Matt Mullenwegs Mutter

open-source-confusion

Als Yahoo.360 anfing, konfus zu werden, waren die Blogger genauso wenig darüber informiert, was hinter den Kulissen ablief, wie aktuell bei WordPress. Yahoo machte dicht, das gleiche passierte mit Windows Live Spaces. Und wer führt WordPress?
Ich weiß nicht, ob Matt Mullenweg (*1984) das Design von „Twenty Eleven“ mitentwickelt hat, zumindest wird „Twenty Twelve“ unter seiner persönlichen Kontrolle stehen. Das bedeutet Ärger. Während die übrigen ~180 Themen („Blogger“ von Google kommt mit 1/10 aus) von externen Web-Designern stammen, und die von mir ausprobierten, wie „Modularity Lite“ und „Nishita“, besser mit Windows kompatibel sind, haben die vom WordPress-Team entwickelten schwere Macken. Ich habe noch keine Open Source Programmierung gefunden, die nicht wesentlich umständlicher und hakeliger im Gebrauch war, als das meist schamlos kopierte Original.

„I am a founding developer of WordPress, the Open Source software used by about 12% of the web, including this site … WordPress is a part of who I am. Like eating, breathing, music, I can’t not work on WordPress. The project touches a lot of people, something I’ve recently begun to appreciate. I consider myself very lucky to be able to work on something I love so much.”(Matt Mullenweg)

Ich kann nicht sagen, ob die Windows-Programmierung oder Open Source geändert werden muß. Fest steht: Das konkurrierende Nebeneinander ist eine Plage, besonders für diejenigen, die WordPress beruflich nutzen, und von denen sich mancher nach Mullenwegs letztem Fehlgriff spontan andere Anbieter gesucht hat. Die einzigen Mails, die „Live Mail“ nicht richtig wiedergibt, stammen von WordPress. Die beste Blogpost-Software, „Windows Live Writer“, stellt die von WordPress selbst entwickelten Designs fehlerhaft dar. Mullenwegs Mutter kann einem da nur leid tun: „My mom started a blog a couple of weeks ago. Six years into this, and we finally made it easy enough for my mom to use.”Nachdem ihr Sohn nun “2011” mit seiner Idee des unendlichen Skrollens ruiniert hat, wird sie sicher – wie ich – den Cache gelöscht haben, wobei sie im IE9 unter „Internet Options/Delete Browsing History“ nur 7 Kästchen aktivierte und 1 deaktivierte. Dann hat sie im Dashboard 3 leere Text-Widgets in den Footer geladen, unter „Einstellungen/Lesen“ „infinite scroll“ deaktiviert, und schließlich lief die Seite wieder mit ihren normalen Bugs. Oder war die Mutter damit eventuell überfordert und hat das von einem der „Happiness Engineers“ erledigen lassen?

“I read a lot of business books, because I feel like I should figure out how to be a real businessman before someone figures out that I’m not one.
I’m very disorganized.
My blog is like my living room. If someone was acting out in my house, I’d ask that person to leave.
For WordPress, we’re trying to set up a community that will be around 10 to 30 years from now, that’s independent from the whims of the market. I feel like the nonelected benevolent dictator: It’s my responsibility to meet as many users as possible and direct the software project in a way that reflects their interests.
We’re trying to create a movement.”(Matt Mullenweg)

Wessen Interessen Mullenweg wirklich vertritt, wurde schon in seiner Anfangszeit deutlich, wo „WordPress“ noch der Anbieter mit dem miesesten Design war:
„Mullenweg und das WordPress-Team gaben im Februar 2005 die Version 1.5 ‚Strayhorn‘ heraus, die über 900.000 mal heruntergeladen wurde. Die Version führte das Theme-System, Moderationsfeatures und ein neues Design für Frontend und Backend ein. Ende März und Anfang April 2005 fand Andrew Baio mehr als 168.000 versteckte Artikel auf WordPress.org, die eine Technik namens Cloaking anwendeten. Mullenweg gestand ein, diese fragwürdige Art von Werbung akzeptiert zu haben und entfernte alle betreffenden Artikel von der Domain.“
“Matt, with his toothy grin, and the guys at Google who want to ‘make money without doing evil’ are just a bunch of geeks who got morally and ethically born again by Richard Stallman, pastor at the Open Source Software Community Church.” (Kritik)
Auffällig die Orientierung an der Konkurrenz Google (wo mehr Strom verbraucht wird als in Salt Lake City) und Browser „Chrome“, dessen Vorteil lediglich in zusätzlichen Funktionen liegt, die die wenigsten brauchen. Das beste Handphone im „Chip“-Test konnte neulich alles – nur mit dem Telephonieren haperte es.
So auch bei der Open Source-Sekte WordPress. Richard Stallman zum Tod von Steve Jobs: “Steve Jobs, the pioneer of the computer as a jail made cool, designed to sever fools from their freedom, has died.” Für Stallman bedeutet Freiheit, die der USER, nicht Abhängigkeit von den unausgegorenen Ideen eines jungen Mannes.

2 Gedanken zu „Matt Mullenwegs Mutter

  1. hi, tom, ich komme mit wordpress eigentlich gut zurecht, besser als mit anderen anbietern, ich hab was angefangen bei Blogger und bei myblog
    und alles wieder gelöscht.
    ab und zu nehm ich mir ein neues thema, ichweiß man sollte nicht wechseln, wegen dem Wiedererkennungswert, aber ich machs trotzdem. wenn mir eins besser gefällt nehm ich das, ichnehm auch öfters mal ein neues gravatarbildchen.
    also ich weiss nur dass WordPress von Automattic in Sanfrancisco glaub ich betrieben wird.
    was mich persönlich stört, kein deutscher support. fast alles englisch, mein schulenglisch genügt dafür nicht. schöne woche, Tom
    Marianne

  2. Und Deine Kommentare? Wieso landen die bei mir im Spam? Wie das funktioniert, ist sehr vom Design abhängig. Objektiv falsch sind die Schriftgrössen, die teilweise kleiner sind als die kleinsten in Word und Photoshop. Einfachste Word-Formatierungen werden nicht angenommen oder verfälscht. Ich denke, entweder ändert sich Open Source oder Windows. So geht das jedenfalls nicht in die Zukunft. Da bin ich sicher. Automatic ist die eigentliche Crew von Mullenweg, und der hat noch einiges zu lernen. Den deutschen Support (Torsten), der auch resigniert vor dem, was Mullenweg verzapft, findest Du z.B. hier:
    http://de.forums.wordpress.com/topic/infinity-scroll-bei-wordpress-theme?replies=4#post-15839

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