-Ständen (= Beine 5; 2 des Verkäufers, 2 Räder und 1 Stütze) herum und verkaufen ambulant Speisen. Die Minahasa kauften dort sogar, obwohl sie ihr „gutes“ eigenes Essen hätten (z.B. Hund), und diese Javaner so schmutzig beim Zubereiten des Essens wären. Deshalb sollten die Minahasa nichts von ihnen kaufen.
Danach wurde gegessen. Auf einem der Tische bot Ira, die javanische Frau von Yos, javanische Spezialitäten an: u.a. soto (Hühnersuppe) und ketupat (in geflochtenen Kokospalmen-Blättern gekochter Reis).

3 Gedanken zu „Ausländer sind schmutzig

  1. Das schmeckt gut, und es gibt noch so manch anderes, was auch lecker ist. Nur ist das in der Regel kein original Minahasa-Essen, sondern von Java oder chinesischen Ursprungs, wo man nicht so irre pfeffert.
    Über das Hundeessen hab ich schon viel geschrieben. Ich vermeide grundsätzlich Fleisch, sehe da aber keinen wesentlichen Unterschied. Die Wilden essen einfach alles, was genießbar ist, z.B. meine Warane und seltenen Vögel, die ich wesentlich interessanter als Hunde finde. Auch Affen, Beuteltiere und Pythons haben sie in ungeschützten Bereichen ausgerottet. Gestern vernichtete ich 1 Waran-Falle. Ich jage Jäger und Fallensteller. Eine deprimierende Kultur.

  2. Pingback: Schwindeltorte mit Alptraum | Flaschenpost

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