Geld haben oda nich

Die Reisevorbereitungen waren etwa so kompliziert wie eine Aufenthaltserlaubnis in Indonesien zu bekommen. Da ich schon länger als 5 Jahre im Land bin, wurde mein Aufenthalt nicht unterbrochen (was ein Status-Problem geworden wäre), ich brauchte jedoch 1 Re-Entry-Permit von der Imigrasi. An sich einfach, die Online-Beantragung für den Aufenthalt in den USA, mit der man ein sehr ungewisses Interview in einer amerikanischen Botschaft (vielleicht irgendwann, mit irgendeinem Ergebnis) vermeiden kann. Dabei übersah ich 2 wesentliche Voraussetzungen. Erst kurz vor Reisebeginn stellte ich fest, daß ich keinen maschinell lesbaren Reisepaß mit Fingerabdruck besaß. Also schnell noch nach Jakarta und dort einen neuen Paß beantragt, der rechtzeitig eintraf.

Die Gestaltung der finanziellen Versorgung mittels Visacard war dermaßen kompliziert und unübersichtlich, daß ich sie bis heute nich verstanden hab, und sie hat nie richtig funktioniert. Bei der Zahlungsmoral der Wilden müssen solche Abläufe streng restriktiv gehandhabt werden. Es ist ein extra Konto einzurichten, von dem immer nur ein gewisser Anteil abgezogen werden kann, sonst wird es schnell gesperrt. Zusammen mit dem unprofessionellen Wirken der größten Bank Indonesiens, die mich nie ausreichend informierte und u.a. Geld zum Auffüllen des Kartenkontos versehentlich auf ein anderes überwies, war ich unterwegs mehrfach finanziell am Ende und mußte von den begrenzten Cash-Mengen leben, die ich Automaten entnehmen konnte.

Comic „Blondie“ von Dean Young, San Francisco Chronicle, 18.3.2010

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