Jot jejange

Souvenirs

Ja, es war sonnig und schön. Ich bin nicht verhaftet worden wie in Minneapolis, niemand hat mich verbrannt wegen meines gelben Armbands, es gab keine Protest-Demonstrationen fanatischer Christen oder Moslems, und ich bin keine Dom-Treppe hinabgestürzt und habe dabei meinen Hirtenstab angeknaxt, wie Erzbischof Joachim Kardinal Meisner (78) bei der Weihe von Dr. Dominikus Schwaderlapp (44). Erfrischend war es für mich, der ich in intellektueller Einöde lebe.

Am letzten Nachmittag Rheinpromenade in der Nähe des Doms. Nun sind alle Kölner wach und laufen in der Gegend rum. Junge Skateboarder sausen eine Treppe hinab:
„Laß ma Bilder machen!”
„Videos!“
„Bilder!“
„Videos!“
„Fröher han ich och immer gesok, övver jetz dun ich goggele.“
„Och waad, et blink. Ich han en Message kräge.“
„Se han jo jetz erusgefunge, dat fünfmol mih Medikamente för de Jöckigkeit verschrevve weede wie gäge Alzheimer.“
So issas mit dat Kölsch. Richtich deutsch klingt das ja eigentlich nich. Aber was will man mehr von einer Stadt erwarten, wo Gastwirtschaften mit dem Satz werben: „Unser Gulasch hebt den ältesten Jahrgang auf’s Fahrrad.“ Wo am Dom Ziegen verkauft werden, und es sogar Reisdörfer gibt.

Reisdorf

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