Wovon träumt der Indonesier?

goldich

Na, wovon wir alle träumen latürnich: Daß das Gold gleich zum Tee serviert wird. Allerdings weiß ich nich, was der Kamin soll. Im Moment issses wieda so schwül, daß man nich noch mehr ausziehen kann, und es selbst den Hühnern zu viel wird. Aba wenn man richtich reich iss, geht man ja nich raus sondern hat eine Klima-Anlage, die die Räume so abkült, daß man einen Kamin braucht. Iss zwar Wahnsinn, hat aba Methode, denn man kann darin gleich das Gold umschmelzen, um es innen mit Blei zu füllen und es danach wieda zu verkaufen. Bei Entzündung der Atemwege durch die trockene Luft, steht der anthroposophische Arzt bereit, der gleich neben der Dame des Hauses auf seinen Anteil wartet. Vielleicht isses aba der Chauffeur oder der Diener. Nach Ehemann sieht der jedenfalls nich aus. Außerdem kuckt er sich eher den geilen Schlips von dem Gold-Kellner an.
Auch gefällt mir der Sessel nich. Die richtich guten besitzen einen geschnitzten Adler oben auf der Rückenlehne, der imma wirkt, als ob er einem gleich in den Nacken hackt. Und dann dieses verknorpelte Geschirr. Von den Hörnchen wolln wa ganich erst reden, geschweige sie essen. Damit kann man höchstens seine Fische füttern. Ich glaub, meine Ziegen würden sich weigern und die Schnute rümpfen. Und ersma die Tapete! Da fällt einem doch das Gold vom Tablett. Und dann diese Oma, die ganz gierich nach dem Gold giert. Die iss ja wohl total kalter Kaffee oda Tee. Ich werd ja jetz auch Opa, aba so seh ich nu wirkrich nich aus.
Während der Indonesier gerade das 18.Jahrhundert erreicht, sitzt man im fernen Nordwesten im halben Lotus-Sitz auf dem Fußboden und spielt mit seinem Asus „Zenbook“. Dazwischen jedoch, in den Nischen, für die sich niemand interessiert, siedeln die Diebe, die, wenn sie nicht gerade stehlen, die harte Dreck-Arbeit für die faulen Reichen erledigen und sich gegenseitig des Diebstahls und der Unredlichkeit beschuldigen. Sie stehlen Land, Wasser, Hunde, Hühner, Früchte, Mopeds, Zement, und wie in einer echten „Occupy“-Gruppe gehört ihnen alles, was sie lang genug gestohlen haben. Ferner glauben sie, dazu das Recht zu haben, weil der Gold-Kellner nicht auch zu ihnen gekommen ist. Ihren Müll dagegen verteilen diese Schweine gern an andere und sind nicht der Ansicht, daß er ihnen allein gehört. Ich habe nach der letzten Flut gerade wieder ~1Kubikmeter aus den Gräben und Wehren geräumt und bin deshalb noch etwas erregt.

Foto: Bank Mandiri Werbung „Gold Purchase Privilege“

2 Gedanken zu „Wovon träumt der Indonesier?

  1. Keine Ahnung, wie alt dieses Wrbefoto ist. Erstaunlich für mich jedoch immer wieder in solchen Ländern: Akteure sehr blass-westlich aufgemacht, Deko wie bei Louis XI’s verarmten Urenkeln.
    Alles Gute für den Nachwuchs!

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