Taslima Nasrin

„The Koran ist the best to become inspired to be an atheist.”

Warum arbeiten Frauen so aktiv an ihrer eigenen Unterdrückung? Überall in der Welt sind sie die Religions-Trägerinnen. Taslima Nasrin (*1962) ist dagegen der Ansicht, daß ALLE Religionen gegen Frauen gerichtet sind: „Why women should believe in religion? There’s no place for women in religion.“ Für ihre Forderung nach absoluter Freiheit der Meinungsäußerung hat sie einen hohen Preis gezahlt: Vertrieben aus ihrer Heimat Bangladesch, hat sie inzwischen auch in Indien Aufenthaltsverbot. Für Gesellschaften, die sich in der Situation eines beständigen Pulverfasses befinden, ist sie wie eine brennende Lunte. So heimatlos geworden, wird sie nicht müde zu erzählen, wie sie Atheistin wurde: Um die Drohung ihrer Mutter auszutesten, ihre Zunge würde verdorren, beleidigte sie Allah vor dem Spiegel. Die Zunge ist immer noch vorhanden, und wenn nicht nur ihre literarischen Fähigkeiten sondern auch ihr Märtyrer-Status erheblich angezweifelt worden sind, so möchte ich in Indonesien nicht das riskieren, was sie geleistet hat. Angriffe im Internet – von Christen ebenso wie von Buddhisten – und der Aufmarsch von mit Knüppeln bewaffneten christlichen Lumpen vor meinem damaligen Haus, haben mir gereicht. Taslima Nasrin hat da wesentlich mehr riskiert. Wenn sie auf der Konferenz in Köln vom 25.-27. Mai auftritt und blind-aggressivem Glauben wieder einmal ihre Rationalität entgegensetzt, dürfte das einer der Höhepunkte werden.

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