Wuttong, Putzi & Prahlda

towards-innovation

Frauen sind ja sowieso irgendwie anders, aba wenn eine ganze Nation gerade dabei iss, sich so unvorteilhaft wie möglich zu kleiden – das gibt zu denken. Sicherlich kann man die Sarong-Vorführungen auf dem Laufsteg nicht zum Vergleich heranziehen. Dieses traditionelle Kleidungsstück macht schön aber unbeweglich. Es gibt nur einen Eindruck von dem, was zugunsten lächerlicher Kopien aufgegeben wurde.

Sarong-Kebaya-alt-&-neu

Anstatt nun traditionelle Schnitte, Stoffe und Muster in neuen Kombinationen für den Alltag verwendbar zu machen, wird alles kopiert, was westlich und damit exotisch auf die Wilden wirkt. Mit Wuttong, Putzi, Prahlda und Porsche-Brille in die Zukunft. Eine Damenwelt in bulgarischen T-shirts, sehr shorten Shorts und Miniröcken stöckelt oder latscht da durch die Tropen. Während die streng moslemisch orientierte Indonesierin sich dermaßen verhüllt, daß mich allein beim Anblick gänzlich unerotisches Schwitzen überkommt, ist die Bekleidung der modernen Wildin oft schon unterhalb des Minimalen. Die Bedienung im Café trägt zu schwarzen Jeans eine weiße Bluse, die vorn in der Hose steckt, hinten raushängt und dazwischen Einblick auf einen roten Slip gibt. Ihre Kollegin bewegt sich wie eine Catcherin zwischen den Tischen. Im Foyer des IT-Centers gerät ein sehr leichter Rüschchenrock in luftige Turbulenzen und läßt KEINE Frage mehr offen. Frauen wie Sumo-Ringer, mit Fettsteiß, auf dem man eine Ausgabe des Korans sicher transportieren könnte, bevorzugen grundsätzlich hauteng – möglichst mit breiten Querstreifen. Das wulstet und schwabbelt durch die Gegend, daß einem die Pizza steckenbleibt. Und wenn es gar am stärksten beult und schaukelt, und in mir gerade die Ahnung aufsteigt, etwas laufe mit der Evolution total schief, denn diese Frauen können sich kaum noch bewegen, sondern müssen mit 7,5-Tonnern transportiert werden, und wie haben sie es eigentlich bis hierher geschafft? – dann handelt es sich um eine holländische, australische oder sogar deutsche Touristin mit minimaler Bedeckung ihrer meta-üppigen Blößen, von der man nur hoffen kann, daß sie nich mal versehentlich auf einen dieser zierlichen Indonesier fällt, die soo gerne groß wirken möchten.

kleiner-Mann

3 Gedanken zu „Wuttong, Putzi & Prahlda

  1. wie so häufig sitze ich hier im sonnigen, aber fröstelden karlsruhe und schmunzle über deine beschreibungen aus der schwülen hitze.
    das mit den schwabbelnden fettmassen und den unvorteilhaft engen shirts ist mir hier auch schon aufgefallen. ich frag mich dabei immer, ob die leute keinen spiegel oder ein fragwürdiges selbstbewusstsein haben. zumal ich inzwischen einen zweiten kleinen sohn habe, der mittlerweile 7 monate alt ist, gehöre ich auch zu denen, die schwabbel mit sich tragen, aber ich bin doch sehr darauf bedacht das auch aus eigennutz eher unter locker sitzenden shirts zu verstecken – wer will schon ständig daran erinnert werden, dass man auf den sahnejoghurt und den honig darin besser verzichten sollte?

  2. Erstmal Glückwunsch zur erfolgreichen Vermehrung. Sowas iss ja nich einfach. Ich könnte das jedenfalls nich.
    Was erfolgreiche Selbstbespiegelung betrifft, so erklärt sich hier so manches verschmierte Zombie-Make-up allein schon dadurch, daß die Räume meist nur fahl neonbeleuchtet sind, und sich das Spiegelsilber oft im Zustand der Verwesung befindet. Aber was da in D abläuft, läßt sich wohl nur mit allgemeiner Bewußtlosigkeit begreifen.

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