Drogen frei

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„Sie entern nun unser Dorf, das frei ist von schwerem Fusel und Narkotika“.

So ist es gemeint. Es gibt zwar Blogger, die behaupten, indonesische Moslems tränken keinen Alkohol, und schön sei auch die geringe Kriminalität, doch die, die nich gerade durch irgendwas betäubt sind, sehen sich doch eher zu Aktionen wie dieser veranlaßt, mit der sie sich jedoch selbst betrügen. Nicht nur weil mindestens 1 ehemalig schwerer Säufer abgebildet ist, sondern weil die indonesische Sprache recht ungenau erscheint. Denn man kann es auch so verstehen: „Sie entern gerade unser Dorf, in dem übler Fusel und Narkotika frei erhältlich sind“. Das träfe das Problem viel besser.
Da ist zum Bleistift einer meiner Lieblings-Chaoten aus der „Rattenloch“-Zeit. Er kehrte neulich mit einem Koffer voller „Stoffe“ aus Indien zurück. Stoffe aus Indien in das Land der Textilien importieren? Inklusive Flugkosten? Nicht wieder mit zurückgebracht hat er seinen Kompagnon. Der soll mit seinem „Stoff“-Koffer in Indien verhaftet worden sein. Ich habe mich immer gefragt, wie eigentlich in einem Dorf am Arsch der Welt, wo jeder alles über den anderen weiß, Drogen-Handel stattfinden kann, ohne daß jemand die Abläufe bemerkt. Das geht doch wohl nur, wenn es keiner sehen will. Soweit es den Schnaps betrifft, so wär das noch verständlich, denn der wurde früher von einem Verwandten in einem entfernteren Dorf im Dschungel gebrannt.

Einer der abgebildeten Polizei-Offiziere hat auf meine letzte Beschwerde über Ruhestörung damit reagiert, daß er überprüfte, ob ich hier überhaupt legal verheiratet bin. Immerhin verkündet unser korrupter Bürgermeister inzwischen – nach 12 Jahren Kampf – daß Parties (Der Drogen-Level ist schon an Lautstärke und Art der „Musik“ zu erkennen.), um 24Uhr zu beenden seien. Plus 1Std. jam karet (Gummizeit), dann enden sie auch weiterhin da, wo sie im günstigsten Fall enden. Die letzte Stunde ist immer die lauteste, weil man einen akustischen Orgasmus erreichen muß. Die Wilden – es soll tatsächlich außer mir noch welche geben, die auch nachts schlafen wollen – begreifen es einfach nicht: Nicht der Zeitpunkt ist das Problem sondern die Lautstärke.

Wenigstens sind solch schnell vergänglichen Plastik-Transparente (baliho oder spanduk genannt) nützlich: Die Armen machen damit ihre Hütten regendicht.

4 Gedanken zu „Drogen frei

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