Game over

MOHLE

Angeblich sind derzeit rund 20% der weltweiten Internet-Nutzer Chinesen, bis 2015 sollen laut Schätzungen 770Millionen online sein, mehr als 60 Prozent jünger als 30 Jahre. Für indonesische Eltern durchaus ein Problem: Geldbedarf und Vernachlässigung der Ausbildung wachsen bei den sehr jungen Besuchern der Spielhöllen, wo sie in weitgehend dunklen Katakomben mit atemberaubender Geschicklichkeit auf den Keyboards rumhämmern. Durchaus nicht immer Shooter, beliebt sind auch sonderbare Musik-Spiele. Für mich dagegen heißt es erstmal: Game over! Steam hat reagiert und mir den Link geschickt, dessen Anweisungen ich schon längst ausprobiert und worüber ich Steam auch informiert hatte. Was da angeboten wird – und es ist ja schon bezeichnend, daß dafür extra eine Seite existiert – funktioniert nach wie vor nicht. Damit bin ich quit mit den Firefly Studios: „Stronghold“ hatte ich mir noch irgendwo auf der Welt legal beschafft. „Stronghold 2“, das ich mir illegal besorgte, weil hier gar nichts Legales angeboten wird, war ein optisch mieses 3D-Produkt einer anderen Firma. Das echte 2. „Stronghold“ hieß „Crusader“ und spielte sich (mit Cheat) ähnlich bezaubernd und spannend wie Nr.1. Auch das bekam ich in Indonesien als gecrackte Version. Nun der mehr oder weniger legale Betrug der Firma mit einem ordentlich gekauften „Stronghold 3“ und Steam. Damit bleibt nicht viel zum Spielen, denn auf meine Festplatte kommt kein Dampf mehr. Optisch und spielerisch genial „Medal of Honor“ (Schon die Ziegen sind sehenswert!), wo man im Leichensack zurückgeflogen wird, obwohl man (nach mehreren Todesfällen) schließlich erfolgreich durch alle Missionen gehetzt ist. Aber Moslems in Afghanistan zu killen, ist nun mal nicht mein Fall. Ebensowenig wie all die anderen Spiele, in denen man Autos klauen, Leute von hinten erdrosseln, Leichen verstecken oder schlimmstenfalls sogar Magie anwenden soll. Haben da die Programmierer Sozialisationsprobleme oder deren Kunden?
Bleiben nur noch die märchenhaft schönen „Anno“-Spiele, deren Missionen mich jedoch geistig überfordern. Zwar hab ich inzwischen immerhin das Auge des Drachen gefunden, doch sowas als „Strategie“-Spiel zu bezeichnen, ist kühn. Letztlich ist nicht Denken gefordert sondern Herausfinden, wie die Mission programmiert ist, und wann und wo man am besten Törtchen backt. Und wenn man bemerkt, daß man auf der falschen Insel gesiedelt hat, ist es meist zu spät. Also wie im richtigen Leben.

Aber die Nachricht des Tages war doch, daß Google Blogger dafür bezahlt, Browser Chrome zu besprechen und Links auf die Chrome-Homepage zu setzen. Jetzt verstehe ich auch Torsten von WordPress besser. Faszinierend zu beobachten, wie die überflüssigen Produkte von Apple und Google mit allen Mitteln in den Markt gedrückt werden. Kürzlich konnte das beste Handphone im „Chip“-Test alles – nur telephonieren nicht. Falls das neue Datenschutz-Gesetz kommt, werden all diese Happiness-Ingenieure, inklusive der Asozialen von Fotocommunity.de wohl stark nachbessern müssen: Generell dürfen Onlinedienste Daten künftig nicht länger speichern als unbedingt nötig. Die Verbraucher sollen einen Rechtsanspruch darauf erhalten, Daten wieder entfernen zu können.

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