In the ivory-tower of my mind

 

Oh, do not ask, “What is it?”
Let us go and make our visit.

T.S. Eliot (1888-1965)

 Der melancholische Flug einer Plastiktüte über die nächtliche 20th Street von oben gesehn.
Oder die übermütigen Kapriolen einer Tüte hinauf an den Fassaden in der Nähe einer Brücke über den Schuylkill River.

Der junge Mann sitzt angelehnt an einen Pfeiler im Starbucks auf dem Barhocker. Italienischer Typ, Jeans. Kommt ein rosiger, junger Mann im dunklen Business-Anzug herein, und sie begrüßen sich als alte Freunde. Zeigen sich gegenseitig mit Bewunderung ihre Freundinnen in ihren Handphones. Fachsimpeln über die verschiedenen Regionen Amerikas, wo was los ist, was sie vorhaben.
Stunden später komme ich wieder in den Laden um Fruchtsaft zu kaufen. Der Bursche hockt immer noch in seiner Ecke. Hat anscheinend nichts vor.

Draußen kreischen die Sirenen in den Häuser-Schluchten.

Die ganze Nacht betrunkene, schreiend randalierende Neger auf den Straßen. „Nobody feels it, nobody feels, nobody! It’s cruel!“ schallt es herauf aus den Abgründen, noch die Sirenen übertönend. Zur Standardausrüstung jeder Straße gehört mindestens 1 Neger, auf der Treppe eines Eingangs sitzend oder an die Wand gelehnt und vor sich hinredend. Sie sind jetzt alle unterwegs, weil unter Reagan das Geld gekürzt wurde, um sie wegzuschließen – so wird es mir erklärt. Die Bettler angeblich überwiegend psychisch gestört.
Schwarze Frauen meist fett aufgequollen, kaum fähig sich zu bewegen, „these fat corpuscles in the nation’s bloodstream“ (John Updike), in überwiegend schreiend geschmackloser Kostümierung. Mit offensichtlicher Vorliebe tragen Schwarze auch pechschwarze Kleidung, so daß sie wie Schornsteinfeger wirken.

Flugzeuge passieren in niedriger Höhe am Horizont im rosavioletten Raureif des Morgens.

Benjamin Franklin als riesiger Marmor-Klotz in der Rotunde des Franklin Institute mit der „Body World“ von Hagens. Franklins Weisheiten an die Pfeiler ringsum projiziert: „Wer Freiheiten aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, verdient weder Freiheit noch Sicherheit.“ 

„Open your mind! See what you are made of!”
„The brain is an incredible marvel of engineering. I wanted people to recognize what is known about this amazing gem inside our heads, and be awed by its possibilities and capacities.”
Dr. Gunther von Hagens

Ein Gedanke zu „In the ivory-tower of my mind

  1. Pingback: Depression im Paradies | Flaschenpost

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