Dein bester Freund

vietnamesische-Tuerfalle

Und dann kam Ni wieder, deren Mann Deki noch wegen fahrlässiger Tötung im „Hotel gratis" sitzt, und bettelte um Schulgeld für ihre 4 Kinder. Dabei erzählte sie zitternd von den nächtlichen Besuchen: Immer wenn ihr grantiger Schwiegervater, der verwandte An, über’s Wochende in seiner Hütte auf dem Feld schläft, und sie mit den Kindern allein im Hause ist, rüttelt es nach Mitternacht an der Tür. Kein Geist, sondern ein schwarz gekleideter junger Mann mit Ninja-Mütze. Tagsüber patroulliert er ab und zu vor dem Haus. Wohnt in der Nähe, verheiratet mit einer Frau aus Kema. Offensichtlich einer der vielen Verrückten dieser Inzucht-Region, denn zu klauen gips bei Ni nix. Hat Ni die Polizei angerufen? Nö. Sie hat die Nummer nich. Aba sie hat versucht, einen Verwandten anzurufen, der in Timika/Westpapua arbeitet. Der wäre bestimmt gleich mit dem Schiff gekommen, wenn er nich ne neue Nummer gehabt hätte.
„Dein Nachbar ist dein bester Freund", hat mich ma Crazy Judge belehrt. Oh, ja! Und erst die indonesische Dorf-Gemeinschaft, wo jeder jedem hilft. Das Haus steht nicht etwa irgendwo im Abseits wie meins sondern eng mitten im Dorf, wo jeder alles sieht und hört oder nichts sehen und hören will. Ni habe – nach mehreren nächtlichen Vorkomnissen – endlich geschrien und alle wären herbeigelaufen. Und? Nichts und, der Terror geht weiter.
Was sie denn tun solle? Falle bauen und Tür nich verriegeln. Ergibt Verrückten-sate.

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