Bale-Projekt

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Diese Woche ist mein neues bale-Projekt angelaufen: Ein offenes Häuschen (3,80 x 3,40) mit Betondach im Minahasa-Stil. Ich fand das Vorbild auf dem alten Friedhof unseres Dorfes, wo man überall aufpassen muß, nicht in Kuhscheiße zu treten. Der Bau ersetzt einen verrotteten Schuppen aus unserer Pionier-Zeit, der nur noch als Termiten-Zuchtanlage diente. Zwischendurch wird Meister I Wayan Surem mit seiner Balinesen-Truppe hier erscheinen und 2 original balinesische Schreine aufbauen. Die Treppe zum bale wird von 2 Pfeilern flankiert werden, auf denen Waruga-Sitzfiguren platznehmen. Das Ganze wird ein fein heidnisches Heiligtum, in dem man gut Kaffee trinken, dabei den Dschungel-Geräuschen lauschen, im Baum-Schatten von erhöhter Position aus den Rest meiner Tempel-Anlage betrachten und den Ziegen zuwinken kann.

bale-cut

Und dann gehen die Schwierigkeiten los. Ich sach zum Bleistift zu meiner Frau:
„Ich muß den Stuhl noch in den lumbung (Reisspeicher) stellen, weil die Bau-Arbeiter ihn sonst einsauen.“
„Ja“, antwortet meine Frau, „ich muß noch waschen.“
„Den STUHL waschen?“ frach ich. „Wenn Stuhl waschen, Schtuhl nasch!“
„MICH waschen!“ sacht meine Frau.
„Ach so! DICH waschen, nich Stuhl waschen. Schtuhl ja sonscht nasch.“
„Misch waschen, nisch Schtuhl waschen!“

Der Kleinlaster, der den Kies bringt, iss totaler Schrott. Das war er schon vor 12 Jahren.
„Um 9 wolltest du kommen. Du bist 1Std. zu spät!“
„Oto so tua!” antwortet der Fahrer. Der Wagen sei schon alt.

bale-22.11

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