Die Germanen

Groβ, stark und schön waren die alten Deutschen. Wie Riesen blickten sie über andere Menschen hin. Weiβ und rein war die Farbe ihrer Haut; in üppiger Fülle floβ das goldgelbe – blonde – Haar bei Männern Frauen hernieder, und aus den groβen, blauen Augen blickten Mut und edler Freiheitstolz. Das Leben in der freien Natur war ihr Element; Krieg und Jagd trieben die Männer, Ackerbau und Viehzucht überlieβ man den Sklaven und Weibern. Freiheit war ihnen das höchste Gut, und wer hätte sie diesen Männern entreiβen mögen, die immer mit Wildheit in den Freiheitskämpfen erschienen; … Doch lag bei aller ungebändigten Naturkraft in den Germanen tiefer, einfacher Sinn, ein kindlich sittliches Leben, die gröβte Zucht und unbefleckte Keuschheit. … Bei solcher Verfassung erhielten sich lange die alten Sitten und Tugenden, Treue und Redlichkeit, Gastfreundschaft und Keuschheit und der freie Mut, der den Tod verachtet.

Lehr- und Lesebuch für Fortbildungs-, Gewerbe- und Handelsschulen (1896)

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