Kapital

Kunstkapital

Diese Behauptung auf einer Postkarte der „Wirtschaftsförderung Frankfurt" ist falsch, auch wenn mal eine Installation von Joseph Beuys „Das Kapital – Raum 1970-77" betitelt war. Das Environment enthielt u.a. 1 Klavier, mit Kreide bezeichnete Schultafeln, Filmprojektoren und Leinwand – nichts schien auf den ersten Blick mit Kapital zusammenzuhängen. Vielmehr war für Beuys das Kapital des Menschen seine Kreativität. Die ausgestellten Objekte stellten Medien künstlerischer Produktion dar. Als solche verstehe ich auch das Bloggen.

Für den Ausstieg reicht das nicht. Spätestens im Ausland merkt man, daß Kunst nirgendwo gebraucht wird, medizinische und technische Kenntnisse schon eher. Deshalb benötigt man das traditionell gehaßte und von allen gejagte Kapital. Der Umgang mit Geld, besonders dessen Verleih, war historisch in vielen Kulturen als ebenso schmutzig angesehen wie das Schlachten, weshalb man es z.B. den Juden überließ, später darüber jammerte, daß sie den Finanzmarkt beherrschten, und sich schon deshalb ihrer entledigte, weil man auf diese Weise gleich seine Gläubiger loswurde. Überhaupt finden es die Minahasa unverschämt, wenn man sein Geld zurückhaben will, denn schließlich leiht oder unterschlägt nur derjenige, der keins hat. Die einzigen Vertrauenswürdigen sind hier die Reichen – sofern sie ihr Kapital nicht zusammengestohlen haben – weil sie andere nicht betrügen brauchen.

In der 2. Sure des Korans („Die Kuh") steht dazu folgendes: „Die, welche Wucher (riba = Zinsleihe) verzehren, sollen nicht anders auferstehen, als wie einer aufersteht, den der Satan durch Berührung geschlagen hat. Solches darum, daß sie sprechen: ‚Verkauf ist nur das gleiche wie Wucher.‘ Und Allah hat das Verkaufen erlaubt, aber den Wucher verwehrt; …". Mit der für den Islam typischen Doppelmoral hat man im Bankwesen einen Ausweg aus dem Dilemma gefunden: Dem moslemischen Anleger wird kein Zins ausgezahlt, sondern ein Anteil am Bankvermögen, das eigenartigerweise dem üblichen Zinssatz entspricht. Dabei wird der Kunde in einem von Moslem-Grün dominierten Ambiente und weitgehend ebenso grün verhüllten weiblichen Bankangestellten bedient.

Selbst Martin Luther, der die Verquickung von Politik und Wirtschaft eine „verdammte Fuggerei" nannte, schrieb seine Kampfschrift „Von Kaufhandlung und Wucher" gegen die Praktiken der großen Fernhandelsgesellschaften wie der Fugger, die zeitweise die politischen Abläufe in Europa erheblich beeinflußten.

Picasso-Kapital

„Einmalige Anlage: Picasso, Auflage 7 Blatt, danach Stein fast vernichtet, schon 20000 in den USA plaziert."
(Manfred Limmroth)

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