Teure Armut

Nirgendwo in der Welt hat der Buddhismus bisher ein erfolgreiches soziales System verwirklichen können, was seinen eigenen Ansprüchen gerecht wird. Heutzutage knickt Asien unter der christlich-imperialistischen Missionierung ein, während in den westlichen Ländern das Christentum untergeht, und sich immer mehr Menschen auf die Suche nach Alternativen begeben. Dabei ist besonders in den USA zu beobachten, wie auf zum Teil naiv-eklektizistische Weise Buddhismus nachgeahmt und gespielt wird. Ein starker Motor ist der Dalai Lama, dem es gelingt, sich als Modernen zu präsentieren, der scheinbar getrennt vom mittelalterlich-okkulten, frauenfeindlichen tibetanischen Buddhismus wirkt. Das schreckt kaum eine Frau ab, weshalb bösartig-intolerante amerikanische Christen versuchen, nicht nur die Ausbreitung des Buddhismus zu unterdrücken („Du landest in der Hölle!“), manche behaupten sogar, es sei eine Religion für Schwule. Und so erlebte David Crosby einen Auftritt des Dalai Lama („Since Then“, 2006): „…He’s talking to somebody next to him and he sees me and looks right in my eyes, stops talking to them, turns off course, and walks over to me.He looks at me, he takes my hand, holds my hand, he looks in my eyes and kind of nods a little bit. Then he walks away.
I start crying.
I burst into tears, and I don’t know why. It’s never happened to me before but it had to do with the spirit in this man: he was clean. This is a guy traveling light. No baggage at all. He doesn’t hate anyone, he doesn’t fear anyone, not even the Chinese. He doesn’t want anything you have, so he doesn’t want anything. If you ask him what he wants, it’s like, ‘World peace would be nice.’ That’s it. He’s not looking for a new pair of shoes.”

Abgesehen davon, daß er sie bereits hat und auch immer alles bekam, was er wollte (z.B. ein eigenes Kino), ist es wie die indische Schriftstellerin Sarojini Naidu 1947 über Gandhi feststellte: „Mein lieber Lord Louis, Sie werden nie erfahren, wieviel Geld die Kongreß-Partei schon ausgegeben hat, damit Gandhi in Armut leben kann.“

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