Kommt er oda nich?

puppets

“Children from an Adventist Church in Florida are eager to see how puppets could be used to tell others about Jesus because millions of people around the world have never heard that Jesus wants to be their friend.”

„Jesus komm doch bald noch einmal, bald noch einmal, bald noch einmal, bald noch einmal, Jesus …“ (singend vorgetragen)

Wie die indonesische Arbeitswelt damit klarkommt, daß die Vielzahl der religiösen Gruppen unterschiedliche Feiertage einhält, ist einigermaßen rätselhaft, doch wird auch an den übrigen Tagen nicht erschöpfend gearbeitet. Zumindest hat jede Behörde einen eigenen Gebetsraum für Moslems, für die nicht nur der Freitag geheiligt und dessen Vormittag arbeitsfrei ist, sondern auch innerhalb der Arbeitszeit hat der Gläubige 3 feste Gebetszeiten. Für Adventisten ist es der Sonnabend (Sabbat), ansonsten Arbeitstag in Indonesien, und so versammeln sie sich Samstag vormittags in ihren Kirchengebäuden, die oft weltlicher wirken als die Kirchen der übrigen christlichen Gruppen.
Für Adventisten gibt es 2 Grundpfeiler des Glaubens: Auferstehung von den Toten und zweite Wiederkunft Christi – sichtbar, hörbar, offenkundig. Und so verkündete der baptistische Prediger William Miller (1782–1849) 1831 im Staate New York, daß Jesus am 21.3.1844 eintreffen würde. Nachdem man den Irrtum erkannt hatte, behauptete ein Mitarbeiter Millers, daß Jesus stattdessen am 22.10. erscheinen werde (Wie verwirrend das gewesen sein muß, zeigen schon die abweichenden Daten in Wikipedia.). Daraufhin verkauften endzeitgläubige Bauern ihre Farmen, Geschäftsleute schlossen ihre Läden, und alle erwarteten weiß gewandet, ernst und gefaßt die Ankunft auf freiem Feld, bis der Tag dämmerte. Eigenartigerweise geschah nichts. Sollte da kein Erlöser sein? Miller resignierte, doch fand sich ein fantastischer Ausweg: Jesus war schon wiedergekehrt, aber noch nicht sichtbar. Und so warten sie seit 180 Jahren auf die Apokalypse, in der die Gerechten in den Himmel kommen und die Ungerechten sterben werden, denn die Zeichen mehren sich: Kriege, Pestilenzen, Radioaktivität, der Euro und Facebook – die Zeit erfüllt sich.
Die größte adventistische Gruppe sind die „Siebten-Tags-Adventisten“, die die Kindstaufe nicht anerkennen und bewußt Gläubige durch Untertauchen taufen. Von amerikanischen Puppen mit weißem Hemd und Schlips gesteuert, betreiben sie in Airmadidi eine Universität, und gegen Bezahlung singen sie auch. Trostreich, daß Gottlose nicht ewig in der Hölle schmoren sondern einfach ausgelöscht werden. Ein Tag wird dafür nicht mehr fixiert, aber die STA sind bereit. Da sie den menschlichen Körper als Haus Gottes verstehen, leben sie ernährungsbewußt, und so kam es zur Erfindung der Cornflakes durch den Adventisten J.H. Kellogg.
Auch die STA haben in den letzten Jahren massive Kirchenaustritte erlebt: „Die Regeln der STA sind dermaßen rigide, daß z.B. Kinder oder Menschen, die davon abweichen (Ehebrecher/innen, Geschiedene, Menschen, die sich nicht an die Regeln halten) z.T. innerhalb der Gottesdienste vor der Gemeinde an den Pranger gestellt werden. Kinder und Jugendliche, die im strengen Sinne adventistisch erzogen werden, dürfen nicht tanzen, sich nicht schminken, werden ständig erinnert, daß der Mensch durch und durch sündig ist, etc. Nur geistliche Literatur ist erlaubt, d.h. keine Romane, Gedichte, etc., kein Fleisch, kein Alkohol, kein Weihnachtsbaum etc. Liebe und Sexualität schon gar nicht vor der Ehe. …Das Gefühl, eine Sünderin zu sein, da sie sich von STA gelöst hat und sich auch nicht taufen ließ, wird unterschwellig vermutlich immer bleiben.“ (Kritik der STA)

Ein Gedanke zu „Kommt er oda nich?

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