Buddhist Haute Couture

Als ich einmal gerade Spaghetti aß, hatte ich eine Vision, wie man dieses ganze buddhistische Durcheinander beheben könne: Ich gründe eine neue buddhistische Sekte, die alle anderen zusammenfaßt und appdätet! Gefälschte Reliquien und Wunda, die meine Auserwähltheit zertifizierten, würden sich schon arrangieren lassen. Vielleicht hätte man die neue Bewegung „Thomajutismus" oda so nennen können. Wichtich war dabei vor allem, den Zustand der Froschlosigkeit zu erreichen und in Kontinuität zu verwirklichen.
Ein paar Damen, die mitmachen wollten, fanden sich schnell, dann stagnierte das Projekt. Doch Jesus hatte ja auch ma klein angefangen. Die schwierigste Frage war: Was ziehen wir an und in welchen Farben, denn Corporate Identity iss das A&O? Aksobhya-Blau, Vairocana-Weiß, Theravada-Orange, Mahayana-Schwarz oda Lama-Rot?
Sehen wir uns dazu doch einmal genauer an, was der Buddhist heutzutage trägt: Grundsätzlich eignen sich weite, bequeme Gewänder, wie sie schon Alan Watts und Bernard Rudofsky forderten, schon weil darin Erektionen nich so auffallen. „Die Menschen in aller Welt müssen sich entkrampfen, müssen lockerer werden und lernen, sich selbst auf die leichte Schulter zu nehmen: Heiter geht’s weiter! Leichte, anmutige, farbenfrohe Kleidung könnte sehr wohl ein Anfang dazu sein.“ (Alan Watts)

thai-mode Eine derartig asymetrische Kleidung zu tragen, bedeutet nicht zentriert zu sein. Der Mensch ist überwiegend symmetrisch geformt, dem sollte die Kleidung angepaßt werden, nicht der Körper einem modischen Schema. Außerdem bekommt man in diesem Anzug leicht Rheuma in der rechten Schulter. Derartig bekleidet demonstriert man eine wichtigtuerische Lebenshaltung. Styling statt funktioneller Bedeckung. Zum Betteln würde ich einen die Wirbelsäule schonenden Rucksack empfehlen. Die Farbe des Stoffes ist gut, um nicht überfahren zu werden, doch etwas aufdringlich.

zen-mode

Schon besser das 2. Beispiel: Die Farbigkeit zurückhaltender, doch wieder dieses schiefe Styling. Ein Stilbruch der gestrickte Schal. Seide muß es schon sein.

zen schlicht

Sehr gut das 3. Beispiel: Farblich und formal schlicht, sehr korrekt und straight, wie wir es von Zen-Buddhisten erwarten. Praktisch der Ring, an dem man 1 Taschenlampe oder sein Handphone anhängen kann. Ein erheblicher Nachteil allerdings, daß man immer ein Bügeleisen bei sich führen muß, ein großer Nachteil auf Reisen.

founder

Mein Vorschlag sah so aus: Ein schlichter Kimono aus weitgehend knitterfreier Seide in Thomajutis-Violett. Zur Kopfbedeckung im Winter eine gefütterte Mütze der U.S. Navy, die noch einzufärben wäre. Als Sektengründer trage ich 3 rote Phosphor-Knöpfe auf der Schulter, die nachts leuchten. Meine Mitarbeiter entsprechend 2 oder nur 1 Knopf. Und da gingen schon die Probleme los: Rebecca versuchte mir den Sekten-Vorsitz streitig zu machen, und einige buddhistische Männer, die auch in „Tricyle" immer und ewig mit Platzhirsch-Kämpfen beschäftigt sind, wurden so eifersüchtich, daß sie mich massiv angriffen. U.a. sammelte ein völlich Verrückter, wie sie in religiösen Gruppen typischerweise auftauchen, der mich schon 1 Jahr verfolgt hatte, alle meine Daten, die er im Internet finden konnte, und veröffentlichte Haß-Profile von mir. Nicht in der Lage Deutsch zu verstehen, schnüffelte er wie ein toller Hund nach politisch nicht Korrektem in meinen deutschen Blogs, veröffentlichte es auf MEINER Seite („Tricycle" bot dagegen keinerlei Schutz) und verlangte, daß ich mich rechtfertigte. Da gab ich es auf, den Buddhismus zu reformieren.

3 Gedanken zu „Buddhist Haute Couture

  1. oh, hassprofile? aahhh, was es nicht alles gibt.
    wegen der phosphor-knöpfe fällt mir auf, dass ich die selbst gar nicht unbedingt tragen wollen würde, sondern lieber an anderen sehen würde – ich fänd das leuchten toll, wobei es mich auf den eigenen schultern vermutlich eher irritieren würde…
    mit friedlichem gruß

  2. Pingback: Mehr Modeprobleme « Flaschenpost

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